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Radtke | Paul Tagebücher 5

Item 51

Transcription: item 51                                       - 98 -   linke Seite   nicht d. Geringste von einer  Siegesmeldung zu bemerken. Man schien dort noch gar nichts zu wissen. Und in H. hatten schon um 4 Uhr d. Glocken d. Sieg verkündet!    Donnerstag, 24. Februar. Der 100 = jähr. Kalender hat wieder ein= mal Recht behalten. Für d. 2. Februarhälfte hat er strenge Kälte prophezeit. Und richtig! Seit gestern haben wir d. herrlichsten Winter. Eis u. Schnee. Schnee so hoch u. weiß, wie man ihn selten hierzulande im Winter zu sehen bekommt. Für mich freilich war d. Schneege= stöber heute morgen wenig ergötzlich. Ich mußte von Haus zu Haus gehen und d. Kar= toffelbestände aufnehmen. Bei solchem Wet= ter wahrlich kein Vergnügen. Das Treppen= steigen besonders war nicht nur eine Last, sondern auch eine Gefahr. - In meinem Bezirk habe ich in 58 Haushaltungen 226 Zentner Kartoffeln aufgenommen. Man hat sich in d. letzten Wochen besser versorgen können. -  In Duisburg soll ein empfindlicher Mangel an K. herrschen. Man befürchtet die seitens d. stellv. Generalkommandos  des VII. A .  angekündigte Beschlagnahme aller auch in pri=  rechte Seite                                            -  99 - vatem Besitz befindlichen Vorräte. Jeder Verbrau= cher soll nur im Besitze einer auf 3 Tage be= rechneten Menge bleiben, wobei auf d. Kopf d. Familie 1 ½ Pfund pro Tag gerechnet werden. Man würde uns also unsere guten Vorräte, die wir teuer bezahlt haben, nehmen, um den Nachlässigen u. Übersparsamen, die sich einbildeten in der jetzigen teuren Zeit d. Kartoffeln noch billiger wie im Frieden kaufen zu können, gute u. billige K. verschaffen zu können. Warum be= schlagnahmt man nicht d. in Mieten u. Kellern bei Bauern u. Händlern aufgestapelten Vorrä= te?    Samstag, 26. Februar.    Kurz nach der Frühstückspause fangen die Glocken zu läuten an. Die Jungen werden un= ruhig. Ein Sieg? Gegen ½ 11 endlich kommt Rektor H. ins Zimmer gestürzt. "Verdun ist eingenom= men!" Hurrah!  D. Jungen jubeln u. sind aus Rand und Band. Wir stimmen d. Landsturmlied an u. lassen unsere tapferen Krieger hochleben u. freuen uns schon auf einen schulfreien Tag. Aber um11 Uhr kommt H. wieder. Es war ein Irrtum. Nur ein Fort bei Verdun ist gestürmt. Das war eine arge Enttäuschung. Mich zu trösten,

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Radtke | Paul Tagebücher 5

Item 50

Transcription: item 50    linke Seite                                 - 96 - ich keine Zeit. Ich muß mit S. wieder einen Räuberskat spielen!    Mittwoch, 23. Februar.    In nicht geringen Schrecken sind in ei= ner d. letzten Nächte unsere Nachbarinnen Frl. H. & G. versetzt worden. Gegen ½ 4 Uhr ertön= ten langgezogene Sirenenrufe, d. wohl 5 Min. andauerten. Sie glaubten ein Warnungssig= nal gegen einen Fliegerangriff zu hören, zumal hier erzählt wird, feindl. Flieger sei= en über H. geflogen. Also schnell heraus aus d. warmen Bett! Aber wohin? In d. Keller? Da sind Mäuse. Die Angst vor d. Mäusen war grö= ßer als d. Angst vor einer Fliegerbombe. Also krochen sie ins warme Nest wieder zurück. Tags darauf stellte sich heraus, daß d. große Mühle von Bernsan in Ruhrort d. Flammen zum Opfer gefallen sei. Schaden über 300000 M ! - Paul teilt uns heute mit, daß ihm das eiserne   Kreuz verliehen worden ist. Verdient hatte ers schon lange. Aber sein Haupmann, ders ihm nach den ersten heißen Kämpfen in d. Argonnen in Aussicht gestellt hatte, fiel kurz darauf. Und so wurde mein armer Paul vergessen. - Nach= mittags fuhr ich mit d. alten Herrn Buschmann  rechte Seite                                  - 97 - nach Bislich zur Entenjagd. Die Fahrt mit d. Elektrischen von Wesel aus bot uns d. Anblick über d. unendl. Wasserfläche d. überschwemmten Rheinweiden. Lippe u. Rhein bildeten einen großen See. Über d. weiten Ebenen fegte ein   schneidender Ostwind u. Treff, der über die mit dünnem Eis überzogenen Wassergräben setzen wollte, brach mehrere Mal durch u. mußte ein Eisbad nehmen. Der arme Kerl fror jämmerlich. Trotzdem arbeitete er unver= drossen u. stand uns prachtvoll 3 Fasanen, von denen einer meinen Schuß quittierte und Sophie einen hochwillkommenen Sonntagsbra= ten lieferte. An Enten war nicht zu kom= men. Das Gelände war überschwemmt. Sie fühlten sich in d. vereisten Weidendickichten sicher u. zogen abends so hoch, daß sie unsern Schroten unerreichbar blieben. Um 7 ¼ Uhr fuh= ren wir mit d. Elektrischen nach Wesel zurück. Im Geschwindschritt gings durch d. Stadt zum Bahnhof. Den 2 km langen Weg hatten wir in 20 Min. zurückgelegt. Knapp erreichten wir d. Zug. In H. erwarten uns d. Elektrischen reich bewimpelt. Bei Verdun hatten unsere Truppen 10 km Front erstürmt. In Wesel war

