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Kriegserlebnisse von Helmuth Schellenberg an der Westfront (nach Tagebuch erstellt)
Item 13
Transcription: item 13 - 7 - gar noch ein Wagen voll trockenes Stroh, um den in der Dunkel- heit ein grosses Geriss entstand. Am nächsten Tage war ich gerade bei dem Halbzug der bei den Gewehren blieb, während die andern schanzten, als die Kompagnie den Befehl erhielt in Arzweiler, eine halbe Stunde vor unserem Lager, eine Wache zu stellen. V.Feldwebel Riedman mit 10 Mann darunter ich kamen dazu. Diese Wache gestaltete sich sehr schlemmerhaft. Jm Ort lagen unsere Maschinengewehrler, dazu gelegentlich eine Schwa- dron 22er, etwas vorwärts Vorpostenkompagnien 5/113. Wir soll- ten aufpassen, dass in dem Ort, in dem auch die Einwohner knapp dran waren, nicht zuviel von Angehörigen anderer Truppenteile zusammengekauft und gebettelt würde, vom Feind hatten wir zu- nächst nichts zu fürchten. Anfangs stellten wir 2 Doppelpos- ten aus, dann 2 einfache, schließlich nur einen, es kam also jeder alle 10 Stunden einmal dran. Da also nicht viel zu tun war, sorgte jeder für gut Essen und Schlafen. Zwar in der Wirt- schaft in der wir lagen, gab es nicht viel, obwohl wir aus und eingingen. Anfangs roten, dann nur noch Weisswein, kein Bier, keine Limonade,noch einige Schnapsreste, ab und zu Brot, Kaffee, sonst aber gar nichts zu essen, ausser Pflaumen, die wir umsonst bekamen, gelegentlich hatten sie noch Zigarren. Zwar verpflegte uns noch die Feldküche, aber es machte sich einer nach dem andern im Ort die Runde um Lebensmittel auf- zutreiben; auch Pfarrer und Bürgermeister kamen dran; einer nahm des besseren Aussehens wegen das aufgepflanzte Bayonett mit und so hatten wir bald ziemlich Milch, Eier, und Butter, sogar Speck wusste einer aufzutreiben, wenn wir es auch nicht so machten wie die Dragoner, die in einer Nacht beim Bäcker einbrachen. Brot wurde zwar von den nicht ausgehobenen Bäckern Tag und Nacht gebacken, aber meist war es voraus bestellt für das Militär, sonst musste man gleich holen, denn in einer halben Stunde war alles wegverkauft. Abends kochten wir uns eine Maggisuppe in einem Haus nebendran, wo eine Grossmutter regierte, die auch den Krieg 70 hier erlebte, hier erstand ich Butter, wozu ich zuerst fest am Butterfass drehte. Die Einwohner gaben uns, was sie konnten, obwohl sie wenig hat- ten und in ziemlicher Angst vor einer Schlacht lebten. Jch konnte sie auch nicht trösten, denn soweit ich die Sachlage übersehen konnte, hatte man die Franzosen bis hierher vor- rücken lassen, unsere Stellung lag erst hinter Arzweiler;hier wäre es also am nächsten losgegangen, wenn die Franzosen wirk- lich angegriffen hätten. Aber die hatten wahrscheinlich durch ihre Flieger von unsern Schanzarbeiten etwas gemerkt,und hiel- ten sich in einiger Entfernung. Jch sprach F. Schinzinger (Dra- gonerleutnant) der sagte, im Freien könne man unbehelligt stundenweit Patrouillen reiten, aber in den Dörfern steckte alles voll von Franzosen. Flieger waren viele unterwegs, viel- leicht doppelt soviel deutsche wie französische. Das gegen- seitige Beschießen war geradezu die Hauptunterhaltung in die- der Zeit. Man war oft im Zweifel über die Zugehörigkeit der Flieger, da man das eiserne Kreuz der Deutschen oft schwer sehen konnte, wenn das ganze Flugzeug sich dunkel vom Himmel abhob. Besser war es, wenn man die Bauart kannte; wir waren
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Radtke | Paul Tagebücher 6
Item 28
Transcription: - 52 - sieht d. Landleute mit d. Schnitt d. Roggens, Weizens, Hafers u. teilw. auch d. Gerste beschäftigt. Da mangelts natürlich an helfenden Armen. Unsere 5-6oo aufs Land zur Erholung geschickten Schulkinder kön- nen auch nicht viel helfen. - Mit Krapohl & Neuhaus war ich vorgestern in Görsicker. Sie wollten nach längeren Unterhandlun- gen mit d. Löhner Bauern unsere Nachbar- parzelle übernehmen. Aber es gab eine schwere Enttäuschung. Statt d. ganzen Par- zelle boten sie ihnen nur 150 Morgen zur Begradigung d. Grenze an u. zu einem 3 x so hohen Preis, als sie selbst bezahlt hatten. So wollten d. Baurnjäger ein gutes Geschäft machen. Für mich wars auch eine Enttäuschung, denn ich sollte mei- ne alte Löhner Parzelle, die