Leutnant Martin Peschlow aus Berlin nimmt an der Operation Michael 1918 teil

Martin Peschlow wurde als zweiter Sohn des Kaufmanns Carl Peschlow und Frau Liesbeth Peschlow, geb. Mühlberger im Jahr 1897 in Berlin geboren. Er diente während des Weltkriegs zwischen 1917 und 1918 als Fahnenjunker beim 3. Magdeburgischen Infanterie-Regiment 66 an der Westfront. 1918 wurde er bei der Märzoffensive verwundet, sodass er nicht mehr an weiteren Kampfhandlungen teilnehmen konnte. Peschlow wurde zum Leutnant befördert und im April 1919 aus der Armee entlassen. Ihm wurde 1918 das Eiserne Kreuz II. Klasse und 1934 in Erinnerung an den 1. Weltkrieg das Ehrenkreuz des Weltkriegs für Frontkämpfer verliehen. Zu dieser Zeit hatte er seinen Doktortitel inne und arbeitete als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter in Eichwalde.
5 Fotos (u.a. von ihm in der Krankenstation mit eingegipsten Arm, Familienweihnachtsfeier während des Ersten Weltkriegs); 2 Besitzurkunden (Eisernes Kreuz II. Klasse, Ehrenkreuz des Weltkriegs für Frontkämpfer); Lebenslauf vom 28. November 1922: Als zweiter Sohn des Kaufmanns Carl Peschlow und Frau Liesbeth Peschlow, geb. Mühlberger wurde ich in Berlin 1897 geboren. Ich habe noch eine verheiratete Schwester und zwei Brüder, die das Geschäft meines im Jahre 1920 verstorbenen Vaters übernommen haben. Mit dem 6. Lebensjahr besuchte ich die Luisenstädtische Oberrealschule zu Berlin. Im Oktober 1914 verließ ich diese Schule und siedelte nach Jena über, um an der hiesigen Oberrealschule im Frühjahr 1916 meine Notreifeprüfung zu bestehen. In dem gleichen Jahr wurde ich als Fahnenjunker beim 3. Magdeburgischen Inf. Reg. 66 aktiv. Vom Sommer 1917 bis zum Frühjahr 1918 kämpfte ich an der Westfront. In der Märzoffensive 1918 wurde ich am rechten Oberarm schwer verwundet. Im April 1919 bekam ich von der Regierung meinen Abschied als Leutnant a.D. Vom März 1918 bis zum Oktober 1920 lag ich im Lazarett, um nach 12 überstandenen Operationen mit einer chronischen Knochenentzündung entlassen zu werden. Seit April 1919 gehöre ich als immatrikulierter Student der Phil. Fakultät der Universität Jena an. In den ersten drei Semestern widmete ich mich dem Studium der modernen Sprachen und der Philosophie, um mich dann den Staatswissenschaften als Spezialstudium zuzuwenden. Martin Peschlow.

Show More
 
 
 
 

CREATOR

Jörg Peschlow

DATE

1916 - 1919-04

LANGUAGE

deu

ITEMS

8

INSTITUTION

Europeana 1914-1918

PROGRESS

START DATE
TRANSCRIBERS
CHARACTERS
LOCATIONS
ENRICHMENTS

Generating story statistics and calculating story completion status!

METADATA

Source

UGC

Contributor

europeana19141918:agent/7b2311d428994729ea7783f3da881079

Date

1919-04
1916

Type

Story

Language

deu
Deutsch

Country

Europe

DataProvider

Europeana 1914-1918

Provider

Europeana 1914-1918

Year

1916

DatasetName

2020601_Ag_ErsterWeltkrieg_EU

Begin

1916

End

1919-04

Language

mul

Agent

Jörg Peschlow | europeana19141918:agent/7b2311d428994729ea7783f3da881079
Martin Peschlow | europeana19141918:agent/a62d48a18c000d4ba3e01e96dcaf5025

Created

2019-09-11T08:26:51.118Z
2020-02-25T08:29:30.343Z
2014-01-31 09:38:44 UTC
2014-05-07 15:03:44 UTC
2014-05-07 15:03:48 UTC
2014-05-07 15:03:55 UTC
2014-05-07 15:04:02 UTC
2014-05-07 15:04:08 UTC
2014-05-07 15:04:11 UTC
2014-05-07 15:04:26 UTC
2014-05-07 15:04:44 UTC

Provenance

BE30

Record ID

/2020601/https___1914_1918_europeana_eu_contributions_12758

Discover Similar Stories

 
 
 
 

