Der Fernmelder Ernst Müller des Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiments Nr. 3
Braunes Pappnotizbuch sowie einzelne Blätter mit unterschiedlichen Bleistiftzeichnungen von Kameraden, der Umgebung in Frankreich und Frauenportraits. Es enthält zudem den letzten Brief des Fernmelders Ernst Müller an seinen Vater, datiert am 19.01.1917. Schwarzweiß-Fotos von Ernst Müller, den Kameraden und seiner Familie.
Fotos, Skizzen und ein Feldpostbrief (zusammengefasst in einem Notizbuch) des Fernmelders Ernst Müller (1897- 1917). Die Fotos zeigen u.a. ihn zusammen mit seinen Kameraden des Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiments Nr. 3 und seine Familie. Die Skizzen fertigte er alle selbst an und zeigen verschiedene Motive, u.a. Rainsars/Frankreich.
Ernst schrieb einen Brief an seine Eltern kurz bevor er mit 20 Jahren bei Verdun im Schützengraben fiel. Ernst Müller adressierte besonders seinen Vater, Balthasar Müller, der auch Berufssoldat war, und berichtete diesem vor allem über die unmenschlichen Bedingungen im Grabenkrieg und den schlechten Umgang der Vorgesetzten mit den jüngeren Rekruten. Auch wie sehr ihn das Erlebte emotional und psychisch mitnahm und belastete, geht aus diesem Brief hervor. Die Erwartungen, die an ihn und die anderen Soldaten gestellt wurden, ließen jedoch wenig Raum zur Verarbeitung der Schrecken und so schreibt er seinem Vater, dass er sich schäme geweint zu haben.
Zusätzlich zum Brief und den Aufzeichnungen finden sich im Notizbuch militärische Leitungsbezeichnungen für Fernmeldeziele, sowie Tagebucheinträge und die Feldpostadressen seiner Kameraden.
Ernst Müller starb am 21.10.1917 infolge von Verschüttung. Laut des Totenzettels versuchte seine Kompanie seinen Leichnam noch zu bergen, dies war aber aufgrund des zu starken Beschusses vom Feind nicht möglich.
CREATOR
Klaus Goldammer
DATE
1917-01-19
LANGUAGE
deu
ITEMS
46
INSTITUTION
Europeana 1914-1918
PROGRESS
METADATA
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