Unteroffizier Dr. Karl Zimmermann in Flandern
Briefwechsel zwischen den Eheleuten Dr. Karl und Dorothea Zimmermann; geschrieben zwischen dem 6. Januar 1916 und dem 24. Juni 1916.
Der Jurist Dr. Karl Zimmermann diente als Unteroffizier in der 1. Kompanie des 1. Bataillons des Reserve-Infanterie-Regiments 285, in der 54. Reserve-Division des 27. Armeekorps, und war in Flandern stationiert.
Während dieser Zeit schrieb er seiner Frau Dorothea Zimmermann zahlreiche Briefe. Davon erhalten sind aber nur noch die Briefe vom Januar 1916 bis zum Juni 1916. Karl Zimmermann starb 1951 im Gefängnis Bautzen, wo er zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe wegen kritischer Äußerungen verurteilt wurde.
CONTRIBUTOR
Barbara Konrad
DATE
1914-01-06 - 1916-06-24
LANGUAGE
deu
ITEMS
17
INSTITUTION
Europeana 1914-1918
PROGRESS
METADATA
Discover Similar Stories
Der Unteroffizier Georg Zimmermann im Ersten Weltkrieg
4 Items
Georg Zimmermann wurde am 11. Juli 1893 als erster Sohn des Bauern Leonhard Zimmermann und dessen Frau Margarethe Gögner in Kirchrimbach bei Scheinfeld geboren. Aus der Zeit, die er u.a. an der Westfront und in Rumänien verbrachte, sind zwei Photographien erhalten, die seine zweite Frau Margaretha Frühwald in einer Photoschatulle aufbewahrte. || 2 Photographien von Georg Zimmermann || || Photograph || Unteroffizier Georg Zimmermann
Militärarzt Dr. med. Karl Repetzki in Telsche
5 Items
Mein Großvater Dr. med. Karl Joseph Repetzki wurde am 3. Mai 1889 in Zawadzki (Zawadzkie) geboren. Er war verheiratet mit Marie-Therese, geb. von Rapacki-Warnia (*14.10.1899 auf Gut Woiska; + Mai 1995 in Berlin), die unsere Familienchronik schrieb. Er war während des Krieges Militärarzt. In der Familienchronik steht zu ihm: Man schrieb das Jahr 1918. Der Erste Weltkrieg war beendet, und die deutschen Soldaten – so sie nicht gefallen oder in Gefangenschaft waren, kehrten in die Heimat zurück. Der junge Militärarzt Dr. med. Karl Joseph Repetzki war Anfang des Krieges in einem Feldlazarett in Frankreich eingesetzt, wo er die Feuertaufe erhalten hatte. Danach kam er als Kreisarzt in einen abgelegenen kleinen Ort Telsche, einer kleinen Kreisstadt an der litauisch-russischen Grenze, wo er ein Gebiet von vielen Meilen, zeitweilig mit Geländefahrten auf einer Art Troika zu bewältigen hatte. – Er dachte jedoch später noch gern an diese Zeit. Nun kam er auf dem Heimweg mit seiner kleinen reduzierten Militärtruppe durch das abgelegene, halb polnische Bergarbeiterdorf Rokittnitz Kreis Beuthen Oberschlesien, wo es weit und breit keine ärztliche Betreuung gab, geritten. Er beschloss, sich als Bezirksarzt der Oberschlesischen Knappschaft dort niederzulassen. Zuerst waren dort die Wohnungsverhältnisse denkbar primitiv und die weiten Entfernungen seines Praxisgebietes mußten mit dem Fahrrad bewältigt werden. – Später erhielt er in einer neu erbauten Arbeitersiedlung der Gräflichen Ballestem’schen Verwaltung ein Doktorhaus. Es lag hübsch im Grünen umgeben von einem Obst- und Blumengarten. Die Nachkriegszeit an der polnischen Grenze war unruhig, und polnische Insurgentenbanden terrorisierten die Bevölkerung. Der Arzt als „Freund und Helfer der Menschheit“ blieb jedoch weitgehend von ihnen verschont.