Leutnant Roland Runze aus Berlin an der italienischen Front

24 Items

Roland Runze wurde am 9. Februar 1897 in Berlin geboren. Er besuchte das Humboldt-Gymnasium in Lichterfelde und meldete sich zum einjährigen Freiwilligendienst im August 1914. Zunächst wurde er an der italienischen Front (Dolomiten) eingesetzt und kam als Leutnant im Herbst 1915 an die Westfront. Im Stellungskrieg ab Sommer 1916 an der Somme wurde er in der Gegend westlich der Stadt Albert eingesetzt. Am 24. Juni 1916 setzte in der Nähe Fricourt/Mametz eine einwöchige Kannonade der Engländer ein, bei der er sich am 29. Juni schwere Rückenverletzungen zuzog. Die nächsten eineinhalb Jahre verbrachte er in verschiedenen Militärlazaretten in Deutschland, bis er im Frühjahr 1918 wieder an der Westfront zum Kriegseinsatz einberufen wurde. Infolge einer Erkrankung an der Spanischen Grippe, konnte er ab Sommer 1918 nicht mehr aktiv an den Fronteinsätzen teilnehmen. Roland Runze verlor zwei seiner älteren Brüder, die am Ersten Weltkrieg teilnahmen: Im Oktober 1914 fiel einer der beiden Brüder, Heinz, in Flandern, im April 1918 der zweite Bruder Sextus, auch in Flandern (siehe Beitrag). Ein weiterer Bruder, Friedrich Wilhelm, geriet 1915 in russische Kriegsgefangenschaft (ca. 5 Jahre, u.a. in Krasnojarsk). Nach einer kaufmännischen Lehre und Ausbildung in Wuppertal Elberfeld ging er beruflich verschiedenen Tätigkeiten nach. 1926 ehelichte er die Norwegerin Solvier Brut. Sie erzogen ihre Kinder im Sinne einer pazifistisch orientierten Grundhaltung. Im Zweiten Weltkrieg 1940/41 war er im Rang eines Reserveleutnants in den Niederlanden und Frankreich im Einsatz. Er stand dem nationalsozialistischen Regime negativ gegenüber. Roland Runze verstarb am 19. März 1964 in Berlin. || Fotografien von Roland Runze; Berechtigungsschein zum einjährig-freiwilligen Dienst vom 10. September 1915; Zeugnis über die wissenschaftliche Befähigung für den einjährig-freiwilligen Dienst (20. August 1914); Führungszeugnisse (6./7. September 1914); Fotografie aus einer Veröffentlichung, auf der im Hintergrund Roland Runze zu sehen ist; Kriegsbericht vom Major der Reserve Bumiller Der kleine Runze (1928); Mitteilung von Roland Runze über die Abberufung an die Front; Auszug aus der Feldpost mit Skizzen von Roland Runze, die überwiegend an seinen Vater, den Universitätsprofessor und Theologen der Berliner Universität, Georg Runze gerichtet sind.

Go to:
 
 
 
 

Richard Bergmann nimmt an der Marne-Schlacht teil

20 Items

Biografie meines Großvaters Richard Bergmann, geschrieben 1963 und 1965. Der Abschnitt über seinen Einsatz während des Ersten Weltkriegs ist online gestellt. Die Erlebnisse meines Großvaters habe ich in romanform niedergeschrieben, ein Kapitel meines Buches handelt davon. Ein allerdings fiktiver Richard kommt auch vor, dieser aber fällt. Buchtitel Kap der guten Hoffnung. || Mein Großvater Richard Bergmann wurde 1890 in Daubitz geboren und meldete sich freiwillig zum Krieg. Bereits am Montag, den 2. August 1914 rückte er ein. Er diente in der leichten Munitionskolonne, beim Geschützdienst in der Artillerie (5. Armee), an vorderster Front. Alsbald lehnte er den Krieg ab. Er war den Krieg über an der Westfront im Einsatz. Bergmann nahm unter anderem an der Marne-Schlacht teil. Er unterhielt eine Wirtschaft in Daubitz zusammen mit seiner Frau Minna. Den ersten Fronturlaub bekam er 1915; das war sehr wichtig für das Fortbestehen der Wirtschaft. Seine Truppe gehörte zu den Letzten, die 1918 aus Frankreich zurück kamen. Bergmann verweigerte eine Beförderung, da er den Krieg nicht gut hieß. Am 18. Dezember 1918 kehrte er nach Hause zurück. Sein Bruder und sein Schwager, die ebenfalls am Krieg teilnahmen, fielen 1915. Richard Bergmann starb am 24. Oktober 1968 in Nisky.

