Search
Expand Filters
499,528 results
Show:

Transcriptions (63,736 Items)

 
 
 
 

  0% NOT STARTED

  100% EDIT

  0% REVIEW

  0% COMPLETED

Kriegserlebnisse von Helmuth Schellenberg an der Westfront (nach Tagebuch erstellt)

Item 25

Transcription: befel item 25                                              - 19 - schlagen, dann bekommen wir Befehl zum Vorgehen,auf der an- deren Seite der Strasse. Wir klettern  mit dem Bajonett über eine mannshohe Parkmauer und kamen zu einem Schlösschen,wohl eines Fabrikanten, denn an der andern Seite stehen an einem langen Platz in regelmässiger Anordnung Arbeiterhäuser,dann Büros, schliesslich eine unendliche Glasfabrik. Wir sollen  die Häuser nach Franzosen durchsuchen.( Es war eben noch hier gekämpft worden, auf dem Platz lag noch ein Toter, im Schloss auf den Teppichen die Verwundeten). Das erste Häuschen ist ver- lassen, auch keine Franzosen, ich glaube sogar auch kein Rot- wein im Keller, den wir mit der Beilpicke aufhieben. In der Küche lief zu unserer Freude die Wasserleitung, ausserdem war Zucker zu finden, von dem ich eine Büchse voll einsteckte. In den andern Häusern sind die Bewohner daheim."Madame, nous avons l´ordre de chercher, s´il y des Francais ici.il faut montrer de tout." Man läuft überall herum, sticht mit dem Bayo- nett unter den Betten herum, schaut in den Keller hinter die Holz- beigen, schliesslich kriegt man womöglich freundlichst Obst, Biskuitt und Kaffee. Ein kleines Mädchen spricht schulmässig deutsch, Wort für Wort. Alle Einwohner sind froh, dass man Ihnen nichts tut und entsetzlich verängstigt, besonders,wenn nebendran unsre Kanonen abfeuern, was ja eigentlich ganz ungefährlich ist, das die Franzosen aus dem Stadtteil jenseits der Meurthe nicht erwiedern. Neuer Befehl:"Alle Leute sollen vor die Häuser sitzen, manche sind aber nicht herauszubringen, Jls sont dans la cave" " La cave c´est la chose au dessous?" frage ich und habe ein wichtiges neues Wort französisch ge- lernt. Der Leutnant nimmt mich mit, weil er vom Schloßdach Ausguck halten will. Man sucht, wie unsre Artillerie den gan- zen jenseitigen Stadtteil mit einer Burg zusammenschiesst, während die französische Jnfanterie nur schwach erwiedert.Beim heruntergehen, während wir uns eben nach den besten Aussichts- punkten zerstreut haben, sagt mir der andere Begleiter, da hin- ten in einer Dachkammer seien noch Würste. Ich gehe gleich hin, (das Schloss war verlassen) und findein einem Durcheinander von Esswaren und Fechtzeug, 2 kurze Salami, von denen mir die Eine irgendwo hinunter fiel, dass ich mir nicht die Zeit nahm, sie hervorzuholen, kränkt mich noch. Ausserdem stopfte ich mir die Taschen noch voller als sie sowieso waren, mit den kisten- weise vorhandenen dürren Zwetschgen und Rosinen. Wieder unten angelangt, wurde ich mit einem andern zusammen als Seitensich- erung in die Fabrik geschickt. Jch lief allein in den Gebäuden herum, soweit ich nicht zu weit vom andern weg kam. Hier war alles totenstill. Die Gebäude meist verlassen, nur unten her- um meist offen.Hier scheinen noch vor kurzem Leute gewohnt zu  haben, es standen in den feuchten Gewölben merkwürdig feine Stühle und Betten herum, dazu Esswaren, aber nichts Brauch - bares, Zwiebeln, Salz und Kraut. Weiter hinten wurde es ganz dunkel, zuhinterst brannte ein Nachtlicht, ich rief da hinein aber ohne Erfolg. Auf der andern Seite wurde es warm: Eine Ziegelofenfabrik für Kristallglas von Baccarat. Wieder draus- sen sehe ich eine Beilpicke liegen, etwas schwerer als die deutschen, die ich mit Vergnügen mitnehme, denn sie ist so umso besser zum Türen einhauen und Holzmachen. (Bei uns hatten

go to:
 
 
 
 

  0% NOT STARTED

  0% EDIT

  100% REVIEW

  0% COMPLETED

Schreiben von Emilie Göler von Ravensburg an Großherzogin Luise; Freude über einen Empfang bei der Großherzogin und Bericht über eine Vorlesung vor den Schülern über Paul von Hindenburg

