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Kriegserlebnisse von Helmuth Schellenberg an der Westfront (nach Tagebuch erstellt)
Item 42
Transcription: item 42 - 36 - es in Pausen kurz und scharf über uns wegpfiff und unmittel- bar darauf krachte oder nicht, denn es gab auch ziemlich Blindgänger dabei, und man sah gewöhnlich aus der Tiefe die schwarze Rauchfahne und es kam eine Ladung Grund oder es summten Splitter vorbei. Bald wurde es in dem betr. Loch laut; ich merkte, es müsse was los ein und da kamen auch schon zwei Mann gesprungen, die nichts besseres wussten, als in mein Loch zu springen. Dort war durch einen Blindgä nger einem der Fuss abgerissen worden, glücklicherweise aber ein Gesunder dabei geblieben,. Die Neuankömmlinge hatten reichlich Angst, es war allerdings auch ungemütlich, wir drückten uns als Knäu- el in unser Loch, dass man den Herzschlag des andern hörte. Erst in der Dämmerung hörte es auf, da ging ich zu meinem Schwerverwundeten, den ich schon gestorben glaubte, er war aber recht munter, obwohl er durch eine der letzten Granaten noch einmal verschüttet wurde. Dann konnte ich sehen, was meine Leute überall gebaut hatten, teilweise hatten sie Gra- natlöcher ausgenützt, wie ich, teilweise hatten sie frische Löcher ausgehoben und mit Zeltbahnen gedeckt. Jn dieser Nacht wurde eifrig weitergeschafft, aber nur so, dass die Stellung möglichst wenig auffallen sollte. Dieser Zweck wurde wohl auch ziemlich erreicht, denn ausser am ersten Tag schoss die englische Artillerie wenig auf unsere Linie, viel mehr ein kurzes Stück hinten dran.
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Kriegserlebnisse von Helmuth Schellenberg an der Westfront (nach Tagebuch erstellt)
Item 41
Transcription: item 41 - 35 - lagen ein paar Mann in Granatlöchern; als wir uns jetzt der Linie entlang nach rechts unter vielem Herumstehen und Herum- liegen weitertasteten, mussten wir sehr aufpassen, um sie nicht zu verlieren, da die Leute in den Granatlöchern um diese Zeit wenig regsam und daher schwer zu sehen waren. Als die ersten Teile des Reg. in Stellung rückten, war eine Kompagnie von dem Führer des abzulösenden Regts. im spitzen Winkel auf die Engländer zugeführt worden, wobei die Hälfte in Gefangenschaft geriet; von unserer Kompagnie verschwanden so zwei Melder. Wir kamen also an den rechten Flügel des Regiments, der bei dem englischen Vorstoss zurückgenbogen worden war. Wie die Stellung aber weiterging oder weitergehen sollte, war sehr schwer festzustellen. Es wurden zwar noch zwei Bayern aufge- trieben, die aber nicht einmal den Stand ihres Gruppenführer noch sonst etwas angeben konnten. Während der Hauptmann ohne Erfolg aus ihnen etwas herausbringen wollte, (Nord-und Süddeutsch) wurden auf einmal viele Tritte hörbar. Jch machte mich schon darauf gefasst, dass Engländer kämen, es war aber nur ein Zug 15er der Richtung auf die Engländer hatten. Jhr Führer hatte Befehl zum Zurückgehen, den er ohne sich mit viel Erklären aufzuhalten dann richtig ausführte. Wir wussten soviel wie zu- vor.Schliesslich schwärmten wir mit Front genau nach Westen aus, ich mit meinem Zuge am linken Flügel also Anschluss an die 8. Kompagnie. Rechts die andern Züge, soweit sie nicht abge- rissen waren. Der Hauptmann lag mit ein paar Mann noch rechts vor dem rechten Flügel, also ganz in der Luft, da rechts un- bekanntes Gelände, jedenfalls kein Anschluss war. Entsprechend der nächtlichen Besetzung war die Linie vielfach unregelmässig gestaffelt und gebrochen. Es war aber noch höchstens eine hal- be Stunde bis zur Dämmerung. Während ich noch mit der Aufstel- lung des Zuges zu tun hatte, liess ich durch meinen Putzer,den Melder und noch einen Mann ein etwa 4 m breites Granatloch in der Linie herrichten. Erst schöpften sie das Wasser mit einem Kochgeschirr, dann den dünnen Schlamm und beförderten noch einige Ausbläser und Blindgänger heraus. Schliesslich gruben wir die feindwärts gelegene Seite, tiefer. Bald war es aber hell, man musste aufhören mit Schanzen, ich konnte mir aber die Gegend ansehen. Jch lag inmitten einer quer zur Stellung nach der Zuckerfabrik verlaufenden Senke und übersah von uns- rer Linie wenig mehr als unsern Zug, da sie nach beiden Tei- len über die Bodenwelle weglief. Nach vorn sah ich etwas wei- ter auf der Höhe sah man gelegentlich Gestalten, das mussten wohl die Engländer sein. A Am Vormittag 4. November blieb es ruhig, ausser daß wir in der Ferne Engländer in Kolonnen sahen, offenbar Ab- lösungen und sie beschossen, bis sie verschwanden.Am Nachmit- tag aber wurden wir von Artillerie beschossen, und zwar schoss sie immer in die Gegend sehr nahe hinter uns.Entweder fiel ihnen der Bau eines Nachbarn 5 m links hinter mir,aus die ein kurzes Grabenstück mit ziemlich Aufwurf gebaut hatten, oder sie vermuteten ein M.G. jedenfalls lagen wir an dem Tag eng an die Vorderwand unserer Behausung gedrückt und hörten wie
