Erinnerungsteller für die Johanniterschwester Elisabeth Gräfin von Schwerin
Erinnerungsteller aus dem Jahr 1915 für die Etappen-Schwester Elisabeth Gräfin von Schwerin mit der rückseitigen Inschrift:
Ein Segenspfand, gewidmet jenen Händen, die herbem Kriegsleid sanfte Linderung spenden von Ludwig Fulda. Zur Erinnerung an große Zeit 1915.
Gestalter: Zeichnung von Prof. L. V. Zumbusch.
Walter Borrmann war während des Krieges Felddivisionspfarrer. Er kam zunächst an die Westfront nach Frankreich, wo er mit seiner Truppe u.a. in Abaucourt und Létricourt halt machte. Um 1916 herum wurde er an die Ostfront verlegt. Nachdem er Soldaten vor einem Gasangriff retten konnte, wurde er mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet.
In Tarnopil lernte er seine spätere Ehefrau, die Johanniterschwester Gräfin Elisabeth von Schwerin, kennen. Diese erhielt 1915 einen Erinnerungsteller für ihren bisherigen Einsatz während des Krieges. Der Vater von Elisabeth von Schwerin war Polizeipräsident und hatte ein Gut in Ziethen bei Anklam. Die Heirat fand im Oktober 1917 statt. Zwei Jahre später kam ihr erster Sohn Friedrich Martin zur Welt. Im Mai 1920 folgte ihre Tochter Margarethe.
Einige Jahre später zog die Familie Borrmann nach Königsberg. Dort lebten sie bei Walter Borrmanns Vater August Borrmann, der dort das Kranken- und Diakoniehaus Barmherzigkeit leitete. 1928 stieg Walter Borrmann zum Superintendent des Kirchenkreises Angermünde und Propst von St. Marien auf. Er ging 1960 in den Ruhestand und starb fünf Jahre später in Berlin. Seine Frau Elisabeth von Schwerin starb bereits 1932 in Angermünde.
CONTRIBUTOR
Harald Tischer
DATE
1915
LANGUAGE
deu
ITEMS
2
INSTITUTION
Europeana 1914-1918
PROGRESS
METADATA
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