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Radtke | Paul Tagebücher 5

Item 49

Transcription: item 49    linke Seite                                       - 94 - eine Unterbrechung des Stromes durch ein= faches Lösen d. Kontaktstange zu denken.    Samstag, 19. Februar,    Sophie hat sich einen Orden verdient. Seit gestern wird d. Butter d. Stadt in ei= nem uns gegenüberliegenden leerstehenden Laden verkauft. Die Frauen brauchen nicht mehr stundenlang in Schnee u. Schlamm auf d. Marktplatz zu stehen u. auf ihr halbes Pfund Butter zu warten. Und Sophie  hat das fertig bekommen. Sie hat d. Kommissar E. am Donnerstag mal ordentlich ihre Mei= nung gesagt, was man von d. erbärm= lichen Verkaufseinrichtungen d. Stadt hielt. Tags darauf war d. neue Ver= kaufsstelle d. Stadt eröffnet. Und niemand weiß, wem er das zu verdanken hat. Schade!    Montag, 21. Februar.    Sollte man es für möglich halten, daß Sophie auf ihren alten Tag noch eine eif= rige Kartenspielerin wird. Zwei Aben= de hintereinander haben wir einen Räuberskat gespielt.Bis nach ½ 12 Uhr - das will doch etwas heißen. Sonst fallen ihr  rechte Seite                                          - 95 - nach 9 Uhr gewöhnlich d. Augen zu. Im herrlich= sten Sonnenschein bei etwas Frost machten wir gestern mit Rentmeisters einen Ausflug nach G-hamm. Der Rhein führte mächtiges Hoch= wasser. In den Weiden und im Feld übte sich d. Jugendwehr v. Vörde unter Führung eines Unteroffiziers u. Gefreiten in Kriegsspielen. Von weitem sahs aus, als ob im Feld eine Treibjagd abgehalten würde. Kein Wunder, daß d. Feld völlig hasenrein ist. Bei B. trafen wir Frau Dr. M., d. mit Stadtassessor B.'s eben= falls einen Ausflug nach G. gemacht hatte. Welch wehmütige Erinnerungen mag die vom Schicksal so hart Geprüfte wohl aufge= frischt haben. War sie doch in glücklicherer Zeit so oft mit uns dort draußen. - B.-hoff kam gerade von Wesel, als ich ihn besuchte. Er er= zählte mir, daß eine Batterie Feldartillerie ausgerückt sei mit ganz neuen, eigenarti= gen Geschützen. Sie könnten als Flachbahnge= schütze, als Mörser u. Ballonabwehrkanonen benützt werden. Also Drei in einer!  Sophie wartet mit Schmerzen auf d. Hundefutter. Ich  muß mich morgen erkundigen, ob es von  Neuß  abgegangen ist. Heute abend fand

