An der Sommefront
An der Somme-Front Herbst 1915/Frühjahr 1916. Die Fotoserie besteht aus 25 Negativen im Format 6x9. Sie sind - mit Lücken – von 14 – 64 durch nummeriert, danach richtet sich die von mir festgelegte Reihenfolge. Datierung: Aufgenommen wurden die Fotos wahrscheinlich im Frühjahr/Frühsommer 1916, noch vor Beginn der Somme-Schlacht am 1. Juli, weil Bunker betoniert werden und – abgesehen von einigen zerstörten Häusern – die Situation noch ziemlich friedlich und harmlos wirkt. Das entspricht den Tatsachen bei der Besetzung von Nordfrankreich zwischen Ende 1914 und Frühjahr 1916. Im Gegensatz zu Belgien, wo die deutschen Truppen äußerst brutal gegen angebliche Franctireurs vorgingen und zahlreiche Massaker unter der Zivilbevölkerung anrichteten, gab es in Nordfrankreich wenig Probleme. Die deutschen Soldaten fühlten sich wie zu Hause. In Bapaume z. B. richteten sie Lesehallen und Kinos ein. Sie halfen in der Landwirtschaft und organisierten die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung. Arbeiten für die deutschen Besatzer wurden korrekt bezahlt. Erst im Frühjahr 1916, mit dem Beginn der Verdun-Offensive und den Vorbereitungen für die Sommeschlacht, endete die Besatzungs-„Gemütlichkeit“ abrupt. (vgl. DAMALS 8/1998, S.31) Einheit: Bei der fotografierten Artillerieeinheit handelt es sich um die 6. Batterie des Reserve-Feldartillerie-Regiments 54, die von meinem Onkel, Vize-Wachtmeister Hans Kramer (26.11.1894 – 14.11.1957) aus Stuttgart, kommandiert wurde. (Er ist auf Bild 9 ganz rechts zu sehen, sowie auf Bild 20 mit Gitarre und auf Bild 25, Zweiter von rechts). Er wurde am 26. Mai 1915 in Belgien durch mehrere Schrapnellkugeln verwundet und nach längerem Lazarettaufenthalt am 22.Oktober nach Nordfrankreich verlegt. Mit ihm in seiner Batterie sein jüngerer Bruder Hermann Kramer (27.9.1897 – 5.9.1916), der sich von der Schulbank im Karlsgymnasium Stuttgart weg, am 1. Juli 1915 als Kriegsfreiwilliger gemeldet hatte (Er ist auf Bild 1 mit Batterie-Maskottchen „Peter“ und auf Bild 25 links oben zu sehen). Er fiel am 5.9.1916 bei Le Forest, etwa 8 km nordwestlich von Peronne, am Frontverlauf vom 6. September. Einsatzort: Die Bilder 3-5 zeigen Ver- oder Entladen des Artillerieregiments auf Eisenbahnwaggons im Oktober 1915. Verladestation wäre wahrscheinlich Münsingen auf der Schwäbischen Alb gewesen. Die übrigen Fotos sind in Nordfrankreich im Raum Peronne-Combles-Manancourt aufgenommen. Dort gibt es auch Kontakte mit der Zivilbevölkerung (Bild 15 und 18). Bild 16 und 17 zeigen den Bau eines Betonbunkers, Bild 23 den fertigen Bunker, der auch schwerem Artilleriefeuer standhalten sollte. .
CREATOR
Martin Kramer
DATE
Herbst 1915/Frühjahr 1916
LANGUAGE
deu
ITEMS
25
INSTITUTION
Europeana 1914-1918
PROGRESS
METADATA
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1 Item
An der Vojusa - Fotografia aparține Muzeului Național Brukenthal - Muzeul de Istorie „Casa Altemberger” (se regăsește în mapa „OSTERREICH UNGARN IN WAFFEN”).


