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Landsturmmann Robert Rehde

Der Steinarbeiter Robert Rehde (1871 - 1956) hatte von 1891-1893 im 4. Infanterie-Regiment Nr. 103, 6. Kompanie, in Bautzen gedient. Als 43jähriger Familienvater, Söhne Erwin und Walter, nahm er am Feldzug 1914/1916 in Flandern teil, als Landsturmmann im 27. Armeekorps, 53. Reserve-Division (3. Königlich Sächsische), Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 242, 3. Bataillon, 10. Kompanie, Sanitätsformation. Das 3. Bataillon wurde im September 1914 aus dem Königlich Sächsischen Infanterie-Regiment Nr. 178, Standort Kamenz, in die 53. Reserve-Division eingegliedert. Die Bahnverladung der 53. Reserve-Division begann am 11. Oktober 1914 in Dresden, am 16. bis 18. Oktober waren Lessines und Leuze in Belgien erreicht. Die 53. Reserve-Division nahm an den Stellungskämpfen bis in den Oktober 1916 in Flandern, Artois und in der Champagne teil. Im November 1916 erfolgte der Abtransport aus Frankreich an die Ostfront. Robert Rehde war zu dieser Zeit bereits zurück in der Heimat. Im Oktober 1916 war er im Landsturm-Bataillon XII. 8. 1. Kompanie in Königsbrück bei Dresden, neues Lager, stationiert. Der Zeitpunkt seiner Demobilisierung ist unbekannt.
Drei Feldpostkarten an seine Frau Auguste, eine datiert auf den 27. Mai 1915 - Robert Rehde mit Pickelhaube. Eine weitere Feldpostkarte - aufgenommen am 08. Oktober 1916, Kommando in Dresden-Neustadt, Leipziger Straße, Alter Schlachthof b. Wachs u. Flößner - an seinen Sohn Erwin Rehde, der sich, Soldat seit Oktober 1915 (siehe Landsturmmann Erwin Rehde), an der Ostfront befand. Die Franzosenwache bezieht sich auf die Bewachung von Kriegsgefangenen aus Frankreich, die neben Serben, Russen, Belgiern und Italienern in Königsbrück interniert waren. Die handschriftlichen Texte auf den Rückseiten der Feldpostkarten sind, soweit lesbar, extra wiedergegeben, wobei auf eine orthographische Berichtigung verzichtet wurde.

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CONTRIBUTOR

Lothar Rhede

DATE

1914 - 1916

LANGUAGE

deu

ITEMS

7

INSTITUTION

Europeana 1914-1918

PROGRESS

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METADATA

Source

UGC

Contributor

europeana19141918:agent/d73a0f76bc5c36c8e2d31f5d907eb6dc

Date

1914
1916

Type

Story

Language

deu
Deutsch

Country

Europe

DataProvider

Europeana 1914-1918

Provider

Europeana 1914-1918

Year

1916
1914

DatasetName

2020601_Ag_ErsterWeltkrieg_EU

Begin

1914

End

1916

Language

mul

Agent

Auguste Rehde | Ehefrau | europeana19141918:agent/47855b912ef64654939ed957105904d3
Robert Rehde | Vater von Erwin Rehde | Urgroßvater von Lothar Rhede | europeana19141918:agent/c1b9514aef34b94e6111c80a87f05eef
Lothar Rhede | europeana19141918:agent/d73a0f76bc5c36c8e2d31f5d907eb6dc

Created

2019-09-11T08:21:08.345Z
2020-02-25T08:16:48.508Z
2014-01-24 10:36:38 UTC
2014-01-24 10:43:38 UTC
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2014-02-14 08:37:49 UTC
2014-02-14 08:37:53 UTC
2014-02-14 08:37:58 UTC
2014-02-14 08:38:20 UTC
2014-02-14 08:43:26 UTC

