Das Fotoalbum Richard Kleinmanns von der Westfront.
Richard Kleinmann ist der Vater der Teilnehmerin. Er wurd geboren am 5. Januar 1898, 1915 kam er als Fahnenjunker zum Infanterie-Regiment 126. Im Januar 1917 war er in Frankreich (Champagne) eingesetzt. Nach dem Krieg machte er sein Jurastudium, er verzichtete auf Offizierslaufbahn wegen der politischen Lage nach 1919. Er starb dann 1969. Im Anhang befinden sich die Seiten aus seinem Fotoalbum. Sie tragen z.B. die Aufschriften: Lens – Stützpunkt 5 / Flandern, Oktober 1917 – Beythem; Windmühle, Fesselballone / leichter Minenwerfer / Passchendaele, Moorslede / Douai, Nov. 1917 / La Bassée, März 1917- Febr. 1918 / Bild Nr. 48: Leutnant Kleinmann / Übung bei Lille / Cambrai, April 1918 / Lys, April – Mai 1918 / 21cm Mörser bei Ferme du Prince (Vieux-Berquin) / Sailly, Mai – Juli 1918 / Avelin, Juli 1918; abgeschossenes deutsches Flugzeug bei Muscatel (Arras), Aug. 1918 / Den Abschluss bildet ein Bericht über das Leben der Familie – Erinnerungen an Richard und Elisabet Kleinmann
CREATOR
Renate Kleinmann
DATE
1917-03 - März 1917 - August 1918
LANGUAGE
deu
ITEMS
27
INSTITUTION
Europeana 1914-1918
PROGRESS
METADATA
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Fotoalbum von der Westfront
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Dieses Album stammt aus der Familie eines Arbeitskollegen und wurde an den Teilnehmer verschenkt. Es zeigt Bilder von 1914 - 1918. Der Urheber des Albums war in Frankreich eingesetzt. Er selber war Mitglied einer Fliegergruppe oder gehörte wahrscheinlicher zu deren Unterstützungstruppen dazu. Jedenfalls hat er viele Luftbilder gesammelt und zahlreiche andere selbstgeschossene Fotografien, daneben finden sich in dem Album noch einige wenige Postkarten. Aus den Bildern und ihren Aufschriften lassen sich beispielsweise folgende Angaben gewinnen: >>> Gruppenbild Studenten (wohl zum Abschied) / Abmarsch in geschmückten und beschrifteten Zügen, u.a. Paris – Münsingen! / Postkarten: Mauron; Das zerstörte Dorf Autry im Argonnerwald / Postkarte Vor Ypern heruntergeschossenes englisches Kampfflugzeug / Foto (wohl der Urheber des Albums) – Seht ihr den stolzen Reiter – Nach dem Schulreiten / Fotos der Soldaten und ihres Unterstandes / Luftaufnahme mit Beschriftung: Laviéville / Schützengräben, Unterstände; Unsere Unteroffiziere in Frontstellung / Deutsche Flugzeuge / Postkarte: Varennes / Fotos: Soldaten bei Nahkampfübungen (?) / weitere Luftaufnahmen, z.B. 15.5.1918, westl. Dernancourt, Führer Lt. Bodentstedt; Beobachter Lt. Gundermann / Postkarte mit zerstörten Tanks: Der Franzmann schöpfte aus dem Tank - Den Mut zur Offensive. Er wälzt' sich vor mit Gasgestank – Doch ging die Sache schiefe. Ei wieviel schwer erborgtes Geld – So'n Knallauto gekostet; Jetzt steh'n die Biester hier im Feld zerschossen und verrostet. / Einzelne deutsche Soldaten zu Pferd / Soldaten im Unterstand, u.a. bei einem Kostümfest / zerstörte Dörfer, Häuser, Kirchen, Bahnlinien (Ort nicht angegeben) / Felder und Gemüsebeete von dt. Soldaten übernommen – um den Protzenhof / Foto eines Soldaten an der Frontlinie mit etwas, das wie ein Horchrohr aussieht (?) / Luftbild Boulain-Ferme / Fotografien – fliegende englische Flugzeuge / Foto: Abschied von Annelles, 15.7.17 / Geschmückter Sarg und abgeschossenes deutsches Flugzeug von Lt. Biedermann, Vizefeldw. Ertl, 25.10.16 / Luftbilder aus niedriger Höhe: Dun a. d. Mars; Nantillois; Stenay; Montmedy / zahlreiche weitere Luftbilder, z. T. beschriftet, wie 21.4.1918 – w. Albert – 'Karte berichtigen' / zusammengestellte Luftbilder: Lagenbild. Flieger Abteilung 217 – aufgenommen am 11.4.1918 – Gebiet: Buire-sur l'Ancre; Treux / 21.4.1918 – w. Dernancourt – Beschriftung zu einer Frontlinie – wahrscheinlich deutsch
Fotoalbum Westfront
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Kleinformatige Photoalben. Bilder aus verschiedenen Orten in Frankreich während des Krieges. U.a. Flandern - Frelinghieu bei Lille, Boiry St. Martin, Lucky en Artrois, Eremitage. Weitere Motive von Schützengräben, Zerstörungen und Feldlazaretten.
Feldkoch Richard Gänger schreibt seinen Eltern von der Ost- und Westfront
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Ausgewählte Briefe und Postkarten von Richard Gänger an seine Eltern Hermann und Emilie Gänger, geschrieben zwischen dem 5. Juli 1914 und dem 3. März 1918; Brief des Vaters an seinen Sohn vom 5. Juli 1914. Die gesamte Feldpost der Jahre 1915 bis 1918 finden Sie unter den entsprechenden Beiträgen! || Mein Vater Richard Gänger wurde 1894 in Berlin geboren. Sein Vater Hermann Gänger besaß unter seinem eigenen Namen ein Restaurant in der Besselstraße in Kreuzberg, das bereits 1821 eröffnet wurde. Richard Gänger folgte seinem Vater beruflich und ließ sich zum Koch ausbilden. Als er am 6. Januar 1915 an die Ostfront eingezogen wurde, diente er zunächst als Maschinengewehr-Schütze des Infanterie-Regiments 432. Als er mit der Division Bredow, Infanterie Regiment 133 weiter an die russische Front verlegt wurde, versetzte man ihm im April 1915 in die Feldküche und ernannte ihn - wie er es selbst in einen Brief an seine Eltern bezeichnete - zum Gulaschkommandeur. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich in Małogoszcz. Es folgten Aufenthalte in Chęciny, Kielce und im Wald bei Aleksandrow. Im Dezember 1915 wurde Richard Gänger an die Westfront verlegt. Dort nahm er u.a. an den Kämpfen bei Verdun teil. In den letzten zwei Kriegsjahren kehrte er zurück an die Ostfront. Wie bereits in den Jahren davor schrieb er auch von dort seinen Eltern regelmäßig Briefe und Postkarten. Durch diesen Schriftverkehr erfuhr Richard Gänger auch immer von den elterlichen Sorgen und Nöten. Am schwersten traf ihn wohl die Nachricht von der Schließung des väterlichen Restaurants. Doch er versuchte seinen Vater zu beschwichtigen, der sich vor seinen Freunden und Bekannten blamiert sah. Richard Gänger kehrte lebend aus dem Krieg zurück nach Hause.


