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Kriegserlebnisse von Helmuth Schellenberg an der Westfront (nach Tagebuch erstellt)

Item 26

Transcription: item 26                                             - 20 - etwa von 10 Mann 5 einen Spaten und einer einer eine Beilpicke,die andern nichts wie z.B. ich, weil ich Anfangs das Fernglas hatte, dann nahm ich einen weggeworfenen franz. Spaten an mich und dann eben diese geschätzte Beilpicke, einen Tag lang schleppte ich beides. Noch einen Fund machte ich hier. Aus dem zerschlagenen Fenster eines geschlossenen Pförtnerhäus- chens holte ich mit dem Bajonett,( mit dem man auch Obst von den Bäumen holt), eine neue Zeitung heraus. Ueberschrift:Nos victoires. Zuerst, was mir neu war, dass sie wieder in quel- ques Faubourgs de Mühlhouse waren und 6 Kanonen genommen ha- ben wollten. "Wir stehen unverändert bei Saarburg" O ho! Dann ein echt französischer Artikel über ihren Empfang durch die Lothringer, ebenso eine Adresse der Belgier, an die ebenfalls unterdrückten Els.Lothr.Nachrichten über die Wegnahme deut- scher Handelsschiffe. Wer die erste deutsche Fahne nimmt,be- kommt durch ein Testament 25000 Fr.On dit, dass sie bereits genommen s ei. Ich brachte die Zeitung nachher dem Oberleut- nant, nachdem die Kompagnie sich wieder beim Schloss gesam- melt hatten.Mit meiner Beilpicke wurden noch schöne Büroräu- me eröffnet, wo wir uns frisch mit Bleistiften versorgten.Die Bevölkerung brachte alle möglichen Ess-und Trinkwaren, man konnte sich Löcher im Anzug flicken lassen."Vous anriez tout ce que vous voulez, on soignera bien les blessés (Tatsache nach eigener Erfahrung,) mais (weiter kann ich nicht mehr fran- zösisch) verschont uns mit Euerm Bum - Bum." Noch als man nach 4 Tagen in d-wuirer Ferne die schweren hörte, steckten die Pflegerinnen  ängstlich die Köpfe zusammen:"Jl  faudra s´on  aller".- Wir marschierten endlich um 1 Uhr ab, sahen eine ge- plünderte Strasse, dann auf der Brücke 90 tote Franzosen,die offenbar in unser MaschinVerwundeteengewehrfeuer gekommen waren, dann den Kirchturm. Weiterhin brannten die Geschäftshäuser; wo die Strasse eng wurde, sprang man wegen der Hitze und um nicht von den herabfallenden Dächern getroffen zu werden. Dann gings durch hochgelegene, winklige Stadtteile mit schönen Ausblicken auf das Meurthe-Tal, dann einen Hohlweg in die Berge hinein. Hier lagen unendliche Mengen von Weinflaschen, wohl von Deut- schen leer getrunken, dann trampelten wir uns selbst eien Weg durch alle Aecker und kommen auf eine grosse Strasse. Bei der grossen Beanspruchung ist sie nur noch in der Mitte gut,rechts und links hat sie tiefe Furchen, in die man aber bei starkem Verkehr beim Ausweichen oft hinein muss, besonders die Autos machen sich unbeliebt. Man schaut gewohnheitsmässig nach den franz. Tornistern, die massenhaft am Weg liegen, obwohl man sich denken kann, dass alles Brauchbare (Konservenbüchsen und Biskuitts) schon längst herausgenommen ist.                   Wir kommen dem Gebummer und Geknatter immer näher, schliesslich hört man ab und zu schon ein zu hoch gegangenes Geschoss pfeifen. Wir ziehen uns links in einen Wiesengrund "(Alles ist niederes Hügelland). Der Major kommt geritten:      "300 m links in den Wald" dort legen wir uns wieder hin.Das Geknatter entfernt sich. Wir als Reserve rücken nach.Schon lie- gen gelegentlich Tote und Verwundete da, einer schreit kläg-

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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Eltern holten ihre Kinder ab; Hoffnung darauf | den Schulbetrieb im Januar wieder aufzunehmen

Item 2

Transcription: aus allen, mir insbesondere. So unendlich  ... durch  höchstiche...  gnädigen Worte und Nachrichten, daß ich nicht innig genug dafür danken kann! Gott  ...  Eure  Königliche Hoheit und lasse in die- sen dürren Tagen als  er..uckenden   ...au zurückhallen alles, was Eure Königliche Hoheit jetzt tun, um andere zu erfreuen, zu tragen und zu  ...r(...)ähten .  Gott... , daß Eure Königliche Hoheit mit  ...  Lieben wohl ge- borgen sind! Dr. Drettler brachte uns gute Nachricht über Eurer Königlichen Hoheit Befinden und beglückte mich durch Eurer Königlichen Hoheit gnä- gen Gruhs, für den ich untertännigst und innigst danke. Im V. P. sieht es jetzt sehr anders aus! Eure Königliche Hoheit wissen schon, daß die Ereignisse tief in un- sere Arbeit eingegriffen haben. Schon am 9ten wurden mehrere Kinder abgeholt, desgleichen am  10ten und 11ten. Andere Eltern hat-