Provenance

INTERNET

Record ID

/2020601/https___1914_1918_europeana_eu_contributions_12334

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Landsturmmann Erwin Rehde

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- 1. Militärpaß des Sold. d. Ldst. Paul Erwin Rehde, es sind nur die Seiten mit Eintragungen berücksichtigt. Der auf der Seite 9 vormals eingeklebte Zettel mit Schlachten und Gefechten ist separat zu finden. Von den dort aufgeführten Kriegsschauplätzen in Frankreich und Galizien, Sommer und Herbst 1916, sind keine Hinweise oder Nachrichten vorhanden. - 2. Jahr 1916: zwei geschriebene Feldpostkarten und ein Bild von der Landsturm-Rekrutenzeit in Königsbrück - 3. Jahr 1917: sieben geschriebene Postkarten, Ostfront Rumänien 1917, - u. a. vom 03. Mai 1917, 01. und 25. Juli 1917, 10. November 1917 - Die Postkarte vom 25. Juli 1917 beschreibt den Stellungskrieg und Begegnungen mit den Russen. Eine Postkarte ohne Text zeigt eine besetzte Stellung am Sereth. Weiter gehört zum Jahr 1917 die Urkunde zur Friedrich-August-Medaille in Bronze mit dem Bande für Kriegsdienste\n - 4. Jahr 1918: sieben geschriebene Postkarten aus Rumänien und der Ukraine 1918 - vom 27. Januar 1918, 10. und 19. Februar 1918, 20. August 1918, 18. und 29. Oktober 1918 - Die Postkarte vom 27. Januar 1918 zeigt rumänische Gefangenenkolonnen am Sereth, die am 19. Februar 1918 geschriebene Postkarte gefallene Rumänen von der August-Offensive 1917. Das sind aufgenommene Bilder des Regiments-Photographen. Das Gruppenbild vom 20. August 1918 vermittelt einen Eindruck von der Führung des Infanterie-Regimentes Nr. 182 im deutschen Dorf Orloff in der Nähe von Melitopol, Ukraine. Zwei Bildmotive vom Hafen in Constanza könnten ein Hinweis auf den Seetransport der 212. Infanterie-Divison nach der Ukraine sein. - 5. Jahr 1919: zwei Photographien, zurück in der Heimat, aufgenommen in Kamenz, im linkes Bild Erwin Rehde allein und rechts mit unbekanntem Regiments-Kameraden, zu erkennen ist auf dem rechten Schulterstück die Regiments-Nr. 182. Der überwiegende Teil der Postkarten waren an den 12- bzw. 13jährigen Bruder Walter gerichtet. Die Texte auf den Rückseiten der Postkarten in deutscher Handschrift, mit Blei- und Kopierstift geschrieben, sind extra als WORD-Texte wiedergegeben. Oben ist jeweils die originale beschriebene Rückseite der Postkarte, darunter der buchstabengetreue Text ohne orthographische Berichtigungen zu finden. || Der Steinarbeiter Erwin Rehde (1896 - 1930), Sohn des Landsturmmannes Robert Rehde (siehe ebenda), wurde am 20. Oktober 1915 zur 3. Kompanie, II. Ersatz-Bataillon 12, Infanterie-Regiment Nr. 177 in Königsbrück bei Dresden als Landsturm-Rekrut eingezogen. Seine Vereidigung fand am 11. Dezember 1915 statt. Erwin Rehde erhielt eine Scharfschützen-Ausbildung am Gewehr 98. Am 19. Juni 1916 kam er zur 1. Kompanie des gleichen Bataillons, am 21. Juli 1916 erfolgte die Versetzung ins Feld zum 16. Königlich Sächsischen Infanterie-Regiment Nr. 182, Freiberg und Königsbrück, 1. Bataillion, 3. Kompanie. Über den weiteren Verlauf seines Einsatzes gibt der Militärpaß Auskunft. Ab 24. Juli 1916 war er bei der Front-Kompanie geführt. Der Seite 8, Eintragung Gefechte:, gegenüber war auf der Seite 9 der Zettel mit allen Gefechten eingeklebt (schwarzer Strich, Seite 9 oben). Aufgeführt sind Schlachten und Kämpfe ab Juli 1916 an der Somme in Frankreich - Westfront. Der Weg führte ab September 1916 nach Galizien (Schlacht an der Narajowka und an der Zlota-Lipa - westliche Ukraine) und den zentralen Teil der Südkarparten (Gebirgskämpfe am Roten Turmpass) in den rumänischen Stellungskrieg 1917 an den Flüssen Putna und Sereth gegen rumänische und russische Truppen. Erwin Rehde gehörte dort der 212. Infanterie-Division (9. Königlich Sächsische) an, im Infanterie-Regiment Nr. 182 zur 3. Kompanie. Die 212. Infanterie-Division war ein Großverband der Sächsischen Armee, der im September 1916 aufgestellt wurde. Vom 04. bis 19. April 1917 war Erwin Rehde zu einem Stoßtruppausbildungs-Kursus nach Risipiti bei Foscani kommandiert. Am 24. Dezember 1917 erhielt er die Friedrich-August-Medaille in Bronze mit dem Bande für Kriegsdienste verliehen, Militärpaß, Seite 9: Auszeichnungen: ... F.A.M. 24.12.17. Der Anlass dafür ist unbekannt. Ab 24. Oktober 1918 Versetzung zum Sammeldepot IIIa der 212. Infanterie-Division, am 18. November 1918 zurück zum Infanterie-Regiment Nr. 182. Die 212. Infanterie-Division kam 1918 nach dem Waffenstillstand an der rumänischen Front (Dezember 1917) über den Seeweg in die Ukraine und war an Kämpfen zur Unterstützung der Ukraine und an der Besetzung der Ukraine bis Ende 1918 beteiligt. Im Militärpaß ist dazu zu finden: Gefechte: 22. November 1918 - 31.12.1918 Besetzung in der Ukraine, 1. - 19.1.1919 Besetzung u. Sicherungsdienst in Litauen u. Weißrußland. Das Dienstende kam im Februar 1919: Entlassung: Am 10.2.19 inf. Demobilisierung nach Wiesa Bez. Kdo. Kamenz entlassen. Bei der Entlassung aus dem deutschen Heer erhielt Erwin Rehde 50 Reichsmark Entlassungsgeld und 3 Reichsmark Marschgeld sowie seine komplette Uniform. Aus der letzten beschriebenen Seite 14 des Militärpaßes geht hervor: Angem. für Wiesa Nr. 16, Kamenz d. 12.2.19. Erwin Rehde war nach über dreijährigm Kriegsdienst wieder in seinem Heimatort Wiesa bei Kamenz angekommen. Erwin Rehde wurde am 31. Juli 1930 als Radfahrer vom Jonsdorfer Kaufmann Schneider mit dem PKW angefahren und verstarb am gleichen Tage. (Der Familiename Rehde wurde ab Januar 1935 gemäß dem Taufregister von 1871 wieder mit Rhede geführt.)