Item 1

Transcription: Karlsruhe d. 24. Nov. 1919. Durchlauchtigste Großherzogin, Allergnädigste Fürstin und Frau, Welch freudigste Überraschung und welch beglückenden Sonntagsgruß brachte mir der gnädige höchsteigenhändige Brief Eurer Königlichen Hoheit, für welchen ich von ganzem Herzen danken möchte!  Der ganze Tag ist immer verklärt durch solch einen herrlichen Morgengruß!  Wie unend-

go to:
 
 
 
 

  0% NOT STARTED

  0% EDIT

  100% REVIEW

  0% COMPLETED

Schreiben von Emilie Göler von Ravensburg an Großherzogin Luise; Freude über einen Empfang bei der Großherzogin und Bericht über eine Vorlesung vor den Schülern über Paul von Hindenburg

Item 2

Transcription: Linke Seite   lich mich jedes einzelne Wort erfreut, kann ich kaum sagen.  Ich lese immer wieder und bin tief beschämt über so viel Liebe und so viel ganz unverdiente Güte Eurer geliebten Königlichen Hoheit, die ich nicht fassen, sondern nur in Demut hinnehmen kann! Da mir ein Empfang bei Eurer Königlichen Hoheit so nahe bevorsteht, darf ich wohl Alles auf die mündliche Unterredung verschieben, muß nur heute schnell eine gute Nachricht  Rechte Seite   bringen:  Geheimrat Keim will den deutschen Unterricht in unseremm Kursus übernehmen auf Vermittlung von Häussner hin!  Ich darf ihm wohl sagen, daß Königliche Hoheit Sich auch darüber freuen werden? Wie wunderbar hat Gott hier wiederum geholfen! "Schien's, daß alles auch zerrinne, ... doch Deiner Hilf ich inne", das, sagte ich am Stiftungstag bei der Morgenandacht, haben wir tatsächlich

go to:
 
 
 
 

  0% NOT STARTED

  0% EDIT

  100% REVIEW

  0% COMPLETED

Schreiben von Emilie Göler von Ravensburg an Großherzogin Luise; Freude über einen Empfang bei der Großherzogin und Bericht über eine Vorlesung vor den Schülern über Paul von Hindenburg

Item 3

Transcription: an unserem Hause dieses Jahr erfahren! An diese Erfahrungen muß man sich halten in all dem Tagesjammer unseres unglücklichen Vaterlandes wenn man mit starker Seele alles tragen soll.  Die Berliner Vorgänge schmerzen mich in tiefster Seele, besonders auch beim Gedanken an Eure Königliche Hoheit.  Als ich über Hindenburg vorlas, waren unsere Kinder mit uns tief ergriffen über die würdevolle Haltung des Feldherrn in der schwierigen Lage. Wie herrlich, daß ich heute sagen darf "auf Wiedersehn!" In tiefster Ehrfurcht küsse ich Eure Königlichen Hoheit so liebe Hand und bin unwandelbar treu Eurer Königlichen Hoheit gehorsamste und dankbarste Dienerin Emily Göler [24]

go to:
 
see all

Story Metadata (32,433 Stories)

 
 
 
 

9 Items

  100% NOT STARTED

  0% EDIT

  0% REVIEW

  0% COMPLETED

Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Eltern holten ihre Kinder ab; Hoffnung darauf | den Schulbetrieb im Januar wieder aufzunehmen

9 Items

Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]

go to:
 
 
 
 

6 Items

  100% NOT STARTED

  0% EDIT

  0% REVIEW

  0% COMPLETED

Schreiben von Emilie Göler von Ravensburg an Großherzogin Luise; Bericht über eine gelungene Feier am 12.11. und die bevorstehende Adventszeit

6 Items

Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]

go to:
 
 
 
 

3 Items

  100% NOT STARTED

  0% EDIT

  0% REVIEW

  0% COMPLETED

Schreiben von Emilie Göler von Ravensburg an Großherzogin Luise; Anzahl der Kinder in der Pension

3 Items

Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]

go to:
 
 
 
 

7 Items

  100% NOT STARTED

  0% EDIT

  0% REVIEW

  0% COMPLETED

Schreiben von Emilie Göler von Ravensburg an Großherzogin Luise; Die Notwendigkeit einer Einrichtung wie das Viktoria-Pensionat in der aktuellen Zeit

7 Items

Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]

go to:
 
see all

Previous

OF

100,838

Next