Vier Brüder im Aktivdienst
Das Foto stellt die vier Brüder Bloch (von links Paul, Walter, Ernst, Arnold) in Uniform dar. Alle wehrfähigen Schweizer Männer hatten während der Kriegsjahre Aktivdienst zu leisten. Sie leisteten rund 125 Tage pro Jahr (ein Drittel des Jahres) Militärdienst.
CREATOR
Alexandra Bloch Pfister
DATE
1914
LANGUAGE
deu
ITEMS
1
INSTITUTION
Europeana 1914-1918
PROGRESS
METADATA
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Vier Brüder im Krieg: Ernst | Gustav († 1914) | Martin und Wilhelm Glenz († 1918)
8 Items
Alle vier Söhne von Martin und Anna Maria Glenz zogen in den Ersten Weltkrieg. Während die beiden älteren Brüder unbeschadet zurückkehrten, fiel der jüngste bereits im September 1914 und der zweitjüngste im August 1918. Was Krieg bedeutete, das wussten die vier Brüder bereits von ihrem Vater Martin Glenz (* 22.3.1847 in Seefelden – † 6.4.1926 in Seefelden). Dieser war zunächst als Landwirt tätig. Später war er Oberbriefträger in Buggingen, Britzingen und Seefelden-Betberg. Er nahm als einfacher Infanterist am Feldzug 1870/71 gegen Frankreich teil. Währenddessen machte er sich Notizen, die er später zu einem Feldzugstagebuch zusammenfasste (veröffentlicht in: Das Markgräflerland 2/1995, S. 157-166). Für seinen Einsatz erwarb er die deutsche Kriegsgedenkmünze für 1870/71 und die großherzoglich badische Felddienst-Medaille mit Schleife von 1870/71. Am 9. Dezember 1875 heiratete er Anna Maria Küstler (* 20.8.1853 in Windenreuthe – † 25.6.1917 in Seefelden). Der älteste Sohn Martin Glenz (* 19.1.1877 in Seefelden – † 14.8.1938 in Seefelden) war von Beruf Sattler. Eingesetzt wurde er im Ersten Weltkrieg im Westen. Er diente vermutlich in der Etappe, zeitweise wohl in Lille. Lange blieb er unverheiratet, bis er am 20. Dezember 1926 seine Schwägerin Anna Glenz (* 7.8.1886 in Britzingen – † 31.7.1963 in Lörrach) heiratete. Ihr Mann Wilhelm war 1918 gefallen. Der zweitälteste Sohn Ernst Glenz (* 9.12.1879 in Seefelden – † 5.12.1957 in Seefelden) machte eine Landwirtschaftslehre und leistete 1899–1901 seinen Militärdienst bei der Infanterie ab. Dann war er Landwirt. Er nahm 1914–18 am Ersten Weltkrieg teil. Eingesetzt war er überwiegend in den Vogesen (unter anderem am Hartmannsweilerkopf im Elsass) in der 1. Kompanie des Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 40 in der 12. Landwehr-Division. In Kampfpausen spielte er im Musikkorps. Ende 1916 wurde er zum Gefreiten befördert. In den Zwanziger Jahren war er Seefelder Gemeinderatsmitglied und Obmann der Zuchtgenossenschaft. Er war Mitglied des Evangelischen Vereins für innere Mission Augsburgischen Bekenntnisses. Am 11. März 1909 heiratete er Frieda Rehm (* 4.12.1886 in Sexau – † 15.2.1974 in Buggingen). Der drittälteste Sohn Wilhelm Glenz (* 12.10.1886 in Seefelden – † 25.8.1918 gefallen bei Laffaux) war bis 1913 Gutsverwalter in Ertingen bei Pforzheim auf dem „Obsthof“ des Goldfabrikanten Müller. Am Dezember 1912 heiratete er Anna Frey (* 7.8.1886 in Britzingen – † 31.7.1963 in Lörrach). 1913/14 war Wilhelm Glenz wieder Landwirt, bis er ab August 1914 am Ersten Weltkrieg teilnahm. Er diente im Ersatz-Infanterie-Regiment Nr. 29. Eingesetzt war er zunächst im Westen. Mindestens von Oktober 1916 (zu der Zeit: 5. Komp. Res.-Inf.