Go to:
 
 
 
 

Oberleutnant Richard Timm aus Kiel nimmt an der Schlacht um Verdun teil

21 Items

Richard Ernst Karl Timm, wurde am 29. November 1891 in Kiel als erster Sohn des Kapitän-Leutnants Ernst Timm und seiner Ehefrau Elisabeth Timm, geb. Noack geboren. Seine Eltern zogen später nach Berlin. Im Alter von 11 Jahren kam Richard Timm 1902 zur Ausbildung und zur Vorbereitung auf die Offizierslaufbahn im Deutschen Heer in die Preußische Hauptkadettenanstalt in Groß-Lichterfelde bei Berlin. Die künftigen Kadetten konnten nach Vollendung des achten Lebensjahres bereits beim Kommando des Kadettenkorps angemeldet werden; aufgenommen werden konnten sie jedoch erst nach Vollendung des zehnten Lebensjahrs. Die Eltern mussten einen Erziehungsbeitrag leisten, der um die Jahrhundertwende 900 Mark pro Jahr betrug (das entsprach etwa dem Gehalt eines Leutnants). Der Bildungsgang in der Hauptkadettenanstalt war vergleichbar mit dem des Realgymnasiums. Am 18. August 1912 erhielt Richard Timm das Patent als Leutnant der Fußartillerie, am 28. November 1917 das als Oberleutnant der Fußartillerie. 1912 trat er in den Heeresdienst beim Fußartillerie-Regiment 5, 7. Batterie, des Deutsches Heeres als Rekrutierungs-Offizier ein und war bis 1918 vertretungsweise als Ordonanz-Offizier, als Leutnant und Adjutant, jedoch überwiegend als Batterie-Offizier tätig. Ab August 1914 war er bis März 1918 an der Westfront in Frankreich und Belgien eingesetzt. Er beteiligte sich an diversen Gefechten (Chavenay, Longwy, Marville, les Esparges), an Stellungskämpfen (an der Yser, bei Verdun, bei Arras und in Flandern) und mehrfach an Kämpfen auf den Maashöhen zwischen Maas und Mosel. Er nahm auch an der Schlacht um Verdun 1916 und an der Herbstschlacht 1917 in Flandern teil. Neben anderen Auszeichnungen, wurde ihm am 24. Mai 1915 das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen, wegen „erwiesener Tapferkeit und treuer Pflichterfüllung im Verlaufe des Feldzuges“. In der Zeit zwischen Oktober 1914 bis Juni 1918 war er insgesamt zehnmal in verschiedenen Lazaretten (Metz, Bad Pyrmont, Wiesbaden, Friedrichroda, Speyer, Hamburg, Stettin und Zehlendorf-Kleinmachnow). Wegen Magen- und Darmkatarrh, Gehirnerschütterung, Prellungs-Blutergüssen am Kopf, diverser Unfälle, vor Allem aber immer wieder wegen Nervenschwäche, nervöser Erschöpfung und Nervenschock. Nach dem Krieg verließ er das Heer und heiratete Margarete Rhode, die Tochter eines Unternehmers aus Berlin, die finanzielle Mittel zur Verfügung hatte, die notwendig für die erforderliche „Heiratserlaubnis“ waren, die vom Vorgesetzten erteilt werden musste. Von seinem Gehalt konnte ein Leutnant zu keiner Zeit leben (erst ab dem Hauptmann aufwärts war ein ausreichendes Einkommen vorhanden), stets war er auf Zuwendungen seiner Familie angewiesen. Geheiratet werden konnte nur, wenn die Braut genügend Geld mit in die Ehe brachte. Neben diesen finanziellen Fragen spielte für die Heiratserlaubnis auch die Herkunft der Braut eine wichtige Rolle. Nach seiner Heirat führte er mit seiner Frau ein Hotel in Kühlungsborn an der Ostsee. Das Ehepaar hatte einen Sohn und zwei Töchter. In der Zeit des Dritten Reiches war mit den durch die Organisation „Kraft durch Freude (KdF)“ vermittelten Hotelgästen kein auskömmliches Einkommen im Hotelgewerbe mehr zu erzielen und das Hotel musste in der Folgezeit aufgegeben werden. Richard Timm starb am 12. August 1933 im 42. Lebensjahr an einem „schweren Leiden“. Seine Kinder waren zwölf, neun und vier Jahre alt. Sein Vater, der Feuerwerks-Kapitän a.D. Ernst Timm überlebte ihn um fünf Jahre und starb im Jahr 1938. || (1) Fotografien von Richard Timm (2) Fotografie des Kadetten Richard Timm im Alter von 11 Jahren (1902) (3) Notizbuch in Form eines Militärausweises mit den gesamten Angaben über die militärische Laufbahn von Richard Timm, inklusive eines Ausweises, der ihm erlaubte, im Operationsgebiet photographische Aufnahmen machen zu dürfen, vom 24.10.1915; Ausweiskarte über die Berechtigung das Gelände des Depots betreten und den Depotdampfer und das Motorboot benutzen zu dürfen (4) Verleihungsurkunde für das Eiserne Kreuz II. Klasse, vom 24.05.1915 (5) Abschrift - Pensionsregelungsbehörde Nr. 9, 10.03.1920 (6) Abschrift - Personalveränderungen, der Abschied mit der gesetzlichen Pension und der Erlaubnis zum Tragen der Regiments-Uniform wird bewilligt, 28.01.1920 (7) Besitzzeugnis für das Verwundetenabzeichen in Schwarz, vom 24.02.1920.

Go to: