Zeichnung vom Stellungskampf am Serwetsch
Farbig gestaltete Zeichnung aus dem Besitz meines Großvaters Karl Oswald Scholze: Stellungskampf am Serwetsch.
Leider ist nicht bekannt, woher bzw. von wem die Zeichnung, die mit W. Jezionek signiert ist, stammt; oder ob es sich um einen Kameraden o.ä. handelt. Vom 18. September bis November 1916, W. Jezionek 12/404 // 017.
Mein Großvater mütterlicherseits Karl Oswald Scholze, geboren am 22. Juni 1884 in Thiemendorf, arbeitete im Königshainer Steinbruch als Steinmetz. Er erzählte immer: Die Steine die ich gehauen hab, sind die Mauer (Deichmauer) in Helgoland. Er war verheiratet mit Olga Scholze, geborene Scheer, mit der er zwei gemeinsame Kinder hatte. Seine Tochter Getrud wurde 1914 geboren und der Sohn Hans, der kurz nach dem Krieg an einer Blutvergiftung starb (lernte Tischler und verletzte sich).
Scholze war Ersatzreservist und wurde am 3. August 1914 als Ersatzrekrut zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 6 in das 2. Rekruten-Depot eingezogen. Er rückte im Dezember 1914 ins Feld nach Russland an die Ostfront ein.
Er erlitt am 31. Januar 1915 bei Wola Szydlowiecka an seinem Ellenbogen einen Durchschuss und konnte sich daher nicht mehr richtig bewegen und alleine anziehen. Aufgrund seiner Verwundung wurde er am 31. Mai 1916 aus dem Militärdienst entlassen und wurde als dauernd dienst- und arbeitsunfähig eingestuft. Zwar musste deshalb mein Großvater nicht mehr an die Front, konnte aber die kleine Wirtschaft in Königshain nicht mehr weiter unterhalten und musste sie letztendlich verkaufen. Der Käufer der Wirtschaft wurde ca. 1946 enteignet. Scholze wurde später Fleischbeschauer und starb im September 1968 in Schöpstal.
CONTRIBUTOR
Karl Oswald Scholz
W. Jezionek
DATE
1916-09-18 - 1916-11
LANGUAGE
deu
ITEMS
2
INSTITUTION
Europeana 1914-1918
PROGRESS
METADATA
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