Briefe von Lt. Hermann Stegmayer an seine Nichte Hilde Klein
Lt. Hermann Stegmayer war der Lieblingsonkel der Mutter der Teilnehmerin. Lt. Stegmayers Nichte Hilde Klein, lebte in Stuttgart. Sie sammelte die Briefe in einer von ihr genähten Hülle. Von 12. September 1917 – 26. Mai 1918 erhielt sie 16 Briefe und verschiedene Postkarten, vom Zbrucz (Sbrutsch, Fluss in der Ukraine), aus Berlin, Wilna, Brüssel. Nach dem Tod Hermann Stegmayers am 1. April 1918 kamen noch Beileidsbriefe des zuständigen Feldgeistlichen, ein Brief eines Kameraden, der bei dem Tod Stegmayers dabei war und verschiedene Todesanzeigen aus der Zeitung hinzu. Die Briefe zusammen mit ihrer Abschrift befinden sich im Anhang.
CREATOR
Renate Kleinmann-Irion
DATE
12. September 1917 – 26. Mai 1918 - 1918-03-26
LANGUAGE
deu
ITEMS
98
INSTITUTION
Europeana 1914-1918
PROGRESS
METADATA
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Das Grab von Lt. Hermann Stegmayer
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Hilde Irion erkundigte sich 1967 nach dem Grab Ihres Onkels. Die Deutsche Kriegsgräberfürsorge berichtete über die Umbettung in den 1920er Jahren und die anschließende Grabpflege. Beiliegend wurde auch eine Liste und eine Karte der anderen deutschen Soldatenfriedhöfe versandt.
Sergeant Karl Hermann Klein an der Westfront
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Sergeant Karl Hermann Klein, geb. 01.02.1888 in Weiler zum Stein, Kreis Winnenden/Württemberg, gestorben am 24.03.1961 in Guntersblum am Rhein. Hermann nahm an Schlachten an der Westfront (z.B. Vogesen) u.a. gegen die Streitkräfte der Vereinigten Staaten teil. Sein Cousin Charlie Klein, der aus den USA stammte, kämpfte auf Seiten der US-Streitkräfte ebenfalls an der Westfront. Hermann Klein machte sich große Sorgen, weil er wusste, dass sein Cousin in Frankreich eingesetzt war. Hermann war klar, dass ihm Amerikaner gegenüber lagen, gegen die er kämpfen musste. Vor dem Krieg bestand Briefkontakt zwischen der deutschen Familie Klein in Ludwigsburg-Hoheneck/Württemberg und der Mutter von Charlie Klein. Charlie konnte selber kein Deutsch schreiben, beherrschte aber das Schwäbische, ebenso wie die ganze Familie. Ausgewandert ist sie vermutlich Ende des 19. Jahrhunderts. Beide überlebten den Krieg und in der Nachkriegszeit blieb der Kontakt der Familien aufrecht. || Drei Feldpostkarten von Hermann Klein, dem Großvater mütterlicherseits: (1) Mit anderen Soldaten im Schützengraben, die vor ihrem selbst gebauten Quartier stehen, das sie den Namen „Villa Luise“ gegeben haben, Es handelt sich um eine Feldpostkarte von Hermann Klein (auf dem Foto links) an seinen Schwager, Wilhelm Härle, zum 25. Geburtstag. Wilhelm Härle war ebenfalls Soldat, und als Bäcker im Etappen-Magazin Bachères (Deutsche Feldpost 394) eingesetzt. Von wo die Karte abgeschickt wurde, ist nicht bekannt, Hermann Klein war jedoch in den Vogesen im Einsatz; (2) Ein Foto von Hermann Kleins amerikanischen Cousin Charlie Klein. Die Karte wurde offensichtlich nach dem Krieg geschickt, um mitzuteilen, dass der Cousin überlebt hat. Es bestand auch weiterhin Kontakt zwischen beiden Familien, und die Tante mit Tochter kam in den 1920er Jahren zu Besuch nach Deutschland. Die Familie lebte in Lansing/Michigan; (3) Ein schwarz-weiß-Foto des Lazaretts als Feldpostkarte vom 29.07.1918, von Hermann Klein, aus dem Lazarett an seine Frau. Es ist nicht bekannt, welches Lazarett auf dem Foto abgebildet ist. Welche Verletzung er hatte ist nicht bekannt. Es geht jedoch aus dem Text hervor, dass er schon seit Wochen lag, und noch immer nicht aufstehen konnte; Abschriften der Postkarten; (4) Ein Foto (aus den 1930/40er Jahren) von Joachim Hinrich Schlüter, geboren am 14.03.1887, diente sowohl im Ersten Weltkrieg und wurde als Frontkämpfer mit dem Ehrenkreuz ausgezeichnet, als auch im Zweiten Weltkrieg bei der Luftwaffe und wurde in Narvik/Norwegen verwundet. Er starb am 12.11.1949 in Kirchberg/Murr.
Feldpost aus russischer Kriegsgefangenschaft von Hermann Scharfenberger an seine Familie
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Hermann Scharfenberger wurde am 16.01.1885 in Bochum geboren und starb am 12.06.1941 bei einem Bombenangriff in Bochum. Im Ersten Weltkrieg geriet Scharfenberger als Unteroffizier in russische Kriegsgefangenschaft, die er im sibirischen Kamen/Gouvernement Tomsk verbrachte. Von dort schrieb er zwischen dem 8. Dezember 1916 und dem 30. Oktober 1917 seiner Frau und seinen Kindern nach Bochum Feldpostkarten, in denen er kurz von sich berichtete und sich nach dem Befinden der Familie erkundigte. Im Dezember 1916 sandte er Weihnachtsgrüße in die Heimat, verbunden mit dem Wunsch nach einer aktuellen Fotografie der Familie. Scharfenberger klagte im Januar 1917, dass ihm seit sechs Monaten keine Nachricht der Familie zugestellt wurde. Erst im Oktober 1917 erhielt er die Heimatpost (12 Karten auf einmal), für Scharfenberger ein großer Festtag. Im sibirischen Kamen bzw. in kleinen umliegenden Orten, wie Lushnikovo bei Susun arbeitete Scharfenberger zunächst auf dem Feld, auf dem er auch schlafen musste, später in einer Molkerei. Am 30. Oktober 1917 berichtete er seiner Familie von viel Schnee und erbat ein paar Schuhe und eine Hose. || 7 Postkarten aus der Kriegsgefangenenschaft bei Kamen/Gouvernement Tomsk in Sibirien.


