Fotoalbum von Ernst Günther Christian Voigt
Fotoalbum von Ernst Günther Christian Voigt mit Bildern vom Fronteinsatz in Üsküb (Skopje) in Mazedonien, Serbien, Philippopel (Bulgarien), Prilep (Mazedonien), Cernatal (Rumänien) und in der Türkei sowie Postkarten mit gezeichneten Motiven aus britischen Kriegsgefangenenlager in Ägypten.
Nach dem Türkeieinsatz war Voigt in der deutschen Garnison in Jerusalem stationiert.
Nach Kriegsende absolvierte er eine Ausbildung zum Reederei- und Großhandelskaufmann in Kairo.
Feldpostkarte vom 21.08.1916 von Gerhard Hankel aus Chemnitz an seinen Onkel G. Voigt und seine Tante in Erfurt. Die Abbildung zeigt ihn mit seiner Truppe. Hankel diente im Infanterie Regiment 104, 1. Ersatz-Bataillon.
Western Front
Women
Other
Imperial Forces
CREATOR
Bernd Honig
DATE
1916 - 1918
LANGUAGE
deu
ITEMS
51
INSTITUTION
Europeana 1914-1918
PROGRESS
METADATA
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Kürassier Wilhelm Günther
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Am Anfang dieses Beitrages steht der Eigentumspallasch meines Großvaters Heinrich Müller. Diese Waffe wurde nur als Prestigesymbol getragen. Dass die schweren Dienstpallasche an der Ostfront noch zum blutigen Einsatz kamen zeigt das Schicksal des Kürassiers Wilhelm Günther von der 3. Eskadron der 7. Kürassiere. Sein Foto lässt die vernarbte, schreckliche Verwundung durch den Hieb eines Kosakensäbels erkennen. Zudem durchschlug ein zweiter Hieb seinen rechten Arm. Hier der Auszug aus der Regimentsgeschichte vom 02. Dezember 1914: Noch übler erging es der Patrouille des Uffz. Fischer, die westlich der großen Straße Rypin-Sierpc vorgeschickt war. Der Unteroffizier ritt von Süden nach Sierpc hinein bis auf den Marktplatz, stieß dort auf überlegenen Feind und wurde verfolgt. Hierbei holten die Kosaken zunächst den Gefr. d. Res. Kraatz ein, töteten ihn nach tapferster Gegenwehr und begruben ihn, wie wir später von den Einwohnern hörten, mit militärischen Ehren in Studzieniec. Der Kür. Günther, eingeholt und zum Gefangenen gemacht, versuchte zu entfliehen und verteidigte sich gegen seine Verfolger mit dem Pallasch, bis ihm ein schwerer Hieb den rechten Arm, ein zweiter das Gesicht durchschlug. Schwer verwundet musste der brave Mann sich nun in das harte Schicksal der Gefangenschaft ergeben und erleben, dass sein Arm amputiert wurde. Sein Pferd Nordpol wurde vom Sergt. Köhler nach der Wiederbesetzung von Sierpc auf einer Fouragier-Patrouille bei einem Müller wiedergefunden, an den es die Russen verkauft hatten. Der arme Gaul hatte 3 Säbelhiebe über die Kruppe erhalten, hat dann aber doch noch lange Dienst in der Schwadron getan. Günther wurde sicher nach dem Frieden von Brest-Litowsk aus der Gefangenschaft entlassen, da er auf dem Foto die Uniform des Regiments trägt, starb aber bereits am 11. Februar 1919 an den Folgen seiner Verwundung. Quelle Bild/Text: Das Kürassier-Regiment von Seydlitz (Magdeburgisches) Nr. 7, seine Geschichte von Victor Köhler
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