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Radtke | Paul Tagebücher 6

Item 22

Transcription: --  40 -- bruch hielt mich 1 1/2 Stunde in d. Nähe des Bahnhofs auf. Doch kam ich ziemlich trocken nach Hause. Hier waren nur wenige Tropfen gefallen. Sophie nahm mich am Bahnhof in Empfang. Für 100 Eier kann man schon etwas tun! – Um 3 Uhr war b. Rosental in Marxloh eine große Lehrer- versammlung. Kreisarzt Dr. L. sprach über Ernährungsfragen im Kriege. Über die in d. Schule gemachten Beobachtungen sollte ei- ne Aussprache stattfinden. Unser Oberbürgermei- ster gab umfassende Aufschlüsse über die Ver- sorgung Hamborns mit Lebensmitteln. Ich konnte d. Versammlung nicht beiwoh- nen. Ein Platzregen hielt mich zu Hause fest. Man sagte mir später, ich hätte nicht viel versäumt.           Donnerstag, 6. Juli. Vorgestern habe ich d. Kollegen Dammer aus Schmidthorst in die Kriegsversiche- rung mit 4 Anteilscheinen aufnehmen lassen, und heute kam schon d. Nachricht, daß er gefallen sei. Er ist der erste von 25 Versicherten. Möge er auch der letzte sein.                 – 41 –            Montag, 10. Juli. Vorgestern abend habe ich unfreiwillig ein tüchtiges Bad nehmen müssen. Mit Be- kannten war ich nachmittags nach Friedrichsfeld gefahren, der Jagdverpachtung d. Spellener Ge- meindejagd beizuwohnen. Alle Parzellen brachten einen bedeutend höheren Pachtzins auf, teilweise über das Doppelte (430 M-960 M.) Nach einem erfolglosen Karnickeltreiben gingen wir nach Vörde, spielten b. Helmich einen kleinen Skat u. trennten uns dann. Bernhard N. & M. fuhren um 830 heim. Sie wollten eine Erdbeerbowle ansetzen. Krapotl suchte d. Jagdvorsteher v. Löhnen auf u. ich pirschte an d. Weidenhecken vorbei auf Wild- tauben. Gegen 9 Uhr gelang es mir, eine prächtige Ringeltaube zu schießen, und wanderte dann, da feiner Regen einsetzte, nach Görs., wo ich Kr. wiederfand. Gegen ½ 11 Uhr brachen wir zum Bahnhof auf. In d. Ferne gewitterte es, doch hofften wir, den Bahnhof vor Ausbruch d. Wetters noch erreichen zu können. Es kam aber an- ders. Schon nach  5 Minuten fing es an zu regnen. Das Gewitter kam unheimlich

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Radtke | Paul Tagebücher 6

Item 21

Transcription: – 38 – Stickstoffmitteln durch d. Stadt jederzeit er- folgen. – Über 2 000 000 Mann Verluste sollen wir Deutschen bisher im Kriege erlitten haben. Das wären ca. 18 % d. eingezogenen Mannschaften, d. auf 12 000 000 beziffert werden. Über 700.000 Mann sollen wir an Toten zu beklagen haben. Welche Opfer! Ob der Friede dieselben lohnen wird? Ich zweifle sehr daran.                     Mittwoch, 5. Juli 53 Jahre werde ich heute alt. Früher war ich geneigt, einen Mann von diesem Alter für einen Mummelgreis anzu- sehen, und jetzt muß ich mich wundern, wie jung man sich noch fühlt. Wenn nicht der quälende Husten wäre, ich fühlte mich so frisch, als wäre ich noch 20 Jahre jünger. Gestern war ich genötigt, eine Reise nach Wesel zu machen. Mei- ster Heyer aus Holt, mein alter Freund, war dorthin gekommen, mir 100 Eier zu überbringen. Da d. Ausfuhr aus dem Kreise Geldern verboten ist, so mußte d. Lieferung persönlich erfolgen. „Nou habbe sey alles saat, en nix te ääte!“ hat                            – 39 – seine Schwiegertochter Miekske gesagt, und den alten 75- jährigen Schwiegervater voll Mitleid auf d. Reise geschickt. Für das Stück zahlte ich „nur“ 23 Pfennig, „völs te völ!“ sag- te Meister H. Aber bei uns kostet ein Ei, sage u. schreibe, 35 Pfennig im freien Ver- kauf, und so habe ich sie noch 12 M billiger bekommen. Zu den 100 Eiern hat Freund Jan von Grasemer-Hof 50 Eier beigesteuert. In Straelen werden 27 Pfg. bezahlt. Auf d. Bahnhof W. war ich Zeuge einer widerlichen Szene. 3 Landsturmleute brachten einen laut jammernden u. weinenden Russen an, dem man eine Zwangsjacke angelegt hatte. Der Kerl sah scheußlich aus, den Kopf mit blutigen Binden umwunden, das Gesicht eine schwar- ze entstellte Masse. Er hatte sich an einem Wachmann vergriffen u. war natürlich niedergeschlagen worden. Jetzt sollte er der Heilanstalt Bedburg b. Cleve zuge- führt werden. Ob man in Feindesland unter ähnl. Verhältnissen auch so viele Umstände gemacht haben würde? Ich bezweifle es. Und ob der Attentäter so unbehelligt geblieben wäre, wie bei uns? Ein Wolken-

