Schmiedssohn findet nassen Tod
In der Schlacht am Skagerrak am 01.06.1916 wird die S.M.S. Pommern durch einen britischen Torpedotreffer versenkt.
Die gesammte Mannschaft wurde dabei mit in die Tiefe gerissen. 839 Tote
Minna an Otto Büsing (Schwester u. Bruder)
Kogel
Kogel d. 3/4
denk dir Sonntag erhielt Franz die Nachricht, er sei zur I. Werft Division umbestimmt. Dann kommt er wohl nach Kiel und wird Mariner.
1. Juni: Unsere Hochseeflotte ist bei einer nach Norden gerichteten Unternehmung am 31. Mai auf den uns erheblich überlegenen
Hauptteil der englischen Kampfflotte gestoßen. Es entwickelte sich am Nachmittag zwischen Skagerrak und Horns Riff eine Reihe
schwerer, für uns erfolgreicher Kämpfe, die auch während der ganzen folgenden Nacht andauerten.
In diesen Kämpfen sind, soweit bisher bekannt, von uns vernichtet worden: Das Großkampfschiff “Warspite”, die Schlachtkreuzer
“Queen Mary” und “Indefatigable”, zwei Panzerkreuzer, anscheinend der “Achilles”-Klasse, ein kleiner Kreuzer, die neuen
Zerstörerführerschiffe “Turbulent”, “Nestor” und “Alcaster” sowie eine große Anzahl von Torpedobootszerstörern und ein
Unterseeboot. Nach einwandfreier Beobachtung hat ferner eine große Reihe englischer Schlachtschiffe durch die Artillerie unserer
Schiffe und durch Angriffe unserer Torpedobootsflottillen während der Tagesschlacht und in der Nacht schwere Beschädigungen erlitten.
Unter anderen hat auch das Großkampfschiff “Marlborough”, wie Gefangenenaussagen bestätigen, Torpedoboottreffer erhalten.
Durch mehrere unserer Schiffe sind Teile der Besatzungen untergegangener englischer Schiffe aufgefischt worden, darunter die beiden
einzigen Überlebenden der “Indefatigable”.
Auf unserer Seite ist der kleine Kreuzer “Wiesbaden” während der Tagesschlacht durch feindliches Artilleriefeuer und in der Nacht S.
M. S. “Pommern” durch Torpedoschuß zum Sinken gebracht worden. Über das Schicksal S. M. S. “Frauenlob”, die vermißt wird, und
einiger Torpedoboote, die noch nicht zurückgekehrt sind, ist bisher nichts bekannt.
Die Hochseeflotte ist im Laufe des heutigen Tages in unsere Häfen eingelaufen.
Drei Fotos/Postkarten
1. Portrait Franz Heinrich John August Büsing *16.05.1891 † 31.05.1916; Oberheizer auf der SMS Pommern
2. Mannschaft SMS Pommern; Bismark-Denkmal Knivsberg bei Apenrade/DK
3. S.M.S. Pommern
Portrait Matrose Franz Büsing
Matrose Franz Büsing
Portrait meines Großonkels
Photograph
CREATOR
Guido Weinberger
DATE
1916-05-31 - 1916-06-01
LANGUAGE
deu
ITEMS
3
INSTITUTION
Europeana 1914-1918
PROGRESS
METADATA
Discover Similar Stories
Tod in der Champagne 1915
1 Item
Mein Onkel, Otto Walter Felber meldete sich nach seiner Kaufmannsausbildung in London als Kriegsfreiwilliger 1914 in Aue/Sachsen. Nach der militärischen Ausbildung kam er mit dem 2. Ersatz-Bataillon 104, Ende März 1915 an die Westfront in der Champagne. Die letzte von ihm erhaltene Nachricht war eine Feldpostkarte vom 20.03.1915. Die darin ausgedrückte Hoffnung auf ein Wiedersehen mit der Schwester kam so nicht mehr zustande. In der Champagne stand er in vorderster Front zu Beginn der zweiten großen Schlacht vom 25.9.1915. Er wurde bei der Artillerie-Vorbereitung des französischen Angriffs südöstlich von St. Souplet-sur-Py im Schützengraben von einer Granate um 7.30 Uhr am 23.9.1915 tödlich (durch Kopfschuss) getroffen. Er starb im Alter von 21 Jahren vier Monaten und zehn Tagen. Mit seiner hervorragenden Ausbildung in England blieb ihm nur der unumkehrbare Weg in den Tod. Er fand seine letzte Ruhe im Kameradengrab von Souain / Marne (11320 Gefallene) || Otto Walter Felber in Zivil in London 1913; Otto Walter Felber in Uniform von 1914; Feldpostkarte (Otto Walter Felber vorne links liegend) an Schwester Marie Felber vom 20.03.1915: Liebe Schwester, ich habe gehört, daß kürzlich mal zwei Damen nach mir gefragt haben und vermute, daß Du dabei warst. Schade, daß wir uns nicht mal gesehen haben. Mittwoch oder Donnerstag komme ich ins Feld. Hoffentlich sehen wir uns gesund wieder. Herzliche Grüße von Deinem Bruder Walter
Getreu bis in den Tod
2 Items
1 Propagandabild für ein Sammelalbum der Reihe Der Weltkrieg. 1914-1918 von 1933. Serie 12, Bild 3. Aus dem amtlichen Material des Reichsarchivs Potsdam. || Das Propagandabild gehört zu einer 85-teiligen Albumreihe Der Weltkrieg. 1914-1918 von 1933 und wurde von den Immalin-Werken Mettmann/Rheinland herausgegeben. Es zeigt ein Pferd neben einem toten Reiter während des Feldzuges in Serbien vom 06.10.-28.11.1915. Das Bild ist mit den Spruch Getreu bis in den Tod versehen.
Die Bibel als Rettung vor dem Tod
4 Items
Kommentar zum übersandten Foto Mein Vater geriet im ersten Weltkrieg als Soldat der Infanterie in die schweren Kämpfe vor Verdun. In wunderbarer Weise wurde er durch seine Bibel gerettet, die er als frommer Christ immer bei sich trug und während des Schlafes im Unterstand unter seinen Kopf legte. Als eine Granate einschlug und den Unterstand zertrümmerte, wurden viele seiner Kameraden schwer verwundet oder getötet. Ein etwa 4 cm großer Granatsplitter zerfetzte die Bibel unter seinem Kopf, durchschlug sie aber nicht völlig, so dass mein Vater unverletzt am Leben blieb. Die Bibel, ein kostbares, in der Familie aufbewahrtes Erinnerungsstück, war sehr real seine Rettung zum Leben gewesen.


