Zeitvertreib für die Soldaten
Weil ...sowohl die Verwundeten in den Lazaretten als auch Wachtmannschaften an der Front oft sehr unter Langerweile leiden, wurde dieses Buch herausgegeben, das als willkommener Gast in Schützengräben, Lazaretten und Kasernen Eingang finden sollte.
Mein Urgroßonkel Erich Klemme, der 1915 eingezogen wurde und in einer Artillerieabteilung der Westfront zum Einsatz kam, hatte wohl keine Langeweile, keine freie Zeit, die er mit diesem Heft füllen konnte und vermachte es schon während des Krieges seiner kleinen Schwester Elfriede, die - am Ende des Krieges erste elf Jahre alt - wahrscheinlich noch nicht allzu viel anfangen konnte. Da es aber vom großen Bruder war, von dem sie wusste, daß er weit weg und in Gefahr war, wurde dieses Heft in Ehren gehalten und auch lange nach seiner Rückkehr aus dem Kriege aufbewahrt.
Das Heft wurde im April 1915 erstaufgelegt und erschien im November des gleichen Jahres schon in der dritten Auflage. Es beinhaltet in acht Kapiteln Rätselaufgaben, Scherzaufgaben, Rechenaufgaben, Streichholzkünste, Leichte Kunststücke, Zimmerspiele, Gesellschaftsspiele und Humoristisches. Während die Scherzfragen nach heutigen Maßstäben fast schon ein wenig kindlich klingen (Welche Rosen duften nicht? Die Mat-rosen), bleibt dem Leser im Kapitel Humoristisches vor lauter Hurra-Patriotismus bei den meisten Witzen das Lachen im Halse stecken.
CONTRIBUTOR
Uwe Halle
DATE
1915 - 1918
LANGUAGE
deu
ITEMS
4
INSTITUTION
Europeana 1914-1918
PROGRESS
METADATA
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