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Radtke | Paul Tagebücher 6

Item 16

Transcription: -  28  - 15 Jahren) von 3 M. Wir können uns jetzt täglich ein Ei für diese Zulage leisten. Wenn wir nur nicht zu üppig werden! Die G.D.K. hat ihren Beamten eine Zulage von 20% bewilligt. Das klingt anders! Allerdings d. Stadt ist selbst in schweren Nöten. Der Kriegsausgaben sind zu viele.         Samstag, 9. Juni. Unsere Pfinstferien konnten wir schon einen Tag früher beginnen. Vorgestern nachmittag hatte unsere Schule frei, zur Belohnung für d. eifrige Büchersamm- lung. Und gestern morgen haben wir eine junge Kollegin von 29 Jahren zur letzten Ruhe geleitet. Nachmittags ging ich mit Treff nach Görs. auf d. Butter- und Eierhandel. Es wird immer schwieriger. Meister Heyer aus Holt will uns 100 Eier zum Ein- legen besorgen. Wenn wir sie nur heil hierher kriegen. - Heute abend solls nach Viersen zu Tante Hubertine. Das nötige Reisegeld konnte ich mir glücklicher- weise von d. königl. Lotterieeinnahme auf ein Freiloos (40 M) holen. "Bäter een Luns in de Pott, as gar geen Fett", wie der                         -  29  - Schneider sagte! Treff ist gebadet u. mit neuem Halsband geschmückt. Er soll mit nach V.          Donnerstag, 15. Juni. Das war ein Pfingstwetter! Zu Aller- heiligen wars oft wärmer und schöner. Re- gen u. kalte Schauer Tag für Tag. Bei Tan- te gabs ja "Fettpott" alle Tage, doch war ich froh, wieder zu Haus zu sein. Als wir gestern nachmittag ankamen, mußte ich mich sofort zu Bett legen. Ich brachte einen fürchterlichen Bronchialkatarrh von der Rei- se mit. Glücklicherweise aber auch man- che schätzenswerten Sachen, Wäsche, Kra- vatten u. Stoff zu einem Anzug, den ich der Kriegswitwe eines dörflichen Schneiders bei Viersen abgekauft habe. Sehr guten Stoff, das m zu 12,50 M. Die Kusinen kauften sich ebenfalls Stoffe zu Mänteln u. Röcken. Für Sophie soll auch einer abfallen. Treff mußte in V. an der Kette liegen. Er war außeror- dentlich artig. Man kann ihn überall mitnehmen.

