Elfriede Gaebler verliert ihr Vermögen
(1) Anstecker W 1914\n
(2) Dokument über das Vermögen von Elfriede Gaebler: Gerichtsschreiberei des Großherzoglichen Amtsgerichts Krakow vom 24. März 1911
(3) Erklärung von Elisabeth Goschin, Tochter von Elfriede Gaebler
(4) Quittung über Erhalt von Kriegsanleihen 1918
Als meine Mutter Elfriede Gaebler zwei Jahre alt war, starb ihr Vater Hans Gaebler. Er vererbte ihr ein für die damalige Zeit beträchtliches Vermögen. Aufgrund ihres Alters fiel die Verwaltung des Vermögens an ihren Stiefvater, den Veterinär und Schlachthofdirektor in Waren an der Müritz Eugen Zbiranski.
Im Zuge der Aktion Gold gab ich für Eisen verlor er das gesamte Vermögen seiner Stieftochter. Während des Krieges wurde Zbiranski mit seinen Pferden eingezogen. Er erhielt die Aufgabe, sich um die verwundeten und kranken Pferde zu kümmern. Mehr ist über meinen Stiefgroßvater aus dieser Zeit nicht bekannt. Er überlebte den Krieg und starb 1932.
CREATOR
Elisabeth Goschin
DATE
1911-04-24 - 1918-04-04
LANGUAGE
deu
ITEMS
5
INSTITUTION
Europeana 1914-1918
PROGRESS
METADATA
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Berichte der Mitgefangenen von Alwin Metz über ihr Leben nach der Rückkehr aus Kriegsgefangenschaft
9 Items
Berichte von Mitgefangenen von Alwin Metz über ihr Leben nach der Rückkehr aus Kriegsgefangenschaft: ********************************************************************************** (1) Brief vom 11. Februar 1921 aus Hamburg an A. Metz ********************************************************************************** (2) Brief vom 9. August 1921 aus Königsberg an A. Metz ********************************************************************************** (3) Brief vom 14. September 1921 aus Königsberg an A. Metz ********************************************************************************** || Der spätere Lehrer Alwin Metz, geb. am 2. Januar 1896 in Oppurg, Thüringen, absolvierte vom 7. Januar 1914 bis zum 1. Oktober 1914 seine Reservistenausbildung an verschiedenen Orten. Als Kriegsfreiwilliger meldete er sich 1914 zum Heeresdienst. Er diente im 9. Bataillon des 224. Reserve-Infanterie-Regiments und war zunächst bis zum 18.12.1914 an der Westfront in Frankreich im Einsatz. Im November/Dezember 1914 wurde er in die Karpaten verlegt. Bei einem Gefecht gegen russische Soldaten in der Nacht zum 1. Februar 1915 erlitt er einen Unterleibsdurchschuss und wurde bei Tuchla gefangen genommen. Sein Lazarett befand sich in Stryj, in der Nähe von Lemberg. Metz wurde nach seinem Aufenthalt im Lazarett in Stryj über Brody, Kiew und die Krim nach Moskau gebracht (März 1915). Ab November 1915 war er in Blagoweschtschensk am Amur (Благове́щенск) interniert, nahe der chinesischen Grenze. Aus seinen Aufzeichnungen gehen weitere Zwischenstationen in Petropawlosk, Omsk, Tobolsk, Tjumen und Nowo Nikolajewsk hervor (August bis November 1915). Als Metz nach Blagoweschtschensk verlegt wurde, war er Leiter der Lagerbibliothek (Bücherwart und Inventarverwalter) und gründete auch einen Chor oder eine Laienspielgruppe. Metz war maßgeblich an der Gestaltung des Lagerlebens beteiligt und an der Freizeitgestaltung der Mitgefangenen. Spätestens ab Mai 1919 befand sich Alwin Metz in dem Kriegsgefangenenlager in Zairkutny-Gorodok bei Irkutsk. Alwin Metz wurde während seines Rückwegs in die Heimat mehrfach zurückgeschickt. Wahrscheinlich war es nicht der offizielle Rücktransport, sondern eine Flucht aus dem Lager, bei der er wieder gefangen genommen und ins Lager zurückgeschickt wurde. 1920 verließ Alwin Metz endgültig das Lager und kehrte am 2. Juli 1920 nach Hause zurück. Vier Tage später, am 6. Juli 1920, entließ man ihn offiziell aus der Armee. Während seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft, vom 4. Juni bis zum 2. Juli 1920, auf dem Weg von Sibirien nach Thüringen zurück, führte er ein Tagebuch, dass er in alter Gabelsberger Stenografie verfasste. Zurück in der Heimat unterhielt Alwin Metz in Briefen Kontakt zu ehemaligen Mitgefangenen. Ihm wurde nachträglich am 1. Dezember 1921 vom Weimarischen Krieger- und Vereinsbundes die Kriegsdenkmünze 1914/18 des Kyffhäuser-Bundes sowie im Juni 1921 das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen. Metz hielt zahlreiche Vorträge über seine Kriegsgefangenenzeit in Sibirien vor interessierten Bürgern und Einwohnern in Oppurg und in Neustadt und als Lehrer vor Schülern. Er war bei verschiedenen Vereinen aktiv (Imker, Geflügelzüchter, Kaninchenzüchter). Alwin Metz zog als kriegsbegeisterter Soldat in den Krieg, um gegen die Russen als Feinde zu kämpfen und kehrte nach über fünf Jahren in Gefangenschaft als Freund der Russen zurück.
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