Soldatenfrau mit Tochter
- Elisabeth Jäntsch, Ehefrau von Otto Jäntsch, mit Tochter Gertrud
- Foto mit umseitigem Text
- Transkription und Erläuterungen durch Gertrud Jänsch
Elisabeth Jänsch
Photograph
Brief von Soldatenfrau und -Tochter
Home Front
Letter
CREATOR
Hellge Riddell
DATE
1917
LANGUAGE
deu
ITEMS
3
INSTITUTION
Europeana 1914-1918
PROGRESS
METADATA
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Feldpost an die Tochter
2 Items
Mein Ururgroßvater Heinrich Nothwehr hat seiner Tochter Marianne am 18. März 1918 Feldpost aus Riga geschickt. Er war von August 1914 bis November 1918 Soldat, vor dem Ersten Weltkrieg war er als Schmeidermeister tätig. Der Anlass des Briefes ist der Beginn der Lehrzeit seiner Tochter, wozu er ihr seinen Glückwunsch senden möchte. Denn da er erst vor kurzem in das weit entfernte Riga geschickt wurde, kann er nicht persönlich gratulieren. Aus dem Brief geht auch hervor, dass er ihr einen Tag vorher ein Stück Seife geschickt hat. || Riga, den 18.3.18 Meine liebe Marianne! Nun ist der Tag heran gekommen, an welchem Du einen neuen Lebensabschnitt beginnst. Leider ist es mir nicht vergönnt an diesem Tage bei Euch zu weilen, wie ich es erst gehofft hatte. So recht hatte ich ja immer nicht daran geglaubt, aber nun ich jetzt hierhergekommen bin, konnte ich ja überhaupt nicht damit rechnen. Denke, ich bin im Geiste bei Euch. Werde wahrscheinlich, wenn ich frei habe, zur Kirche gehen und wünsche Dir nun alles Gute für deinen ferneren Lebensweg. Bis jetzt hat es ja in unserer Macht ge- legen, für Dein Wohlergehen und Deine Zukunft zu sorgen, soweit es in unseren Kräften stand. Wenn es uns auch in den nächsten Jahren noch möglich ist, dir Schutz und Schirm zu sein, so trittst Du ja doch hinaus in das Leben und ich habe das Vertrauen zu Dir, daß Du stets das tun wirst, was Du für richtig hälst. Die Hauptsache ist ja doch im Leben, daß man glaubt, richtig zu handeln. Hat man dann wirklich mal einen Fehler gemaht, so hilft einem immer wieder das Bewusstsein darüber hin- weg, nur das Beste gewollt zu haben. Ein kleines Geschenk ist für Dich im gestrigen Paket mit abgegangen. Zwar recht kriegsmäßig. Ein gutes Stück Seife. Die Verpackung war leider sehr beschädigt, aber Du wirst Dich wohl trotz allem darüber freuen. Es stammt selbstverständlich nicht hier aus Riga. Schmucksachen sind ja jetzt nicht angebracht und wären hier auch, wie alles Andere, zu teuer. Es grüßt D. und küßt Dich Dein Vater. || || Mein Ururgroßvater, Heinrich Nothwehr, Feldpost an die Tochter || Home Front || Letter || Der Brief, der mit schwarzer Tinte auf liniertem Papier geschrieben wurde, ist sehr gut erhalten, er war viele Jahre bei der Empfängerin in einer Kassette aufbewahrt bis diese in den 1990er Jahren verstarb. Danach kam die Kassette samt Brief in ein Gartenhaus, in dem ich ihn 2009 und viele andere Dokumente wiederfand. Der Brief hat der Vater an seine Tochter geschrieben, um sie zu ihrer nun beginnenden Lehre zu beglückwünschen. Der Brief muss für sie von besonderer Bedeutung gewesen sein, dass sie insgesamt nur zwei Briefe (auch der andere ist von ihrem Vater) aufbewahrt hat. Für mich ist er von besonderer Bedeutung, weil durch die eigene Familiengeschichte die Geschichte im Allgemeinen greifbar wird. Zum anderen ist die Tonart des Schreibens sehr rührend und das obwohl oder vielleicht gerade weil der Vater im Krieg war. || Eastern Front || || 56.9496487,24.10518639999998 || Eastern Front || Letter || Home Front || Mein Ururgroßvater, Heinrich Nothwehr, Feldpost an die Tochter
Eintrag ins Poesiealbum der Tochter
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Ulrich H. schrieb in Frankreich ins Poesiealbum seiner 10jährigen Tochter Charlotte, genannt Lotti: Aus einer Zeit, mein Kind, die ihr noch nicht versteht, wird, so ist meine Hoffnung, euch der Segen blühn, der diese bittre Not und Mühe lohnt. Wie hier die armen, treuen Menschen für euch tun und leiden, ist ganz unermessen. Die Pflicht des Dankes wolle nie vergessen, und reinste Lebensfreude sei dir, zu verrichten der Menschenliebe schöne, heil'ge Pflichten. Macht Glück dich froh, Leid dich stumm, bewahre dir dein Menschentum. Dein Vater. Geschrieben in Frankreich, 14. Juli 1917
Brief der Tochter Herta Völkel
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Feldpostbrief der 6. jährigen Tochter Herta an ihren Vater Wilhelm Völkel, der als Sanitäter in Kiel stationiert war.