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Landsturmmann Ernst Baum

3 Items

Studio portrait of Landsturmmann Ernst Baum of 2. Landsturm Infanterie Ersatz Bataillon 'Hersfeld' (XI 29) and former employee of photographer to the Kaiser, Oscar Tellgmann. On the accompanying letter on the reverse, Landsturmmann Baum sends his best wishes to Herr Tellgmann on the occasion of his former employer's 58th birthday. Oscar Tellgmann specialised in royal portraits and taking photographs of the large military manoeuvres so enjoyed by the Kaiser and his senior officers. A comprehensive article on Oscar Tellgmann can be found on Wikipedia. || Studio portrait of Landsturmmann Baum and the letter on reverse. || || 1915 studio portrait of Landsturmmann Ernst Baum. || Photograph || Deutsch || || Postage cancelled in Rödding (Schleswig) on 18.9.15 Herrn Hofphotog(raph) Oscar Tellgmann Hofphotogr(aph) S(einer) M(ajestät) d(es) Kaiser & Königs Eschwege an der Werra Reg(ierungs) Bez(irk) Cassel Mein lieber Herr Tellgmann Zu Ihrem heutigen Geburtstage sende Ihnen die herzlichsten Glückwünsche, und ferneres Wohlergehen Heil und Sieg Ihr stets dankb(arer) Ernst Baum Gruß an Fr(au) Tellgmann und Herr(n) Gustav || Deutsch || Letter on reverse of postcard || Letter || Rödding || Oscar Tellgmann || || Deutsch || Taken from Kaiserzeit : Bilder einer Epoche : aus dem Archiv der Hofphotographen Oscar und Gustav Tellgmann by Rolf Hochhuth and Hans Heinrich Koch. Published by Langen Müller. ISBN 3784428142. || Photograph of Ernst Baum and Oscar Tellgmann

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Landsturmmann Paul Teubel aus Obersteina

15 Items

Fotografien meines Großonkels Paul Teubel, dem Bruder meiner Großmutter Martha Teubel, verheiratete Bienert: Konfirmationszeit, Dienstzeit in Dresden, Hochzeit, Familienfoto, Fotos aus dem Felde bis zum Tod, Grabbilder; Feldpostkarte an seine Eltern vom 28. Februar 1917: Liebe Eltern! Ich erhielt vorgestern Euer Paketchen v. 17. und habe mir die Fastnachts-Bebe gut schmecken lassen. Sonst ist alles noch beim Alten, wir liegen immer noch auf dem ersten Dorfe, werden aber wahrscheinlich bald mal von hier fort kommen. Hoffentlich gehen wir dem Frieden immer näher entgegen, sonst bin ich noch gesund, was ich auch von euch hoffe. Herzl. Gruß Euer Paul. || Paul Teubel wurde am 05. Mai 1877 in Obersteina geboren. Er diente in der 2. Sächsischen Armee beim Infanterie-Regiment 103 in der 9. Kompanie und wurde an die Westfront, nach Frankreich, beordert. Teubel war Landsturmmann, wurde schwer verwundet und ins Lazarett in Dresden-Klotzsche eingeliefert, wo er am 19. Juni 1917 seinen Verletzungen erlag. Er hinterließ seine Frau und drei Kinder, zwei Töchter und einen Sohn. Vermutlich ist Teubel in Dresden auf dem Garnisonfriedhof begraben.

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