Karl Endris aus Hatzenport

Der Hatzenporter Winzer Karl Endris war mit Martha, geb. Kranz, verheiratet, einer Schwester von Max Kranz (s. weitere Beiträge zu Max Kranz). Karl Endris war Vizeweldwebel in einer Munitions Kolonne bei der Infanterie.++++++ 1. Bild: Einen Überblick über seinen Kriegsdienst gibt das Personenblatt zu Karl Endris aus der Hatzenporter Kriegschronik (s. Beitrag: Kriegschronik von Hatzenport).++++++ 2. Foto: Karl Endris in Uniform 1914. Die Aufnahme wurde als Postkarte ausgedruckt, so dass er sein Bild an Verwandte und Freunde versenden konnte.++++++ 3. Kartenrückseite: So schickte er am 4. Oktober 1914 die Aufnahme als Feldpostkarte an seinen Schwager Franz Steuer in Valwig.++++++ 4. Foto: Karl Endris (2.v.l.) in einem Waldlager bei Brzeżany in Ostgalizien mit seinen Kameraden, Pfingsten 1917.

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CREATOR

Rolf Kranz

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/

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deu

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4

INSTITUTION

Europeana 1914-1918

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METADATA

Source

UGC

Contributor

europeana19141918:agent/f8f59c4cb8e7cdf730e8494d6d61f2f7

Type

Story

Language

deu
Deutsch

Country

Europe

DataProvider

Europeana 1914-1918

Provider

Europeana 1914-1918

DatasetName

2020601_Ag_ErsterWeltkrieg_EU

Language

mul

Agent

Karl Endris | europeana19141918:agent/17e6ce352d351a5157f74a039d84a769
Rolf Kranz | europeana19141918:agent/f8f59c4cb8e7cdf730e8494d6d61f2f7

Created

2019-09-11T08:47:24.334Z
2020-02-25T09:00:02.242Z
2020-02-25T09:00:02.243Z
2012-07-19 18:40:43 UTC
2012-07-19 18:42:24 UTC
2012-07-19 18:43:20 UTC
2012-07-19 18:44:02 UTC
2012-07-19 18:44:36 UTC

Provenance

INTERNET

Record ID

/2020601/https___1914_1918_europeana_eu_contributions_4183

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Kriegschronik von Hatzenport

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In den 30er Jahren legte die Gemeinde Hatzenport an der Mosel ein Erinnerungsbuch zum Weltkrieg an. Jedem Kriegsteilnehmer aus dem Ort ist eine eigene Seite gewidmet, die die wichtigsten Informationen über seinen Kriegseinsatz beinhaltet, insbesondere Angaben über Dauer, Truppenteil, militärischen Rang, Einsatzorte, Teilnahme an Kämpfen, militärische Auszeichnungen und Verwundungen, bei gefallenen Soldaten Angaben zu der tödlichen Verwundung und dem Todesort. Illustriert werden die Beiträge in vielen Fällen durch Photos der Kriegsteilnehmer. Zur Vorbereitung des Erinnerungsbuches hatten die Veteranen oder ihre Angehörigen Fragebögen ausgefüllt, zwei sind dem Beitrag beigefügt. Die Nachkriegsausgabe des Grundwerks dieser Chronik war in erster Auflage 1925 im Würzburger Verlag Christian Wegmann unter dem Titel Unserer Gemeinde Ehren-Buch erschienen und wurde bis in die 30er Jahre vertrieben. Das Buchformat beträgt 35 x 25,5 cm; die Ausgabe ist nicht datiert. Die Informationen aus den Fragebögen wurden handschriftlich mit Tinte in das Grundwerk eingetragen, die Photos zugeschnitten und eingeklebt. Die Gemeinde Hatzenport hatte mit der Vervollständigung der Chronik den Verlag Ludwig Cronauer in Bad Kreuznach beauftragt, der am 17. Juli 1934 einen Betrag in Höhe von 86,85 Mark in Rechnung stellte. Hatzenport hatte 1914 rund 850 Einwohner. Die Wirtschaft war geprägt vom Weinbau, die meisten Männer waren in Weinbau und Landwirtschaft, im Handwerk, bei der Eisenbahn und im aufblühenden Fremdenverkehr beschäftigt. Im Krieg kämpften diese Männer überwiegend als Infanteristen, viele bei der Artillerie, einige waren als Pioniere eingesetzt, andere als Scharfschützen, Maschinengewehrschützen, Flammenwerfer, Torpedobootfahrer, in fliegenden Abteilungen, in Eisenbahn-, Straßenbau- und Nachrichtenkompanien oder im Sanitätsdienst. Der Weingutsbesitzer Dr. Edmund Moritz, der Medizin studiert hatte, wurde Chefarzt im Festungslazarett Koblenz-Ehrenbreitstein. Mein Großvater Max Kranz unterrichtete seit November 1917 an der Artillerie Schießschule Wahn bei Köln. Zuvor war er seit August 1914 sowohl an der Westfront als auch an der Ostfront als Leutnant der Reserve in einem Fußartilleriebataillon eingesetzt und hatte u.a. an den Kämpfen um Verdun, der Schlacht an der Aisne und den Stellungskämpfen am Chemin des Dames teilgenommen. Der älteste Soldat aus Hatzenport war der Gefreite Peter Moritz, der im März 1917 im Alter von 47 Jahren eingezogen wurde und der Koblenzer Garnison angehörte. Der jüngste Soldat war der Kriegsfreiwillige Karl Stuntz, der bereits kurz nach seinem 16. Geburtstag im Juni 1916 zum Infanteristen ausgebildet wurde. Er kämpfte in Serbien, Mazedonien und bei Soissons, zuletzt als Unteroffizier. Der ranghöchste Soldat war Josef Kranz, der einzige Hatzenporter Berufssoldat. Er war Hauptmann und Kompaniechef in der Armee Mackensen. Er erhielt eine Vielzahl von Orden, darunter auch solche verbündeter Staaten und war zuletzt am Schwarzen Meer eingesetzt. Im Krieg gefallen sind 20 Soldaten aus Hatzenport, einer starb im November 1918 an der Spanischen Grippe.15 Soldaten geben schwere Verwundungen an. Viele Verwundungen waren so schwerwiegend, dass sie nicht ausheilten, entstellten oder Amputationen erforderlich machten. Manche Veteranen blieben auch nach Kriegsende traumatisiert, so der als Flammenwerfer kämpfende Schreiner Josef Kohlbecher, der in den Kämpfen vor Verdun selbst schwer verwundet worden war. Johann und Josef Boos sowie Peter Melchior wurden kriegsverwendungsunfähig, nachdem sie verschüttet worden waren. Diese Soldaten konnten bis an ihr Lebensende ihre Kriegserlebnisse nicht verarbeiten. Heute spricht man in solchen Fällen von einer posttraumatischen Belastungsstörung. Über die im Anhang beigefügten Blätter hinaus umfasst die Chronik rund 50 weitere Seiten, die nur Namen und Geburtsdaten von Kriegsteilnehmern mitteilen. In den meisten Fällen ist vermerkt, dass diese Personen aus Hatzenport verzogen sind. In den anderen Fällen werden die fehlenden Angaben nicht erklärt. Ergänzt wird der Beitrag durch drei Photos von Hatzenport. Das erste, kolorierte Photo wurde wenige Jahre vor Ausbruch des Weltkrieges aufgenommen und zeigt den Ort von der gegenüberliegenden Moselseite aus. Die Karte ist als Feldpost an einen Vizefeldwebel in Wilhelmshaven adressiert. Die beiden Schwarzweißaufnahmen aus dem Verlag Scharbach in Brodenbach entstanden in den 30er Jahren zu der Zeit, als das Erinnerungsbuch angelegt wurde.

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Musketier Karl Müther aus Bochum

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Der Musketier Karl Müther wurde am 25. September 1896 in Bochum geboren. Er hatte seinen Dienstantritt am 15.09.1916 und nahm an verschiedenen Stellungskämpfen an der Westfront teil. Am 28.04.1917 wurde ihm bei der Frühjahrsschlacht bei Arras der linke Daumen weggeschossen und er kam anschließend ins Lazarett. Zu diesem Zeitpunkt war er beim 3. Landsturm-Infanterieregiment, Ersatzbataillon Karlsruhe, 1. Kompanie. Um den Verlust des Daumens den Kindern nicht erklären zu müssen, hat er sich verschiedene Anekdoten einfallen lassen. Er ist stets offen mit seiner Verletzung umgegangen, indem er den Kindern vormachte, dass er durch Zaubertricks den Daumen verschwinden ließ. Was er immer wieder betonte, war, dass er froh ist, keinen Sohn zu haben, der für irgendeinen Krieg eingezogen werden kann (er selber benutzte das Wort „verheizen“). Gestorben ist Karl Müther 1960 in Bochum. || Militärpass, sowie schwarz-weiß-Fotos als Feldpostkarten. Zu sehen sind u.a. sein Bruder Joseph, der auf einem Pferd sitzt (1917) und Karl Müther in Uniform allein und zusammen mit seiner Truppe.

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Landwehrmann Karl Seeliger aus Berlin

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Fotos, Postkarten und ein Brief. Auf den Fotos sieht man Karl Seeliger, z. B. vor einem Baum stehend und wie er russische Kriegsgefangene bewacht. Der Brief ist vom Geheimen Regierungsrat Prof. Dr. von Luschan vom 5. Juni 1915 an Karl Seeliger gerichtet, in dem Luschan ihn fragt, ob er Seeliger irgendetwas ins Feld schicken könne. Luschan war Anthropologe. Die Beziehung der beiden zueinander ist unklar. Möglicherweise hat Seeliger mal für Luschan etwas als Tischlermeister hergestellt. Karl Seeliger ist der Urgroßvater mütterlicherseits von Eva Rothkirch. || Mein Urgroßvater Karl Seeliger, geboren am 07. Februar 1881 in Berlin, verstorben am 07.03.1967 in Berlin, war Tischlermeister. Bedingt durch die Inflation gab er ca. 1923 seine Werkstatt auf und betrieb für einige Jahre eine Kneipe in Berlin-Friedrichshain. Karl Seeliger diente während des Krieges als Landwehrmann, der russische Kriegsgefangene bewachen sollte. Weitere Informationen zu seinen Einsätzen sind nicht bekannt. Er war vermutlich an keinem aktiven Kriegsgeschehen beteiligt. Seine Frau Helene Seeliger (*25.10.1887, in Berlin, verstorben 11.01.1965, in Berlin) war im Krieg in Berlin Postbotin (auf der Fotopostkarte links). Seeliger hatte zwei Kinder, die auf einer Fotopostkarte im Berliner Volkspark Friedrichshain zu sehen sind. Seeliger hat später als Rentner noch in der Museumsaufsicht gearbeitet. Luise Johannes, geb. Seeliger (meine Großmutter, *01.01.1907, in Berlin, verstorben 2004, in Berlin) wurde im Zuge der Kinderlandverschickung in Lippe (Westfalen) aufs Land gebracht. Ihr Mann Karl Johannes wurde 1900 als Sohn eines Beamten des Roten Rathauses geboren. Karls Vater schickte ihn auf ein Gymnasium am Alexanderplatz. Er sollte 1916 Lehrer in Preußisch-Friedland werden und besuchte dort ein Lehrerseminar. Die gesamte Klasse von Johannes wurde 1918 eingezogen und nach Belgien geschickt. Er war dort in einer Einheit mit Pferden und wahrscheinlich aufgrund dieser Erfahrung zeitlebens Pferdebegeistert. Er kehrte körperlich unversehrt aus dem Krieg zurück.

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