Die Gebrüder Jentzsch an der Westfront
Führungszeugnis von Martin Jentzsch vom 12. August 1914; auszugsweise Abschrift seines Militärpasses; ein Studiofoto sowie zwei Fotos mit weiteren Soldaten in Frankreich, eines davon ist mit dem 9. Dezember 1916 signiert und wurde im Kronprinzenlager in Verdun aufgenommen; ein Gesuch von Martin Jentzsch vom August 1918, seinen gefallenen Bruder Hans umzubetten; ein Brief von Hans Jentzsch an die Mutter, kurz vor seinem dem Tod verfasst.
Der Goldschmied Martin Jentzsch, Jahrgang 1894, stammte aus Leipzig und diente während des Ersten Weltkrieges ab März 1916 im Infanterie-Regiment Nr. 105. Er nahm u.a. an den Stellungskämpfen vor Verdun, an der Somme, in der Champagne, in Flandern und bei Cambrai teil. Jentzsch wurde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse sowie zweimal mit der Friedrich-August-Medaille ausgezeichnet. Im Februar 1919 wurde er aus dem Dienst entlassen.
Auch Martin Jentzsch' Bruder Hans (1898-1918), Oboist im Leipziger Gewandhausorchester, zog in den Krieg. Er diente im Infanterie-Regiment Nr. 473 und fiel am 5. Juni 1918. Als Teil der 241. Infanterie-Division nahm das Regiment zu dieser Zeit an den Angriffskämpfen westlich und südwestlich von Soissons teil. Jentzsch wurde auf dem Militärfriedhof in Pont St.-Mard, Grab Nr. 20, beerdigt. Ein Gesuch von Martin Jentzsch an das Infanterie-Regiment 473 vom 10. August 1918 mit der Bitte, seinen Bruder umzubetten, wurde abgelehnt.
Stattdessen wurde er an das Rote Kreuz verwiesen. Kurz vor seinem Tod schrieb Hans Jentzsch am 24. Mai 1918 einen Brief an meine liebe gute Mutter, der sein negatives Stimmungsbild widerspiegelt.
CREATOR
Hans Joachim Jentzsch
DATE
/
LANGUAGE
deu
ITEMS
10
INSTITUTION
Europeana 1914-1918
PROGRESS
METADATA
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