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Kriegserlebnisse von Helmuth Schellenberg an der Westfront (nach Tagebuch erstellt)

Item 61

Transcription: item 61                                               55 Am 15.Mai wurden wir verladen und fuhren über Rethel nach Neuflize bei Reims wo wir in der Nähe der Daubert Lager bezogen und in N. selbst ein miserables Schauspiel sahen(Logenbrüder)Schön war nur der Ritt hin.Nach zwei Tagen kamen wir weiter in das Westfalen- lager zwischen Lavannes und Epoyes.Jch sollte als Quartiermacher voraus und hatte einen Tag lang zu tun,weil zwei Komp.des Batl. gleich inderselben Nacht noch in Reserve-Stellung sollten.(Auf der Magenta-Höhe bei les Commeles)Es war ein Tag von 24 Stunden Arbeit,dem aber bald solche von 24 Stunden Faulenzen folgten. Am  1.Mai ich in Vertretung die Führu ng der 9.Komp.gerade als wir in Stellung gingen.Die Stellung war rechts von Les Commelles - Ferme gegen Ft.Pompelle hin.Es war hier vom Feind aus ziemlich ruhig. Dagegen wurde von unserer Oberseite her das Leben sauer gemacht, indem eine Zurückverlegung der Linie befohlen wurde,in der Weise dass die vorderen Gräben verdrahtet wurden.Ehe hinten genügend Stollen waren,wurde die Stellung zurückverlegt,sodass die Wohnungs- verhältnisse zeitweise sehr zu wünschen übrig liessen.Bei dem schliesslich einsetzenden schönen Wetter schlief alles im Freien auf den Schützenauftritten.Untertags schlief alles an der Sonne, nachts wurden die Erdarbeiten eifrig betrieben,dabei hatte man oft das schönste Nachtigallenkonzert.Gelegentlich gab es nächtliche Zwischen-fälle bei den Patrullienunternehmungen,die von beiden Sei- ten lebhaft betrieben wurden.Einmal wurde eine ganz harmlose Stelle des Grabens nicht weit von meinem Stollen mit über 150 schweren Stollenquetschern (15er mit Verzögerung) beschossen.Ende Mai soll- ten wir in Ruhe kommen,aber die Ruhebatl.der Division wurden zu einem Regiment zusammengefasst und mussten wenigstens als Reserve beim grossen Chemin des Dames Angriff mitwirken,allerdings nur in- dem wir als Reserve dicht nördlich von Reims uns in Wäldern und Stellungen herumtrieben.Einmal hiess es bestimmt Reims sei genomm- en,was man auch glauben konnte,da rechts die Fesselballone so schön vorwärts gingen und wir freuten uns schon beim Anblick der Kathe- drale,aber in der Nacht schoss es immer noch in unsere Nähe. Schliesslich zogen wir uns in unser Westfalenlager bei Lavannes zurück.Aberschon nach kurzer Rast wurden wir wieder auf den 1.Juni zu einem neue Unternehmen berufen.Ft.Pompelles sollte genommen werden und damit die franz.Stellung vom Reims weiter eingeengt und unhaltbar gemacht werden.Wir,unser Batl war linker Flügel der angreifenden Front.Nachts,es dauerte bis 12 rückten wir in unsere Stellung,dann erfuhren wir beim Batl.das Nähere des Angriffs der um 4 Uhr stattfinden sollte.Die Stimmung war  icht gerade sehr hoffnungsvoll,als sich herausstellte,dass auf jede Komp. mit höch- stens 60 Mann Frontstärke ein Angriffsstreifen von 200 - 250 m. Breite kam.Doch habe ich die letzten halbe Stunde noch geschlafen und dann den Angriff begonnen.Das war aber nicht so leicht.Unsere Art.schoss seit drei Uhr nicht sehr stark,desto kräftiger antwor- tete die feindliche Art. in die Gegend unserer Gräben.Jch musste schon herumlaufen um meine verschiedenen Gruppen zur Ausgangstel- lung zu bringen.Einige wurden gleich hier im Graben verwundet.Un- ser Graben war aber seit dem Zurückziehen nicht mehr der vorderste, sondern der dritte Graben,also musste ich noch durch dreierlei Drahthindernis durch.Jch hatte zwar den Weg noch vorher erkunden lassen.konnte aber  nicht verhindern,dass es bei den bepackten

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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Bericht über die Feier der Ostertage; Veränderungen in der Umgebung des Pensionats (z.B. der Wegfall eines Tennisplatzes); Entwicklung der Kinderanzahl

Item 5

Transcription: Linke Seite   vom Grafen Wieser ein paar Bänke erbeten, die wir vorne aufstellen lassen. Die Kinder sind so verständig, daß sie es sogar für besser halten, diesen Sommer nicht vor den Augen der armen Leute zu spielen (Tennis, nämlich).  Ja, sie wollen ihnen sogar eventuell helfen in den Gärtchen und wollen so die Kluft überbrücken zwischen Arm und Reich.  Ist das nicht schön und vielleicht eine  ... ? Ich freue mich auch schon darauf, unsere Kinder im Garten arbeiten zu lassen angesichts der arbeitenden Proletarier. Bis jetzt hatten wir nur freundliche Berührungen mit den Leuten, ja sie haben einmal teilnehmend nach Eurer Königl.  Rechte Seite   Hoheit gefragt. Das Wäldchen und die Allee, durch welche die Kinder Eurer Königl. Hoheit Wagen begleitet haben, sind verkürzt und betreten, vernachlässigt und zum Teil mit Schutt eingenommen. Aber vielleicht können wir zeitweilig doch noch hinaus.  Das Hoftor ist nun stets geschlossen.  Ich habe mir den Sonntagsverkehr draußen angesehen.  Er wird im Sommer lebhafter und lauter werden, oft wird man auch am Gitter zu uns hereinsehen - hoffentlich bleibt es beim bloßen "Sehen"!  Die Ballspielplätze sind ja von uns aus wenig zu sehen, aber spazierengehen können wir nun ¾ des Jahres nicht mehr nach dieser Seite.

