Das Tagebuch von Rudolf Christian Johann Büchner
Am 29. Juli 1950 heirateten der damals 65-jährige Invalide Rudolf Christian Johann Büchner die ein Jahr ältere Modistin Catharina Rüffer in Beuel. Über das Leben der Eheleute sowie die Umstände der Hochzeit ist nichts Näheres bekannt. Rudolf Büchner diente im Krieg. In seinem Tagebuch finden sich mehrere Einträge aus der Kriegszeit, sowie Aufrufe des Kaisers und patriotische Gedichte. Zudem klebte Büchner mehrere Geldscheine aus der Zeit der Inflation nach dem Weltkrieg in sein Tagebuch. Darin befindet sich ebenso ein Foto von einem Schlachtfeld, das mit Nach der Schlacht bei Ypern beschrieben ist.
Bei dem Objekt handelt es sich um das Tagebuch von Rudolf Büchner, das neben handschriftlichen Eintragungen, Zeitungsausschnitte aus verschiedenen Jahren des Krieges, Geldscheine und Fotos beinhaltet. Ebenso befindet sich im Tagebuch eine Heiratsurkunde des Standesamtes Beuel.
CREATOR
Erni Heinen
DATE
1914 - 1918
LANGUAGE
deu
ITEMS
11
INSTITUTION
Europeana 1914-1918
PROGRESS
METADATA
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Tagebuch und Dokumente von Johann Kaller
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Johann Kaller, der Großvater der Übringerin, wurde in Freudenthal in Schlesien 1881 geboren. Lernte Bäcker, ging nach Wien und wurde Straßenbahnschaffner (einige Fotos), und war schließlich Kammerdiener bei Baron Rothschld (u.a. in der Langau bei Lunz am See). Dort lernte er auch seine spätere Frau Maria Neubauer kennen, die dort Köchin war, in der Steiermark geboren und Waisenkind. Heirat 1914. Er war stationiert in Olmütz, 1916 wurde er im Viehwagon über Krakau nach Rumänien verlegt (1 Kriegstagebuch 1916), 1916 wurde seine Tochter Wilhelmine geboren, die er in der Korrespondenz öfter erwähnt, weiters 2 Feldpostkarten mit Zeichnungen von Unterständen an seine Frau Mitzi, er starb im Lazarett in Sezana bei Triest (damals Italien, heute Slowenien) 1918, durch eine Lungenentzündung, die er sich bei der letzten großen Offensive zugezogen hatte. Er ist begraben auf dem Soldatenfriedhof von Sezana, mit einem namentlich gekennzeichneten Grabstein. (Todsurkunde, Kondolenzschreiben). Seine Witwe Maria hatte nach dem Krieg Probleme, die österreichische Staatsbürgerschaft zu erlangen, obwohl gebürtige Steirerin. Sie war formal Tschechin (weil ihr Mann aus Tschechien gewesen ist.) Vermutlich ist eine Scheinehe eingegangen, um diesen Problemen zu entgehen. Weiters noch Schreiben über Zahlungen der Rothschilds an Maria Kaller nach dem Krieg. EXTRA: von Großonkel der Übringerin Johann Kienast: Verleihungsurkunde Militärverdienstkreuz 3. Klasse || - Fotos von Johann Kaller als Straßenbahnschaffner (weiters Porträtfotos von einigen seiner Freunde) vor WKI - Foto Johann Kaller als Kammerdiener bei Baron Rothschild (vor WK1). 1913 - eine Menüfolge des Baron Rothschild von 1913 - handgeschrieben - 1 Porträtfoto von Maria Neubauer ca. 10er Jahre + div. Familenfotos Johann und Maria Kaller mit Tochter Wilhelmine (während des Kriegs) - 1 Original Kriegsanleihe über 100 Kronen (Wien 1. Mai 1915) - Noten zu einem Marschlied Der Kaiser hat gerufen 1914 zu karitativen Zwecken ausgegeben. - EXTRA: von Großonkel der Übebringerin, Johann Kienast: Verleihungsurkunde Militärverdienstkreuz 3. Klasse - 1 Kriegstagebuch 1916, (3 Hefte) - 2 Feldpostkarten 1917 mit Zeichnungen des unterstands (vermutlich Rumänien) - 1 handgeschriebene militärische Gebrauchs-Anweisung, Gas - 1 Brief (Kopie + Abschrift) 1918 vor Offensive - Briefe aus Lazarett in Sezana 1918, die eine Krankenschwester in seinem Namen schrieb (Abschrift + Kopie) - 1 Kondolenzschreiben an Maria Kaller (1. Oktober 1918 von Gusti Stopfer, auch ehemals Rothschild-Bedienstete) - 1 Dankesschreiben für Kondolenz von Maria Kaller - 1 Telegramm über Tod von Johann Kaller - 1 Totenscheinabschrift über Tod von Johann Kaller (war zuletzt KuK Schweres Artillerie-Regiment Nr. 78, Grab Nr. 250 Sezana) - Kopien von Dokumenten über Staatsbürgerschaftsprobleme von Maria Kaller 1921 (Heimatschein, 1 Dokument über nicht verzeichnete Opition für Republik Österreich) - Briefe der Familie Rothschild über Zahlungen an die Witwe Maria Kalle nach dem 1. WK - 3 Schreiben aus russischer Kriegsgefangenschaft an Maria und Johann Kaller (unbekannter Absender)
Leutnant der Reserve Carl Christian Rudolf Haubold aus Rochlitz
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(1) Fotos von Christian Haubold (Jugend- und Militäbilder) (2) Urkunde über die Verleihung des Ritterkreuzes II. Klasse des Albrechtsordens mit Schwertern, Dresden, 4. Februar 1918 (3) Patent des Königs von Sachsen über die Ernennung des Vizefeldwebels Carl Christian Rudolf Haubold zum Leutnant der Reserve (4) Handschriftliche Erklärung und Erlaubnis des Vaters von Christian Haubold, des Veterinärrats Haubold, seinen Sohn als Kriegsfreiwilligen zur Armee zu schicken, Meißen, den 7. Oktober 1914 (5) Schriftliche Einwilligung des Vaters von Christian Haubold, des Veterinärrats Haubold, seinen Sohn zum Einjährig-Freiwilligen Militärdienst zu schicken, Meißen, den 10. Januar 1914 (6) Orden: Eisernes Kreuz II. Klasse; Ritterkreuz II. Klasse Albrechtsorden mit Schwertern; Ehrenkreuz des 1.Weltkrieges mit Schwertern. || Der Landwirt Carl Christian Rudolf Haubold wollte sich 1914 zum Dienst als Einjährig-Freiwilliger melden. Dazu benötigte er die Erlaubnis des Vaters, einem Veterinärrat in Meißen. Trotz der Erlaubnis des Vaters wurde Christian abgewiesen, weil er zu groß und zu dünn war (Sie dünne Puppe können wir im Krieg nicht gebrauchen.). Er bewarb sich erneut und wurde nach Kriegsausbruch angenommen. Er wurde Unteroffizier, 1917 Leutnant der Reserve des Landwehr-Infanterie-Regiments 388. Er erhielt 1918 das Ritterkreuz II. Klasse des Albrechtsordens mit Schwertern.
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