“ Dr. med. Karl Joseph Repetzki hatte das Gymnasium in Gleiwitz (Gliwice) besucht und studierte in Greifswald sowie Breslau (Wroclaw) Medizin. Nach dem 1. Weltkrieg wirkte der Stabsarzt der Reserve in Oberschlesien als praktischer Knappschafts-„Sprengelarzt“ und Geburtshelfer. Er wurde bei Grubenunfällen gerufen. Anfang der 1930er Jahre baute er ein eigenes Haus mit Arztpraxis in Rokittnitz (Zabrze-Rokitnica, ul. Sniadeckich 4), in dem sich auch heute noch Gesundheitseinrichtungen befinden. Als Kolonnenarzt des Deutschen Roten Kreuzes bildete er Sanitäter, Krankenschwestern und Helferinnen aus. Er lehnte es stets ab, einer Nazi-Organisation beizutreten, obwohl offenbar Druck von Seiten der SA bestand, und verwies als Begründung auf dieses sein gesellschaftliches Engagement. Als er den 2. Weltkrieg kommen sah, meinte er „Der Verrückte aus Braunau wird uns alle noch ins Unglück stürzen“ und „Das wird eine ganz große Katastrophe!“ Er verstarb am am 4. Juni 1938 in Rokittnitz, Kreis Beuthen (Zabrze-Rokitnica) nach kurzer schwerer Krankheit. Sein Gedenkstein auf dem Friedhof von Zabrze-Rokitnica ist bis heute immer mit Kerzen und Blumen geschmückt. || Fotos: als Militärarzt im 1. Weltkrieg, 2 x Gedenkstein Friedhof und 1 x Ärztehaus Rokitnica. Text und Bilder von seiner Enkeltochter Beatrice Repetzki, Mai 2014.
Unteroffizier Karl Dinkela aus Emden
16 Items
Karl Friedrich Ernst Dinkela, der 1881 in Emden zur Welt kam, absolvierte nach Abschluss der Realschule eine Lehre als Bankbeamter und trat am 2. Oktober 1905 einen einjährigen Freiwilligendienst in der kaiserlichen Armee bei der 1. Kompanie des Oldenburgischen Infanterie-Regiments Nr. 9 an. Am 30. November 1906 erfolgte seine Überstellung in den Reservekader des Militärs. Ab dem 25. Juni 1908 verrichtete er im Infanterieregiment von General Stüpnagel seinen Dienst, nachdem er vom 1. Mai bis 25. Juni zu Übungszwecken nach Charlottenburg eingezogen wurde. Am 27. Juli 1909 wurde Karl Dinkela zum Gefreiten ernannt und trat einen Tag später im Regiment Prinz Carl von Preußen Nr. 12 seinen Dienst an. Mit Beginn der Mobilmachung diente Dinkela ab dem 6. August 1914 beim Ersatzbataillon Graf Dönhoff in Ostpreußen, wurde jedoch bereits einen Tag später wegen Dienstunfähigkeit entlassen, zum 1. April 1915 nach Berlin überstellt und zur Kompanie Landstreit-Infanterie des Ersatz-Bataillons I überstellt. Vom 28. April bis 23. Mai 1916 war Karl Dinkela überzähliger Unteroffizier (diesen Grad erlangte er mit seiner Beförderung am 15. September 1915) in die 2. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons in Berlin, bevor er an die 2. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons in Cottbus überstellt wurde und dort bis zum 15. Juli 1916 verblieb. In dieser Zeit erlangte er die Stellung eines etatmäßigen Unteroffiziers (28. Mai 1916). Dinkela wurde im Juli 1916 gemäß Verfügung des stellvertretenden Generalkommandos zur Verfügung der Deutschen Bank Berlin unter Zurückstellung bis 31. Dezember 1916 entlassen. Er bezog eine Wohnung in Charlottenburg. Am 22. April 1918 erfolgte noch eine Nachmusterung, deren Ergebnis unbekannt ist. || (1) Militärpass von Karl Friedrich Ernst Dinkela (2) Feldgesangsbuch (3) Das Soldatenkind (4) Gloria-Victoria - Des Deutschen Volkes Liederbuch aus großer Zeit