ich 6 Jahre bejagt habe, erhalten. Das wäre für un- sere Jagd u. d. Jagdbetrieb von großem Vorteil gewesen. Enten gabs nicht im "Wardt". Aber Karnickel haben sich da angesiedelt. B. hat einen Fischreiher ge- schossen, ihn aber, da er in d. Rhein fiel, nicht ans Ufer lotsen können. Schade - 53 - um d. schönen Vogel. Dienstag, 15. Aug. Unsere Ferienreise haben wir hinter uns. Gestern und vorgestern waren wir in Straelen. Natürlich zu Einkaufszwecken. Meinen alten Freund H. aus Holt u. Hans Driefs hatte ich vorher benachrichtigt. Ich traf sie schon am frühen Morgen bei Alph. Mit Torn hatte ich natürlich in Lingsf. eine Zu- sammenkunft. Seitdem seit dem 1. d. Mts. d. Paßvorschriften bedeutend verschärft worden sind, hält es schwer, bis zur Grenze zu kommen. D. Postenkette, d. teilweise 3 km vor d. Grenze steht, darf ohne Passier- schein nicht überschritten werden. So bat ich denn d. Grenzkommandanten Hauptm. R. um einen Schein zum Besuch d. Lingsfort, der mir u. Sophie bereitweillig, nachdem ich mich legitiemiert hatte, ausgestellt wurde. Bei d. Rückkehr mußte er auf d. Grenzwache abgegeben werden. Übrigens wäre es nicht gar zu schwierig gewesen, d. Grenze zu überschreiten. D. Postenführer war ganz geneigt, mich durchzulassen. Doch wollte ich die schwere Verantwortung nicht
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Radtke | Paul Tagebücher 6
Item 27
Transcription: - 50 - Ferienwanderungen, Spiele, Überwachung d. Straßen, Sammeln von Brennesseln u. Obstkernen u.s.w. Jeder Sonntag ist mit einem Ausflug d. Schüler d. Fortbildungs- schule besetzt. Da kann man kaum Zeit für die eigene Erholung finden. Und die haben wir auch bitter nötig. Die Nerven melden sich wieder. Freitag, 4. Aug. Schulschluß! Für etwas weniger als 6 Wochen. Schön ists doch. Freilich auf ei- ne Ferienreise müssen wir verzich- ten. Vor 2 Jahren zerbrach man sich den Kopf: "Wohin reisen? Nach Lugano od. den dänischen Inseln?" Heute muß man froh sein, das nötige Geld für d. teuren Bedürfnisse des Haus- halts zusammenzuhaben. Eier kosten jetzt 0,36 M d. Stück. Für Kartoffeln be- zahlten wir bis vor kurzem 12 Pfg., jetzt 9 Pfg. für d. Pfund. Dabei erstik- ken wir im Rheinland in Frühkar- toffeln, sodaß sie waggonweise ver- derben. Ins Schwelgerner Bruch hat man sie schütten müssen. Aber die - 57 - Reichs-Kartoffelstelle hat verfügt, daß d. Rheinprovinz aus Sachsen zu versorgen ist. Ob sie von dort verhitzt u. halb faul hier ankommen, ist de- nen vom grünen Tisch gleichgültig. So ists verfügt. Damit basta! Die Städte erleiden natürlich großen Schaden. Bonn hat 70000 M verloren. Ein hiesiger Groß- händler 80000 M. Wieviel unsere Stadt zugebuttert hat, ist unbekannt. Freitag, 11. Aug. Wie zu erwarten war ist dem Überfluß an Kartoffeln empfindlicher Mangel ge- folgt. 2500 Frauen bestürmten vorgestern das Rathaus um Kartoffeln. Dienstag mor- gen waren auf d. Wochenmarkt nur wenige Zentner angefahren, die sofort vergriffen waren. Weinende u. schimpfende Frauen überall. Gestern gabs mit Ach u. Krach ein Pfund für d. Kopf. Das mußte aber erst nach stundenlangem Stehen erobert werden. Seit Beginn d. Ferien haben wir andau- ernd d. herrlichste Erntewetter. Allerdings ist durch d. plötzlich einsetzende Hitze das ge- samte Getreide zugleich reif geworden. Man
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Radtke | Paul Tagebücher 6
Item 26
Transcription: – 48 – Was er gewünscht hat, hat er erreicht. Er ist jetzt L. d. L. Aber die Luft da draußen ist ihm doch zu „dick“. Aus d. Dammer Jagd- gesellschaft ist er ausgeschieden. Die Pacht ist von 2800 auf 6900 M gestiegen. Die Rotwildparzelle kostet jetzt 6000 M. Ein Holzhändler aus Dorsten ist Höchstbietender. Mittwoch, 2. August. Gestern war ein wichtiger Tag. Seit ge- stern ist d. Kleiderkarte eingeführt. Zugleich ist d. erhöhte Posttarif in Kraft getreten. In d. letzten Tagen soll d. Andrang d. kau- fenden Publikums in Konfektions- u. Wä- schegeschäften geradezu unheimlich gewesen sein. Jeder suchte noch schnell vor Toresschluß seinen Bedarf zu decken. Man scheut es, einen Bezugsschein zu beantragen. Apotheker Hassel aus Dbg.