Josef Freiherr Roth von Limanowa-Łapanów
Generaloberst Josef Freiherr von Roth war Armee- und Korps-Oberbefehlshaber der k.u.k. Armee im Ersten Weltkrieg.
Den Zusatz von Limanowa-Lapanow erhielt er auf eigenen Wunsch 1916 um an den Sieg seiner Armeegruppe Roth in der Schlacht bei Limanowa-Lapanow zu erinnern.
Das Österreichische Biographische Lexikon (Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung) schreibt zu seiner Person:
Roth von Limanowa-Łapanów, Josef (1859-1927), Feldmarschalleutnant
Roth von Limanowa-Łapanów Josef, General. * Triest, 21. 10. 1859; † Wien, 9. 4. 1927. Sohn eines Off., Bruder des Marineoff. August R. (s. d.); wurde 1879 als Lt. aus der Theresian. Militärakad. zum Feldjägerbaon. 21 ausgemustert, absolv. die Kriegsschule und kam 1889 als Hptm. in den Gen.Stab. Nach diversen Gen.Stabsdienstleistungen (1898 Obstlt.) wurde R. 1901 Chef des Gen.Stabsbüros für instruktive Arbeiten und Übungen und war somit für das Vorschriftenwesen im Gen.Stab zuständig (1901 Obst.). Ab 1908 kommandierte er die 94. Inf.Brig. als GM, ab 1910 fungierte er als Kmdt. der Theresian. Militärakad., 1912 FML. Bei Kriegsbeginn wurde R. Kmdt. der 3. Inf.Truppendiv., 1914 Kmdt. des XIV. Korps (ab 1917 Edelweißkorps). Nachdem im Rahmen der k. u. k. Streitkräfte 1914 eine Armeegruppe unter R. mit acht Inf.Div., drei Kav.Div., drei poln. Legionen und einer dt. Inf.Div. gebildet worden war, gelang es diesem Heereskörper in der Schlacht bei Limanowa-Łapanów (1.–20. 12. 1914), den Durchstoß der russ. Armeen zwischen der 4. und 3. Armee zu verhindern. Damit konnte eine Umfassung Krakaus (Kraków) und ein Einbruch der Russen nach Schlesien abgewehrt werden, gleichzeitig wurden wesentliche Vorbedingungen für den späteren erfolgreichen Gegenangriff bei Gorlice-Tarnów geschaffen. Im Rahmen dieser Gegenoffensive im Mai 1915 hatte R. maßgebenden Anteil an der Einnahme Lublins, übernahm jedoch nach Verlegung seines Korps nach Tirol 1915 das Kmdo. über die Ost- und Dolomitenfront in Tirol (1915 Gen. der Inf.). Ab 1916 war R. Landesverteidigungskmdt. von Tirol. Nach dem Scheitern der Südtiroloffensive leitete er 1916 als Kmdt. des XX. Korps wieder einen wichtigen Abschnitt im Stellungskrieg an der Tiroler Front (1918 Gen.Obst.). Ab 21. 3. 1918 fungierte R. als Gen.Inspizierender des Heimkehrerwesens und der Militärerziehungs- und Bildungsanstalten. 1918 i. R. Nach 1918 wirkte er als Präs. des Ver. Alt-Neustadt, Präs. des Off.Verbandes, Erster Präs. des Reichskameradschafts- und Kriegerbundes und Vorsitzender des obersten Off.Ehrenrates, ab 1925 auch als Präses des Ordenskapitels des Militär-Maria Theresien-Ordens. Vielfach geehrt und ausgezeichnet, u. a. 1916 nob., 1918 Ritterkreuz des Militär-Maria Theresien-Ordens.
Felspostkarte 9x13,8cm
VORDERSEITE:
Feldpostkarte (Antwort)
Stempel: K.u.K. Feldpostamt 18.VI.15
Adressat: Herrn Walter Dressel, Glauchau in Sa.
Absender: Truppenstempel (unleserlich)
RÜCKSEITE:
Geschrieben den 17. Juni 1915
Mit bestem Gruße aus dem Felde
Josef Roth
Kommandeur des öst. ung. 14. Korps
CREATOR
Dr. Hagen Reichert
DATE
1915-06-18
LANGUAGE
deu
ITEMS
1
INSTITUTION
Europeana 1914-1918
PROGRESS
METADATA
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Eigenhändiger Brief mit Unterschrift von Johann Elert Bode (19.01.1747, Hamburg – 23.11.1826, Berlin), deutscher Astronom, an Wilhelm Freiherr von Biela (19.03.1782, Roßla – 18.02.1856, Venedig), deutsch-österreichischer Offizier und Amateur-Astronom, Berlin 15.07.1822. Der Mathematiker und Physiker Johann Heinrich Lambert holte den begabten Mathematiker und Astronomen Bode 1773 nach Berlin, der ihn bei der Herausgabe eines Astronomischen Jahrbuchs unterstützen sollte. Nach Lamberts Tod wurde Bode alleiniger Herausgeber. Außerdem arbeitete er als Gehilfe bei den Kalenderberechnungen mit. 1786 wurde Bode zum Direktor der Königlichen Sternwarte Berlin ernannt, die er bis 1825 leitete. Während seines Direktorats ließ er das veraltete Observatorium umbauen, konnte dadurch aber keine grundlegenden Arbeitsverbesserungen herbeiführen. Diese wurden erst durch spätere Neubauten der Sternwarte möglich. Bode schlug für den von Wilhelm Herschel entdeckten Planeten Uranus den heute gebräuchlichen Namen vor und entdeckte im Januar 1779 einen später nach ihm benannten Kometen. Auch wenn er aufgrund der begrenzten technischen Möglichkeiten in Berlin nur eingeschränkt als astronomischer Beobachter hervortreten konnte, so zählen Bodes Veröffentlichungen, darunter das von ihm herausgegebene Astronomische Jahrbuch und seine Sternkarten, zu den hervorragendsten astronomischen Werken der damaligen Zeit. Johann Elert Bode war ein Jugendfreund Alexander von Humboldts.


