Notgeld Bozen 1918 (Südtirol)
Die prekäre Versorgungslage der Bozner Bevölkerung gegen Ende des I. Weltkrieges betraf auch den Geldverkehr: der akute Mangel an Geldscheinen und Münzgeld schränkte die Barzahlungen immer stärker ein,die Bankfilialen wurden geschlossen, die Auszahlung von Löhnen, Pensionen und Sozialleistungen von Kriegsgeschädigten war stark beeinträchtigt. Bereits Ende Oktober 1918, noch vor dem Waffenstillstand und der Besetzung durch italienische Truppen, ließ die Bozner Stadtverwaltung unter Bürgermeister Dr. Julius Perathoner Geldanweisungen drucken, deren Einlösung von der Stadtkasse garantiert wurde. Vorerst sollte dieses «Notgeld» eine beschränkte Geltung von November 1918 bis 31. Jänner 1919 aufweisen. Allein die bloße Ankündigung veranlasste die Sparkasse als führende Bank Bozens am 6. November 1918 eine Wiedereröffnung der wegen Bargeldmangels geschlossenen Schalter in Aussicht zu stellen.Die am 9. November 1918 über die Bozner Zeitungen bekannt gemachte Ausgabe des Notgeldes wurde allerdings bereits am 13. November 1918 von der italienischen Militärverwaltung verboten. Damit konnten die gedruckten, aber noch nicht nummerierten Geldscheine nicht ausgegeben werden. Es wurden Geldscheine im Wert von 50 Heller,1 Krone, 10 Kronen und 100 Kronen gedruckt.
46.80368499999999,11.244327999999995
Notgeld Bozen 1918 50 heller
Notgeld Bozen 1918 1 Krone
Notgeld Bozen 1918 10 Kronen
Notgeld Bozen 1918 100 Kronen
CREATOR
Gerhard F.
DATE
1918-11
LANGUAGE
deu
ITEMS
4
INSTITUTION
Europeana 1914-1918
PROGRESS
METADATA
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Notgeld
2 Items
3 deutsche Geldscheine: Reichsbanknote 20 Mark --- Darlehenskassenschein 5 Mark und Darlehenskassenschein 1 Mark || 3 Geldscheine || || 3 deutsche Geldscheine: Reichsbanknote 20 Mark --- Darlehenskassenschein 5 Mark und Darlehenskassenschein 1 Mark || Front || Other || Argent allemand
Briefmarken Lokalausgabe Hilfspost Meran 1918 (Südtirol)
1 Item
Es handelt sich um die Briefmarkenausgabe Meraner Hilfspost, die vom 25. November bis 5. Dezember, für Postkarten und Briefe, und für die Meraner Zeitung sogar bis 15. Dezember 1918 verwendet wurde. Da die Stadt Meran (damals noch bei Österreich) am 7. November 1918 vom italienischen Militärkommando besetzt wurde, kam in den kommenden Tagen der Bahn- und Postverkehr in Richtung Vinschgau zum Erliegen. Aus diesem Grund hat sich die Kaufmannschaft von Meran, mit Genehmigung des italienischen Militärkommandos, entschieden, einen postalischen Hilfsdienst für die Versendung der Meraner Zeitung und die Postkorrespondenz für die Mitglieder des Gremiums der Kaufmannschaft des Kurbezirkes Meran einzurichten. Das war die Geburtsstunde der Meraner Hilfspost, die als Frankatur neben österreichischen und italienischen Briefmarken verwendet wurde. Es wurden Gremialmarken zu zwei, fünf und zehn Heller hergestellt. Gedruckt wurden sie von der Buchdruckerei Pleticha in Meran. Es gibt zwei Ausgaben dieser Marken: die erste mit Wertangabe (mit Gummierung) und die zweite mit dem Wappen von Meran (mit und ohne Gummierung). Auf der ersten Ausgabe steht der Text Hilfspost des Handelsgremium des Kurbezirkes Meran und auf der zweiten Gremium der Kaufmannschaft des Kurbezirkes Meran. Ausgegeben wurden sie in Kleinbögen zu 9, 10 und 12 Marken. Aufgrund der wenigen Tage, die für die Anfertigung zu Verfügung standen, gibt es von allen Marken Abklatsche und diverse Farbvarianten (Briefmarkenkatalog Sassone Ausgabe catalogo specializzato 1 - Merano). Der Wert von 2 Heller wurde für die Versendung von Zeitungen, die 5 Heller für Postkarten und die 10 Heller für Briefe verwendet. Abgestempelt wurden die Briefe, Postkarten und Zeitungen, die in Richtung Vinschgau gesendet wurden, in Algund. Es gibt auch Briefe und Postkarten mit den Gremialmarken mit Poststempel Schlanders, Naturns, Marling, Partschings, Schluderns, Graun, Reschen,Glurns usw. Die Auflage dieser Marken ist sehr niedrig. Besonders schwer zu erhalten sind Postkarten und Briefe mit den Marken. Auflagezahl 1. Ausgabe: 2 Heller rosa 840 Stück, 5 Heller oliv 240 Stück, 5 Heller smaragd 180 Stück, 10 Heller ultramarin 240 Stück, 10 Heller hell ultramarin 180 Stück. Bei der seltensten handelt es sich wohl um die 10-Heller-Katalognummer 12A (2. Ausgabe), von welcher wahrscheinlich nur ein Kleinbogen (10 Stück) gedruckt wurde. Es handelt sich um eine Farbvariante der orangenen 10-Heller und wurde ohne Gummi verausgabt. Genauer beschrieben werden die Marken im Katalog Sassone Ausgabe catalogo specializzato 1 - Merano.
Einschreibebrief von Sterzing (Südtirol) nach Bern 1918
2 Items
Einschreibebrief vom 8. Dezember 1918 von Sterzing (bis 1918 bei Österreich) nach Bern. Es wurden bereits italienische Briefmarken (Besetzung durch das italienische Militär) verwendet, und der Brief durchlief die Zensur. || || Letter || Einschreibebrief von Sterzing nach Bern 1918 || || Einschreibebrief von Sterzing nach Bern 1918 || 46.89266749999999,11.433601700000053