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Radtke | Paul Tagebücher 5

Item 48

Transcription: item 48     linke Seite                              – 92 – sere Damen bei Loer. R. kommt von der Beresinafront. Seit d. großen Offensive ist dort kein Schuß mehr gefallen. Wir er= fuhren manches, von dem wir hier keine Ahnung haben. – Da mags an Pauls Front b. Kolki unruhiger sein. Ich habe ihm heute eine Büchse mit Sülze geschickt. Heinrich Oldenkott v. hier ist in der gleichen Kompag. Paul soll ihn unter seine Fittiche nehmen.                   Donnerstag, 17. Februar. Den Bock zum Gärtner gemacht hat unse= re Hauswirtin ihren Hausburschen, der sie in der unverschämtesten Weise bestohlen hat. Durch ein Loch, das er durch d. Mauer d. Pferdestalls ge= brochen hatte, wanderten ungezählte Flaschen Cognac, Sekt u. andere gute Sachen zu einem Kumpel, der sie auf d. Nachbargrundstück in Emp= fang nahm. Jetzt hat d. Sekt-u. Zigarettenfreund= schaft ein jähes Ende gefunden. – Butter gibts nicht mehr. Die Lieferanten schreiben ihren lang= jährigsten Kunden, sie müßten d. Lieferung einstellen. Die Frauen malen sich d. Zukunft schon in d. schwärzesten Farben aus. – Gegen 11 Uhr abends hatten wir gestern unter heftig= stem Sturm das erste Gewitter. Treff heulte  rechte Seite                         – 92 – vor Angst, war aber auf meinen Pfiff sofort ruhig. Ein Gewitter flößt ihm stets d. gewaltigsten Schrecken ein. Er sucht dann Schutz bei uns. Hertha gings gerade so.                      Freitag, 18. Februar. Ein schreckliches Straßenbahnunglück hat sich gestern gegen Mittag am Übergang d. Zechen= bahn auf d. Weseler Straße in Marxloh ereignet. Eine Lokomotive fuhr in voller Fahrt auf ei= nen von Dinslaken kommenden Wagen u. zertrümmerte ihn völlig. Mehrere Fahrgäste, man sprach gestern abend von 5, sind getötet, andere schwer verletzt worden. Wen die Schuld trifft, muß d. Untersuchung ergeben. Das Fahrpersonal, das zum großen Teile aus Hollän= dern besteht, ist vielfach sehr leichtsinnig u. wenig gewissenhaft. Jetzt wird wohl wieder einmal schärfere Überwachung eintreten. An derselben Stelle wäre mir bei einem Haar dasselbe Unglück passiert. Unser Wagen konnte noch gerade 1 ½ - 2 m von d. Maschine entfernt zum Hal= ten gebracht werden. – Dienstag verbrannte auf offener Straße in Marxloh ein Wagen d. Ruhrorter Straßenbahn. Ursache Kurzschluss. Das Fahrpersonal lief kopflos davon, ohne an

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Ratne bojne dopisnice - Feldpost iz Prvog svjetskog rata

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Description: Ratne bojne dopisnice (Feldpost) bile su najfunkcionalnije sredstvo komuniciranja vojnika sa porodicom tokom Prvog svjetskog rata. Većinom su bile cenzurisane i na njima se nalazio pečat vojne cenzure, regimentalni pečat i pečat vojne pošte. Na velikom broju dopisnica nalazila su se sva tri pečata, međutim, nerijetko se nalazio samo jedan ili dva. Poznato je da su vojnici bili strogo kažnjavani ukoliko su svjesno pisali bilo šta što otkriva vojne tajne. Pisati su mogli samo vojnici. Sve što bi napisali davalo bi se vojnom cenzoru da to pregleda i tek kad on odobri moglo se poslati porodici. Čitajući pisma, može se uvidjeti da su ona poprilično štura, te da su dobro pazili o svemu šta je napisano, upravo iz razloga da bi izbjegli probleme sa nadređenim. Feldpost sistem Austro-ugarske Monarhije, omogućavao je vojnicima da komuniciraju sa svojim najbližima. Sačuvane razglednice i pisma pružaju lični pogled na to kako su pojedini vojnici doživljavali sukobe. || Devet bojnih dopisnica (Feldpost)

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Dumitru Nistor prizonier de război în Japonia

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Description: Este un volum de jurnal din cele trei deţinute de Biblioteca Judeţeană Octavian Goga Cluj. || Dumitru Nistor, ţăran din satul Năsăud s-a născut în 1893. Visând din copilărie să călătorească şi să vadă ţări străine, în 1912, când vine vremea “număraşului” (recrutării) el cere să fie primit nu în miliţia ardeleană, unde erau recrutaţi de obicei românii, ci în marina austro-ungară. Terminând şcoala de marină, după o călătorie la Viena, este îmbarcat ca Geschützvormeister (“primul îndreptător de tun”) pe vasul SMS Kaiserin Elisabeth, cu destinaţia Asia. Prins de război în Marea Chinei, crucişătorul Kaiserin Elisabeth participă la câteva bătălii navale, pentru ca în 2 noiembrie 1914 să se hotărască scufundarea lui. Echipajul pierde şi lupta terestră, este luat prizonier de japonezi şi transportat în arhipelagul nipon. Timp de zece luni, ţăranul-marinar din Năsăud va fi prizonier într-o mănăstirea buddhistă din Himeji, iar apoi mutat într-un lagăr, construit special pentru prizonierii germani şi austrieci, la Aonogahara, nu departe de Kobe, unde va rămâne până la sfârşitul anului 1919.

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Potrošačka kartica prezime Škreblin

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Description: Potrošačka kartica sadrži podatke o osobama koje su se prijavljivale radi raspodjele živežnih namirnica u Zagrebu tijekom Drugog svjetskog rata. Sadrži podatke o podnosiocu prijave (ime i prezime, adresa) te osobama koje se nalaze u kućanstvu, njihova imena, godine rođenja, odnos prema podnosiocu prijave, zanimanje i mjesto rada.

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