Gehstock von Otto Kruse
Otto Kruse war ein Hamburger Kaufmann und diente im Heer im Rang eines Hauptmanns. Im Frühjahr 1918 fiel Kruse im Alter von 27 Jahren als Kompanieführer bei den Gefechten in Verdun. Im Sommer 1916 hat er den Gehstock aus französischem Rosenholz eigenhändig angefertigt. Darauf befinden sich drei Plaketten aus Ratzeburg, Hamburg und Eutin, wo Otto Kruse als Verletzter zur Kur gewesen ist, sowie die Aufschrift O. Kruse. Verdun 1916. Der Stockgriff hat die Form eines Vogelkopfes.
Imperial Forces
Other
Women
CREATOR
Erwin Ecksmann
DATE
1916
LANGUAGE
deu
ITEMS
6
INSTITUTION
Europeana 1914-1918
PROGRESS
METADATA
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Fotografie des Ehepaars Kruse und Feldpostkarten von Heinrich Kruse und Georg Wegner
9 Items
Eine Atelierfotografie des Ehepaars Heinrich (in Uniform) und Grete Kruse, August 1915. Heinrich Kruse war der Bruder der Großmutter der Teilnehmerin. Er war an der Westfront (Frankreich) stationiert. Zwei Feldpostkarten von Heinrich Kruse an seine Nichte Emma Dorothea Brügmann, die Mutter der Teilnehmerin, eine vom 09.11.1915 mit dem Motiv des Friedhofs Rethel, auf der er ein Wiedersehen zu Weihnachten ausschließt, eine vom 20.09.1916 mit dem Motiv der Stadt Douai (Place d´Armes); Zwei Feldpostkarten mit Motiven der S.M.S. Blücher von Georg Wegner, Patenonkel von Emma Dorothea Brügmann; Georg Wegner überlebte den Untergang der ersten S.M.S. Blücher. Bei der Schiffstaufe der zweiten S.M.S. Blücher im Kieler Hafen (Germania-Werft) 1938 war Georg Wegner mit der Teilnehmerin Frau Gabriel zugegen. || || Other || Imperial Forces || Western Front || Women || || Other || Imperial Forces || Women || Western Front || || Other || Women || Imperial Forces || Western Front || || Other || Women || Western Front || Imperial Forces || || Imperial Forces || Western Front || Other || Women || || Western Front || Women || Other || Imperial Forces || || Women || Other || Western Front || Imperial Forces || || Imperial Forces || Western Front || Other || Women || || Imperial Forces || Other || Women || Western Front
Hans Kruse fällt an der Ostfront
10 Items
Hans Kruse diente im 25. Reserve-Armeekorps, 50. Reserve-Division, Reserve-Infanterie-Regiment 231, I. Bataillon, 1. Kompanie, und fiel Anfang August 1915 in Russland durch einen Bauchschuss. Ein Verwandter, Kurt, diente im II. Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 18, 4. Kompanie. Er starb am 14. August 1915 in Nordpolen durch einen Kopfschuss. || (1) Feldpostkarte mit Porträt von Hans Kruse (ohne Datum) (2) Feldpostkarte von Hans Kruse vom 29. Mai 1915 (Poststempel vom 31.05.1915) an einen Herrn Simkowski (?), wohnhaft in Graudenz (3) Feldpostkarte von Hans Kruse (ohne Datum), mit einer Aufnahme von ihm in Uniform, in der er berichtet, dass er 40km von der Front entfernt läge und hofft, dass der Krieg bald zu Ende geht (4) Feldpostkarte vom 04.08.1915 (Poststempel, Osterode), mit Porträt von Kurt (sitzend) (5) Propaganda-Postkarte mit dem Porträt Wilhelm II. und einem Zitat. Unbeschrieben. 3. Dezember 1916. Weihnachtsgruß seiner Majestät des Kaisers an das Deutsche Volk.
Entlassungsgesuch von Otto Reipert
1 Item
Otto Reipert, geboren 1879, wurde am 6. Mai 1915 gemustert und bereits drei Wochen später, am 27. Mai 1915, zum Militärdienst eingezogen. Er kam zunächst nach Insterburg und erhielt dort seine militärische Ausbildung, ehe er Mitte Oktober ins Feld geschickt wurde. Am 22. Oktober 1915 kam er an der Ostfront in Russland an und machte die ersten Verfolgungskämpfe und die Schlacht am Styr mit. Es folgten weitere Kämpfe und Gefechte an der Ostfront bis zur Verlegung seines Truppenteils an die Westfront im März 1916. Reipert nahm dort unter anderem an der Erstürmung des Forts Douaumont teil (20. Mai 1916). Bereits am 31. Juli 1916 wurde er nach der Bukowina abkommandiert und erreichte den Ort Borsa am 6. August 1916. Fünf Tage später wurde er am rechten Handgelenk verwundet (Durchschuss). Am 15. August 1916 gelangte er mit dem Lazarettzug zurück nach Deutschland und kam ins Lazarett in München. Dort lernt er den Lazarettsarzt Dr. Jung kennen, woraus eine starke Freundschaft entstand. Ein Brief von ihm an Reipert vom 27. November 1917 ist noch erhalten geblieben (siehe Beitrag). Am 4. Mai 1917 erhielt Reipert das Eiserne Kreuz II. Klasse und wurde bis zum Kriegsende auf Grund seiner Verletzung nicht mehr an die Front geschickt. Am 4. September 1918 stellte er seinen Entlassungsgesuch von Königsberg aus, dem im März 1919 stattgegeben wurde. Reipert war von Beruf Architekt und ist ein eher verschlossener Mann gewesen, der zusammen mit seiner Frau Martha drei Söhne hatte. Er starb ca. 1952. Zuletzt wohnte er in Berlin-Neukölln, Krebsgang Nr. 9, 1. Stock. || Entlassungsgesuch vom 4. September 1918 von Otto Reipert. Der Gesuch endet mit der eigenhändigen Änderung Reiperts, ihn nicht zu entlassen (mich zu entlassen hat er durchgestrichen), sondern mich einer ärztlichen Kommission vorstellen zu lassen.