-Beeck ist als Mit- jäger in Görsicker eingetreten. Heute waren wir in G. Es gab allerlei Sumpfvö- gel zu sehen. Leider keine Enten. Ich schoß 2 Kiebitze. Gegen 7 kam Sophie mit unse- ren kleinen Nachbarinnen. Der Abend am Rhein war wundervoll. Erst um 1108 fuhren wir alle nach Hause. In H. traf – 49 – ich mit Koll. Mocken, Leutnant u. Kompagnie- führer im 53. Regiment, zusammen. Die Eroberer von Fort Vaux sind d. 53-er. Sie hatten das Fort überrannt und fanden, als sie nach dem Sturmlauf im dasselbe zurück- kehrten, die 158. (?) darin vor, welche sich als Eroberer u. Herren v. Vaux aufspiel- ten. So hat uns d. Leutnant X. den Orden pour le mérite gestohlen, sagte M. Unser al- ter Schüler Brinkmann, der als erster Hamborner sich das Eiserne Kreuz 2. Kl. holte, hat bei dieser Gelegenheit vom Kron- prinzen das Eiserne I. erhalten. Er hat seine Kompagnie, als alle Offiziere gefallen waren, zum Sturm geführt u. ist mit ihr zuerst in V. eingedrungen. Dabei ist er noch immer Gefreiter. Donnerstag, 3. August. Morgen giebts Ferien. Sie werfen ihre Schatten voraus. Sie stecken den Rangen schon jetzt in allen Gliedern. Zur Arbeit müssen sie gezwungen werden. Das Rechnen ist eine Qual. Was wird das erst nach d. Ferien werden! Uns sind schon aller- lei schöne Ferienaufgaben aufgehalst worden.
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Ratne bojne dopisnice - Feldpost iz Prvog svjetskog rata
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Description: Ratne bojne dopisnice (Feldpost) bile su najfunkcionalnije sredstvo komuniciranja vojnika sa porodicom tokom Prvog svjetskog rata. Većinom su bile cenzurisane i na njima se nalazio pečat vojne cenzure, regimentalni pečat i pečat vojne pošte. Na velikom broju dopisnica nalazila su se sva tri pečata, međutim, nerijetko se nalazio samo jedan ili dva. Poznato je da su vojnici bili strogo kažnjavani ukoliko su svjesno pisali bilo šta što otkriva vojne tajne. Pisati su mogli samo vojnici. Sve što bi napisali davalo bi se vojnom cenzoru da to pregleda i tek kad on odobri moglo se poslati porodici. Čitajući pisma, može se uvidjeti da su ona poprilično štura, te da su dobro pazili o svemu šta je napisano, upravo iz razloga da bi izbjegli probleme sa nadređenim. Feldpost sistem Austro-ugarske Monarhije, omogućavao je vojnicima da komuniciraju sa svojim najbližima. Sačuvane razglednice i pisma pružaju lični pogled na to kako su pojedini vojnici doživljavali sukobe. || Devet bojnih dopisnica (Feldpost)
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Dumitru Nistor prizonier de război în Japonia
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Description: Este un volum de jurnal din cele trei deţinute de Biblioteca Judeţeană Octavian Goga Cluj. || Dumitru Nistor, ţăran din satul Năsăud s-a născut în 1893. Visând din copilărie să călătorească şi să vadă ţări străine, în 1912, când vine vremea “număraşului” (recrutării) el cere să fie primit nu în miliţia ardeleană, unde erau recrutaţi de obicei românii, ci în marina austro-ungară. Terminând şcoala de marină, după o călătorie la Viena, este îmbarcat ca Geschützvormeister (“primul îndreptător de tun”) pe vasul SMS Kaiserin Elisabeth, cu destinaţia Asia. Prins de război în Marea Chinei, crucişătorul Kaiserin Elisabeth participă la câteva bătălii navale, pentru ca în 2 noiembrie 1914 să se hotărască scufundarea lui. Echipajul pierde şi lupta terestră, este luat prizonier de japonezi şi transportat în arhipelagul nipon. Timp de zece luni, ţăranul-marinar din Năsăud va fi prizonier într-o mănăstirea buddhistă din Himeji, iar apoi mutat într-un lagăr, construit special pentru prizonierii germani şi austrieci, la Aonogahara, nu departe de Kobe, unde va rămâne până la sfârşitul anului 1919.
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Potrošačka kartica prezime Škreblin
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Description: Potrošačka kartica sadrži podatke o osobama koje su se prijavljivale radi raspodjele živežnih namirnica u Zagrebu tijekom Drugog svjetskog rata. Sadrži podatke o podnosiocu prijave (ime i prezime, adresa) te osobama koje se nalaze u kućanstvu, njihova imena, godine rođenja, odnos prema podnosiocu prijave, zanimanje i mjesto rada.
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Enrichments (403,223 Items)
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