Flucht über Ungarn
Europeana 1989 - Berlin, 12-13.09.2014
CREATOR
#agentOf:nnVvTw9_1
DATE
-
LANGUAGE
deu
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16
INSTITUTION
Europeana 1989
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Einsatzbericht über die Betreuung von DDR-Flüchtlingen in den Malteser-Lagern in Budapest (Ungarn)
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Eine Kopie des "Einsatzbericht(es) über die Betreuung von DDR-Flüchtlingen in den Malteser-Lagern in Budapest (Ungarn) vom 27.08. - 24.09.89" Zeitungsartikel: "Malteser-Organisator aus München betreut 1000 DDR-Flüchtlinge" MM 04.09.89 "Alle warten auf "Let's go west"" tz 4.09.89 "24 Stunden im Schilfgürtel" 19.08.1989 "Täglich stürmen Hunderte die überfüllten Flüchtlingslager" ohne Quellenangabe "Danke Ungarn" tz 12. September 1989 "Vier DDR-Patienten in Riem gelandet" ???, 12.09.1989 "Mit Gipsfuß in die Freiheit gehumpelt" 24.09.89
OSTERREICH UNGARN IN WAFFEN
1 Item
OSTERREICH UNGARN IN WAFFEN || Fotografiile din acest album aparțin Muzeului Național Brukenthal din Sibiu - Muzeul de Istorie „Casa Altemberger” (se regăsesc în mapa „OSTERREICH UNGARN IN WAFFEN”).
Flucht aus Russland 1918
2 Items
Das Foto zeigt einen jungen Mann in russischer Uniform. Seine Personalien hat er sorgfältig in lateinischer und kyrillischer Schrift auf der Rückseite notiert: Süd-Russland, Gouvern. Taurien, Post, Lesnoje, Dorf Landskrone, Hermann Janz gebor. 28.11.1890. Seinen Geburtstag datiert er nach dem in Russland geltenden julianischen Kalender, nach gregorianischem Kalender war es der 11.12.1890. Janz war ein deutschstämmiger Mennonit, den mein Urgroßvater Johannes Hinrichs auf seinem weiten Heimweg aus russischer Gefangenschaft kennenlernte. ++++ Johannes Hinrichs, Kaufmann aus Zeven, war im September 1915 in russische Gefangenschaft geraten. Das Gefangenenlager befand sich in Kologriv in Zentralrussland, rund 650 Kilometer östlich von Moskau.++ (s. weiteren Beitrag: http://www.europeana1914-1918.eu/de/contributions/7140).+++++ Johannes Hinrichs und einige Mitgefangene nutzten die allgemeine Desorganisation nach dem Frieden von Brest-Litowsk im März 1918, um gemeinsam aus dem Lager zu entkommen und auf eigene Faust in die Heimat zurückzukehren. Der kürzeste Weg nach Deutschland hätte zwar über Moskau geführt. Diese Route schien ihnen aber wohl zu riskant. Vielleicht befürchteten sie, aufgegriffen und erneut inhaftiert zu werden. Jedenfalls schlugen sie die Route nach Süden ein. Hier war die deutsche Armee im Frühjahr 1918 bis zum Schwarzen Meer und Rostow am Don vorgerückt. Zudem lagen Siedlungsgebiete der deutschen Minderheit auf dem Weg. Johannes Hinrichs berichtete, dass sie auf den Feldern der deutschstämmigen Bauern an der Wolga arbeiteten und dafür Kost und Logis, Kleidung und Geld zum Erwerb von Eisenbahnfahrkarten erhielten. Er erinnerte sich an kilometerlange Furchen, in die er und seine Begleiter Kartoffeln pflanzten.++++ Gegen Ende ihrer langen Reise durch Russland machten die Heimkehrer Station in Landskrone, einem Dorf in der mennonitischen Kolonie Molotschna in der Provinz Taurien am Asowschen Meer. Die russlanddeutschen Dorfbewohner erwiesen sich als sehr gastfreundlich. Hier begegneten sich auch Johannes Hinrichs und Hermann Janz, der meinem Urgroßvater das Foto als Souvenir schenkte. Da deutsche Truppen das Gebiet besetzt hatten, waren die Heimkehrer endgültig in Sicherheit.(s. weiteren Beitrag: http://www.europeana1914-1918.eu/de/contributions/9670)++++ Für die Mennoniten dagegen brachen nach dem Abzug der deutschen Truppen schwere Zeiten an. Sie wurden in den 20er Jahren unter dem Regime Stalins zwangsenteignet und in der freien Ausübung ihres Glaubens stark behindert. Viele verließen daher notgedrungen ihre russische Heimat. Damit war die traditionsreiche Kultur der Mennoniten-Kolonien in Russland zerschlagen. Hermann Janz wanderte in die Vereinigten Staaten aus, wo er 1961 verstarb.