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Schreiben von Sophie Sautier an die Großherzogin Luise; Rücktritt von Prof. Ferdinand Julius? Stark vom Vorsitz des Frauenvereins?; Rechtfertigung der Tätigkeit des Frauenvereins; Klage über die aktuelle Regierung; Gründung eines Landesverbands
Item 1
Transcription: Durchlauchtigste Grossherzogin, gnädigste Fürstin, Herrin und Frau ! Euerer Königlichen Hoheit möchte ich herzlichst danken für das Schreiben mit Euerer Königlichen Hoheit Unterschrift versehen, das mich sehr beglückt hat. Herr Geheimerat Müller hat Euerer Königlichen Hoheit schon mitgeteilt, dass die Gründung des Landesverbandes nicht ganz so ausgefallen ist, wie wir es für den Frauenverein gewünscht hatten. Herr Prof. Stark meint, er wolle sein Amt als Vorsitzender niederlegen. Ich versuche ihn aber zu veranlassen, dass er es als Ehrensache ansehen möchte, gerade in dieser kritischen Zeit auf dem Platze auszuharren,
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Kriegserlebnisse von Helmuth Schellenberg an der Westfront (nach Tagebuch erstellt)
Item 24
Transcription: item 24 - 18 - Ich brachte es zu einem Fussbad in einem aufgestauten Rinnsal. Obwohl die Feldküche sich verspätete, gab es ein fröhliches Lagerleben, das allmählich fast zu fröhlich wurde, wegen des vielen Rotweins, der wie Stallhasen Marmelade u.s.w. trotz Verbots aus dem Dorf herbeigeholt wurde, und als der Komman- dierende General (Huens) vorbei kam, war die Begeisterung be- ängstigend gross. Da Ausschreitungen vorgekommen waren,wurde erneut streng das Verhalten im Feindesland durchgesprochen. Bei Sonnenuntergang gings wieder weiter, zuerst so durchs Ge- lände, dann auf einer schönen Waldstrasse, die wie der Leut- nant mit dem Zündholz an einer Tafel feststellte, zur Ville dé Baccarat gehörte. Wir sahen an ihr zunächst Röte am Horizont, die bald als Brandrauch deutlicher wurde. Nach etlichen Halten waren wir drin, wo sich schon mehr Soldaten herumtrieben,auch Bayern sollten schon da sein. Während wir auf die Anordnung (12.-15.IX.1914 geschrieben) der Unterkunft warten,erfährt ir- gend wer, dass in der Nähe noch ein franz. Proviantmagazin sei; der Oberleutnant schickt sofort die erste Gruppe, wo ich da- bei bin, hin. Ich stolperte in der Dunkelheit auch gleich über einen Brotleib.Jeder guckt in der Dunkelheit, was ihm nützlich erscheint und es wird gleich verteilt,Brot,Suppenwürfel und unendliche Mengen Kaffeewürfel. Gleich darauf stellt das Ober- kommando eine Wache davor. Unsere Kompagnie (200 Mann) kommt in drei Häuser, ich in eine verlassene feine Villa, wo ich mich mit einem andern in eine Riesenmatratze und eine schwere Decke teile. Einer muss vor dem Haus wachen. Ich melde mich auf Anfrage gleich freiwillig, denn der Erste hats immer am besten, er kann nachher durchschlafen, was ich auch tue. Jeder schaut sich übrigens in der Küche um. Es ist noch etwas Zucker und Mus da, sonst nichts mehr Brauchbares, die Wasserleitung läuft nicht. 25. Um 5 Uhr aufstehen, wie immer in 5 Minuten und das gilt für langsam, da man eigentlich nachts nicht einmal abschnallen soll. Während wir eben in der Feldküche Kaffee empfangen, kracht auf einmal ein Schuss, da ist wieder einem einer losgegangen, denkt alles, aber gleich folgen immer mehr Schüsse, alles von uns aus hinter einer Gartenmauer nicht zu sehen. "Herrgott, da halten sie sich gegenseitig für Franzosen", denkt alles und ein Offizier lässt "das Ganze Halt" blasen.Es nützt nichts,kein Zweifel, in der zu unserm Standort (Bahnhofs- platz) rechtwinkligen Hauptstrasse sind Franzosen. Wir berei- ten uns arauf vor, dass sie demnächst uns freundlich kommen, einige gehen ins Haus, einige hinter einen gefallenen Gaul. Einige behaupten steif und fest, drüben auf einem Baum stehe ein Franzos. (Natürlich Unsinn). Sie kommen aber doch nicht und wir sammeln uns, um einzugreifen, wenn man weiss, was los ist. Da knallt es plötzlich auch von dem etwa 500 m entfernten mit- telgrossen gotischen Hauptkirchenturm, wie der Rauch vor den Schalllöchern zeigt. Aber auch bei uns gehts jetzt energisch los, ein Maschinengewehr knattert unaufhörlich etwas erhöht hinter uns der Major Kuhlmann ruft: "Artillerie auf den Kirch- turm feuern" Bumm ß ß baut, einige Steine fallen vom Turm,beim zweiten Schuss ist das ganze Glockenstockwerk im Rauch, der ganze Turm wackelt deutlich; ein Pfeiler zwischen zwei Schall- löchern ist weggeschossen. Wir sehen noch ein paar Schüsse ein-
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Schreiben von Sophie Sautier an die Großherzogin Luise; Gedanken zum Geburtstag des verstorbenen Großherzogs Friedrich I.
Item 2
Transcription: Werken der Nächstenliebe. Den bescheidenen Kranz wollen Euere Königliche Hoheit gnädigst entgegennehmen mit dem Ausdruck allertiefster Ehrfurcht und Ergebenheit Euerer Königlichen Hoheit ergebendste, treu gehorsamste Sophie Sautier
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Schreiben von Sophie Sautier an die Großherzogin Luise; Gedanken zum Geburtstag des verstorbenen Großherzogs Friedrich I.
Item 1
Transcription: Karlsruhe, den 9 Sept 1908 Durchlauchtigste Großherzogin, gnädigste Fürstin! Heute am Geburtstage unsers unver- geßlichen Großherzogs sind meine Gedanken mit ganz besonderer Treue und Dankbarkeit bei Euerer Königlichen Hoheit. Ich bitte den gnädigen, allmächtigen Gott, daß er Euerer Königlichen Hoheit Kraft geben möchte diesen sonst so freudigen Tag in stillem Friede verbringen zu können. Möchte der Allgütige Euerer Königlichen Hoheit die Gesundheit erhalten und kräftigen, damit Euere Königliche Hoheit noch lange uns ein Vorbild sein können in allen
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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Eltern holten ihre Kinder ab; Hoffnung darauf | den Schulbetrieb im Januar wieder aufzunehmen
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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]
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Schreiben von Emilie Göler von Ravensburg an Großherzogin Luise; Bericht über eine gelungene Feier am 12.11. und die bevorstehende Adventszeit
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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]
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Schreiben von Emilie Göler von Ravensburg an Großherzogin Luise; Anzahl der Kinder in der Pension
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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]
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Schreiben von Emilie Göler von Ravensburg an Großherzogin Luise; Die Notwendigkeit einer Einrichtung wie das Viktoria-Pensionat in der aktuellen Zeit
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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]
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