-Regt. Nr. 257) bis April 1917 diente er in Litauen (u. a. Nowo Alexandrowsk und Nowo Wileisk). Er erhielt am 9. Februar 1915 als Unteroffizier der Landwehr die silberne Verdienstmedaille am Bande der Militärischen Karl-Friedrich-Verdienstmedaille und als Vizefeldwebel der Landwehr für tapferes Verhalten in den Vogesenkämpfen bei Senones und Markirch 1914/15 am 24. November 1915 das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen. Als Offiziersstellvertreter-Feldwebel der Landwehr erhielt er am 27. Juli 1918 die kleine goldene Verdienstmedaille am Bande der Militärischen Karl-Friedrich-Verdienstmedaille. Ende August 1918 wurde er durch Granatsplitter in den Unterleib am Chemin des Dames tödlich verwundet. Er wurde auf dem Militärfriedhof Laffaux bei Soissons begraben. Er galt als tüchtiger und gewissenhafter Soldat. Seiner Witwe Anna wurde der die tödliche Wunde verursachende Granatsplitter per Feldpost zugesandt. Sie befestigte daran eine Öse und trug ihn dann um ihren Hals. 1926 heiratete sie Wilhelms Bruder Martin. Auch der jüngste der Brüder, Gustav Glenz (* 19.10.1888 in Seefelden – † 8.9.1914 gefallen im Westen), fiel im Krieg. Im Zivilleben war er landwirtschaftlicher Aufseher des Prinzen von Löwenstein in Langenzell/Odenwald auf Gut Utphe. Dort heiratete er am 8. März 1913 Anna Lang (* 31.12.1891 in Reilsheim – † 7.4.1965 in Rockenau/Odenwald). Er fiel bei Kriegsbeginn am Rhein-Marne Kanal bei Sermaises/Frankreich. Im Anhang finden Sie folgende Bilder: Martin und Anna Maria Glenz mit ihren vier Söhnen (Anhang 1: vorne von links: Gustav, Anna Maria, Martin sen. und Wilhelm Glenz; hinten von links: Ernst und Martin Glenz); das Feldzugstagebuch von Martin Glenz sen. (2); Martin Glenz jun. (3); Ernst Glenz (4); Wilhelm Glenz (5); Gustav Glenz (6); Familie Glenz 1917 (Anhang 7: in Uniform von links: Wilhelm, Martin und Ernst Glenz; die Übrigen von links: Anna, Frieda jun., Martin sen., Anna Maria, Anna jun. und Frieda Glenz); noch heute zeugt das Weltkriegsdenkmal in Seefelden von den toten Glenz-Bürdern (8). Mehr zu Wilhelm Glenz und seinen Auszeichnungen erfahren Sie bei Eingabe des Stichwortes Glenz im Suchfeld von europeana. || || Familie Martin und Anna Maria Glenz || Martin und Anna Maria Glenz mit ihren vier Söhnen || Photograph || || Das Feldzugstagebuch von Martin Glenz sen. 1870-1871 || war of 1870-1871 || Diary || || Martin Glenz jun., German soldier, Portrait Soldat || Photograph || Martin Glenz jun. || || Trench Life || Photograph || Ernst Glenz im Graben || || Photograph || Soldier Wilhelm Glenz || Wilhelm Glenz || || Gustav Glenz || Photograph || || Familie Glenz || Photograph || || Seefelden || Other || Remembrance || Weltkriegsdenkmal in Seefelden || Memorial, Denkmal
Drei Brüder im Krieg
1 Item
Die Brüder Karm, Johann geb.1879, Peter geb.1881, und Jakob, geb.1883, waren im Krieg an Ost- und Westfront verteilt. Die Ansichtskarten und Bilder sind meist von ihnen. Johann war Schreiner in Ihn. Peter war Pater im Kloster Teterchen (Lothr.) starb 1916 in Berlin. Jakob war Schneider in Ihn.
Vier Soldaten
10 Items
Diese vier Soldaten stammen aus der Familie des Ehemannes der Teilnehmerin. Karl Albrecht, 1891-1919 – ist der eine Großonkel. Der andere Großonkel ist Gotthilf Albrecht, hier auf einem Freilichtporträt zu sehen. Christian Lämmle ist ein Großvater. Hier ist er als Mitglied seiner Militärmusik (Tambour-)Abteilung zu sehen. Wilhelm Schatz (1894-1969) ist der zweite Großvater. Das eine Bild von ihm zeigt ihn bei seiner Arbeit in der Sanitätsabteilung, das andere ist ein Studio-Porträt, das in Waiblingen geschossen wurde.