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Schreiben von Emilie Göler von Ravensburg an Großherzogin Luise; Bemerkungen über das Internatsleben | z.B. die Anzahl der aufgenommenen Kinder
Item 7
Transcription: Wie herrlich muß die Predigt über das ... gewesen sein! Professor Lust aus Heidelberg war begeistert von unserm Haus und meinte, wenn es je frei würde, möchte er es für Säuglinge und kranke Kinder haben. Ich sagte ihm, jetzt wäre noch keine Rede davon (ich sagte es im höchsten Auftrag Eurer Königl. Hoheit). Amerbach und Frau danken untertänigst für Eurer Königl. Hoheit sie sehr beglückende Gedanken. Darf ich nun noch unertänigst bitten, Eure Königliche Hoheit mögen mir noch hierher Höchstihre Zustimmung zur Fortführung beider Häuser geben, wenn wir die Bedingungen des Präsidenten erfüllen können? Mit innigsten Grüßen und Wünschen bin ich in stetem treustem Miterlebens und Gedenken und in tiefster Ehrfurcht und Verehrung Eurer teuren Königlichen Hoheit dankbarste und gehorsamste Emily Göler. [5,1]
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Schreiben von Emilie Göler von Ravensburg an Großherzogin Luise; Bemerkungen über das Internatsleben | z.B. die Anzahl der aufgenommenen Kinder
Item 6
Transcription: Linke Seite Amersbach, und wir glauben sicher, alsdann das Haus genügend erwärmen zu können, und sogar noch billiger als mit Koks! So Gott will, gehen nun beide Häuser weiter! Wäre das nicht wunderschön und eine Bestätigung des Wortes, das ich Eurer Königl. Hoheit neulich als Antwort an jenem Tage sagte: "Sagt, ob der nicht helfen kann, dem die Himmel untertan!" Ich habe noch nicht alle Antworten, aber mir scheint doch die nötige Zahl zusammenzukommen für beide Häuser. Wir sollten alles in allem mindestens 60 Kinder haben, und Frl. Herrmann rechnet auf 28, während ich wohl sicher über 30 haben werde, vielleicht auch gegen 40. Rechte Seite Nun möchte ich Eure Königl. Hoheit noch bitten mit gestatten zu wollen, daß ich in die "Tägliche Rundschau" und das "Daheim" je eine Annonce setzen folgenden Inhalts: Großhzg. Victoria Pensiona i/ Karlsruhe mit einjährigem Fortbildungskurs. Beginn des Schuljahres: Mitte September. Eintritt zu jeder Zeit. Prospekte durch die Oberin. Es soll keine Reklame sein, sondern nur dartun, daß unser V.P. weitergeht, den falschen Gerüchten gegenüber. Ich erwarte hierüber Eurer Königl. Hoheit Bestimmung. Den Brief von Frl. v. Reichlin an Königl. Hoheit lege ich noch in Antwort an mich bei, sowie 2 reizende Briefe von Müttern. Frl. v. Reichlin schreibe ich unser Resultat.
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Schreiben von Emilie Göler von Ravensburg an Großherzogin Luise; Bemerkungen über das Internatsleben | z.B. die Anzahl der aufgenommenen Kinder
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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]
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Schreiben von Emilie Göler von Ravensburg an Großherzogin Luise; Keine Überfüllung der Pension und Ausflug nach Badenweiler
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Schreiben von Emilie Göler von Ravensburg an Großherzogin Luise; Unterbringung der Kinder und Gespräche mit Eltern
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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]
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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Ostergrüße und Bericht von der Osterfeier
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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]
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