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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Eltern holten ihre Kinder ab; Hoffnung darauf | den Schulbetrieb im Januar wieder aufzunehmen

Item 1

Transcription: Karlsruhe  d. 25.11.18. Durchlauchtigste Großherzogin, Allergnädigste Fürstin und Frau, Euer teuren Königlichen Hoheit  klu...sch , ich möchte  recht/nicht  oft Nachricht geben vom lieben  V. P., soll mir ein heiliges Vor- recht und ein Vorzug sein, der in dieser freudlosen Zeit etwas tief innerlich Beglückendes hat! Eure Königliche Hoheit haben

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Kriegserlebnisse von Helmuth Schellenberg an der Westfront (nach Tagebuch erstellt)

Item 25

Transcription: item 25                                              - 19 - schlagen, dann bekommen wir Befehl zum Vorgehen,auf der an- deren Seite der Strasse. Wir klettern  mit dem Bajonett über eine mannshohe Parkmauer und kamen zu einem Schlösschen,wohl eines Fabrikanten, denn an der andern Seite stehen an einem langen Platz in regelmässiger Anordnung Arbeiterhäuser,dann Büros, schliesslich eine unendliche Glasfabrik. Wir sollen  die Häuser nach Franzosen durchsuchen.( Es war eben noch hier gekämpft worden, auf dem Platz lag noch ein Toter, im Schloss auf den Teppichen die Verwundeten). Das erste Häuschen ist ver- lassen, auch keine Franzosen, ich glaube sogar auch kein Rot- wein im Keller, den wir mit der Beilpicke aufhieben. In der Küche lief zu unserer Freude die Wasserleitung, ausserdem war Zucker zu finden, von dem ich eine Büchse voll einsteckte. In den andern Häusern sind die Bewohner daheim."Madame, nous avons l´ordre de chercher, s´il y des Francais ici.il faut montrer de tout." Man läuft überall herum, sticht mit dem Bayo- nett unter den Betten herum, schaut in den Keller hinter die Holz- beigen, schliesslich kriegt man womöglich freundlichst Obst, Biskuitt und Kaffee. Ein kleines Mädchen spricht schulmässig deutsch, Wort für Wort. Alle Einwohner sind froh, dass man Ihnen nichts tut und entsetzlich verängstigt, besonders,wenn nebendran unsre Kanonen abfeuern, was ja eigentlich ganz ungefährlich ist, das die Franzosen aus dem Stadtteil jenseits der Meurthe nicht erwiedern. Neuer Befehl:"Alle Leute sollen vor die Häuser sitzen, manche sind aber nicht herauszubringen, Jls sont dans la cave" " La cave c´est la chose au dessous?" frage ich und habe ein wichtiges neues Wort französisch ge- lernt. Der Leutnant nimmt mich mit, weil er vom Schloßdach Ausguck halten will. Man sucht, wie unsre Artillerie den gan- zen jenseitigen Stadtteil mit einer Burg zusammenschiesst, während die französische Jnfanterie nur schwach erwiedert.Beim heruntergehen, während wir uns eben nach den besten Aussichts- punkten zerstreut haben, sagt mir der andere Begleiter, da hin- ten in einer Dachkammer seien noch Würste. Ich gehe gleich hin, (das Schloss war verlassen) und findein einem Durcheinander von Esswaren und Fechtzeug, 2 kurze Salami, von denen mir die Eine irgendwo hinunter fiel, dass ich mir nicht die Zeit nahm, sie hervorzuholen, kränkt mich noch. Ausserdem stopfte ich mir die Taschen noch voller als sie sowieso waren, mit den kisten- weise vorhandenen dürren Zwetschgen und Rosinen. Wieder unten angelangt, wurde ich mit einem andern zusammen als Seitensich- erung in die Fabrik geschickt. Jch lief allein in den Gebäuden herum, soweit ich nicht zu weit vom andern weg kam. Hier war alles totenstill. Die Gebäude meist verlassen, nur unten her- um meist offen.Hier scheinen noch vor kurzem Leute gewohnt zu  haben, es standen in den feuchten Gewölben merkwürdig feine Stühle und Betten herum, dazu Esswaren, aber nichts Brauch - bares, Zwiebeln, Salz und Kraut. Weiter hinten wurde es ganz dunkel, zuhinterst brannte ein Nachtlicht, ich rief da hinein aber ohne Erfolg. Auf der andern Seite wurde es warm: Eine Ziegelofenfabrik für Kristallglas von Baccarat. Wieder draus- sen sehe ich eine Beilpicke liegen, etwas schwerer als die deutschen, die ich mit Vergnügen mitnehme, denn sie ist so umso besser zum Türen einhauen und Holzmachen. (Bei uns hatten

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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Eltern holten ihre Kinder ab; Hoffnung darauf | den Schulbetrieb im Januar wieder aufzunehmen

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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]

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Schreiben von Emilie Göler von Ravensburg an Großherzogin Luise; Bericht über eine gelungene Feier am 12.11. und die bevorstehende Adventszeit

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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]

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Schreiben von Emilie Göler von Ravensburg an Großherzogin Luise; Anzahl der Kinder in der Pension

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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]

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Schreiben von Emilie Göler von Ravensburg an Großherzogin Luise; Die Notwendigkeit einer Einrichtung wie das Viktoria-Pensionat in der aktuellen Zeit

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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]

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