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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Bericht über die Feier der Ostertage; Veränderungen in der Umgebung des Pensionats (z.B. der Wegfall eines Tennisplatzes); Entwicklung der Kinderanzahl

Item 4

Transcription: II. Nun darf ich aber die liebevollen, sorgenden Fragen Eurer  teuren Königlichen Hoheit beantworten.  Ich tue es ganz "aufrichtig", wie Königl. Hoheit es wünschen, kann aber wirklich nur beruhigen  und trösten!  Der arme Schäfer hat aus übervollem gequältem Herzen berichtet. Ich tue es aus ruhig gewordenem Herzen. Die Freiheit der Kinder ist wohl  beschränkt und der Tennisplatz verloren, aber wir haben ja die frische Luft, den freien Blick u. den Vorgarten und den Hof noch.  Vor dem Hause wird wieder Gemüse gepflanzt, ich will aber erlauben, daß die Kinder sich jetzt auch vorne aufhalten, habe mir auch

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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Bericht über die Feier der Ostertage; Veränderungen in der Umgebung des Pensionats (z.B. der Wegfall eines Tennisplatzes); Entwicklung der Kinderanzahl

Item 3

Transcription: kirche" jetzt für uns bedeutete, verstehen  Königl. Hoehit ohne weitere Worte!  Es war tief bewegend und doch "heimatlich". Wie freue ich mich, den Prälaten bald sehen und von ihm Näheres über die Tage in Langenstein hören zu können, auch auf die Bestätigung der Nachricht hoffe ich, daß Königl. Hoheit bald auf die geliebte Mainau übersiedeln.  Wenn es nur bald warm werden wollte!  Die erfrorenen Blüten sind auch eine schwere Heimsuchung Gottes, von denen eine die andere ablöst.  Gläubige Christen deuten sie alle als Annäherung der letzten Zeiten.  Die Greuel in den armen baltischen Provinzen sind Höllen-Ausgeburten! [24]

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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Bericht über die Feier der Ostertage; Veränderungen in der Umgebung des Pensionats (z.B. der Wegfall eines Tennisplatzes); Entwicklung der Kinderanzahl

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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]

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Schreiben von Emilie Göler von Ravensburg an Großherzogin Luise; Bericht über gute Wendungen in der Schule | einen Gottesdienst und einzelne Eltern der Pensionskinder

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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]

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Kriegserlebnisse von Helmuth Schellenberg an der Westfront (nach Tagebuch erstellt)

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Description: Der 70 Seitige Bericht ist von meinem Urgroßvater Helmuth Schellenberg (1890-1945), welcher ihn nach Aufzeichnungen aus der Kriegszeit per Schreibmaschine verfasste und an seine Kinder verteilte. So ist dieser vor kurzem in meiner Familie wieder aufgetaucht. Der Erfahrungsbericht geht von August 1914 bis zur Novemberrevolution 1918. Als Kriegsfreiwilliger verlässt mein Urgroßvater umjubelt Freiburg/B. um fast den gesamten Krieg an der Westfront zu verbringen. Er wird drei mal verwundet, steigt trotzdem bis zum Leutnant auf. Helmuth, welcher später Prof. der Naturwissenschaften wurde, beschreibt seine Kriegszeit sehr sachlich und anschaulich. Kenner könnten den genauen Weg bestimmen, welchen die Truppe genommen hat, da alle Orte angegeben werden. Er kämpfte vor Verdun und an der Somme und beschreibt die ewigen Stellungskämpfe an der Westfront. Plünderungen, Brandlegungen von Seiten der Deutschen und auch das Kriegsleid der Soldaten wird nicht verschwiegen, Helmuth bleibt aber durchweg von der Richtigkeit der deutschen Handlungen überzeugt. Mein Urgroßvater schreibt auch über die französische Bevölkerung, und was diese zu erleiden hatte. Insgesamt vermittelt es trotz der Sachlichkeit sehr anschaulich das damalige Leben der Truppe, und der Text ist keineswegs langweilig geschrieben. Er diente von 1914-1917 in der 29 Division, und ab 1918 in der 238. Division. Mein Urgroßvater Helmuth überlebte den ersten Weltkrieg mit vielen Narben und einen verkürzten Bein, heiratete und bekam 6 Töchter. Der Krieg holte ihn trotzdem wieder ein - ihn traf eine französische Granate, welche in der schwer umkämpften Gegend in Marbach/ Villingen durch das Fenster seines Hauses flog. || 70 Seiten Schreibmaschinentext, lesbar, manchmal ist die Schrift jedoch schon sehr verblasst. Der Bericht hat von mir ein Deckblatt, ein grobes und ein sehr ausführliches Inhaltsverzeichnis für jede Seite bekommen. Am Ende sind noch zwei Feldpostbriefe angeheftet.

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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Ausscheiden von Frau Flad und die Beziehung zu ihr; Erinnerungen an den Geburtstag des Großherzogs Friedrich I.

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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]

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