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Radtke | Paul Tagebücher 6

Item 15

Transcription: – 26 – erschreckte. Wie ich später erfuhr, war auf Schacht III d. Zeche Neumühl ein großes Dampfrohr geplatzt. Menschen sind, Gott sei Dank, bei d. Unglück nicht zu Scha- den gekommen. Ähnlich mag das gewal- tige Brausen am Pfingstfest ganz Jerusa- lem in Schrecken versetzt haben. Um 8 Uhr fuhr ich bei scheußlichem Regen nach Schm. zur Beerdigung unseres Kollegen Neukir- chen. Er ist nur 43 Jahre geworden.                      Samstag, 3. Juni. Die Woche hat gut geendet! Vorgestern Christi Himmelfahrt, gestern Viehzählung, heute schulfrei. Aus Anlaß unseres großen Seesiegs im Skagerak. Unsere blauen Jungen, die augenblicklich hier in Urlaub sind, schauen noch einmal so stolz darein, obwohl sie nicht dabei waren. Mit Sophie machte ich nach d. Schulfeier einen Gang über d. Wochenmarkt. Eier kosten 0,28 M, Zwiebeln 0,10 M für d. Stück, Kirschen ein Pfund 0,80 M, Radies- chen 2 kl. Bund 0,25 M. Salat ist gut und billig. Blumenkohl kostet 0,60 M. Gurken kann man für 0,30-0,40 M kaufen. – Das war- me Wetter hat sich merklich abgekühlt. Es                      – 27 – droht Regen. Wir können ihn gut gebrau- chen. Draußen steht alles prächtig. Die Kühe schwelgen in d. üppigen Gras. Auch das Feld steht gut. Gott gebe uns eine reiche Ernte! Die vorigjährige ist schlecht genug gewesen.        Dienstag, 6. Juni. Es ist so kühl geworden, daß man d. Ofen ruhig wieder anzünden könnte. Dazu kommt noch allerhand persönliches Pech. Zunächst ist mir aus einer Buttersendung d. Molkerei Str. 1 Pfund Butter verschwunden. – Es gibt noch mehr Liebhaber süßer, frischer Butter. – Das ist heute ein schmerzlicher Verlust. Aber noch mehr beunruhigt mich ein Defizit von 150 M in der Kasse d. allgemeinen Kriegssammlung. 50 M haben sich als zu wenig gebucht im Spar- kasssenbuche wiedergefunden. Aber wo stek- ken die übrigen fehlenden 100 M? Das wäre eine nette Bescherung für mich, wenn ich sie nicht wiederfinden würde.           Mittwoch, 7. Juni.  Hamborn hat seinen Lehrern eine Teue- rungszulage bewilligt! Für Verheiratete 8 M, für Unverheiratete 5 M monatlich, da- zu eine Kinderzulage (für Kinder unter

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Ratne bojne dopisnice - Feldpost iz Prvog svjetskog rata

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Description: Ratne bojne dopisnice (Feldpost) bile su najfunkcionalnije sredstvo komuniciranja vojnika sa porodicom tokom Prvog svjetskog rata. Većinom su bile cenzurisane i na njima se nalazio pečat vojne cenzure, regimentalni pečat i pečat vojne pošte. Na velikom broju dopisnica nalazila su se sva tri pečata, međutim, nerijetko se nalazio samo jedan ili dva. Poznato je da su vojnici bili strogo kažnjavani ukoliko su svjesno pisali bilo šta što otkriva vojne tajne. Pisati su mogli samo vojnici. Sve što bi napisali davalo bi se vojnom cenzoru da to pregleda i tek kad on odobri moglo se poslati porodici. Čitajući pisma, može se uvidjeti da su ona poprilično štura, te da su dobro pazili o svemu šta je napisano, upravo iz razloga da bi izbjegli probleme sa nadređenim. Feldpost sistem Austro-ugarske Monarhije, omogućavao je vojnicima da komuniciraju sa svojim najbližima. Sačuvane razglednice i pisma pružaju lični pogled na to kako su pojedini vojnici doživljavali sukobe. || Devet bojnih dopisnica (Feldpost)

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Dumitru Nistor prizonier de război în Japonia

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Description: Este un volum de jurnal din cele trei deţinute de Biblioteca Judeţeană Octavian Goga Cluj. || Dumitru Nistor, ţăran din satul Năsăud s-a născut în 1893. Visând din copilărie să călătorească şi să vadă ţări străine, în 1912, când vine vremea “număraşului” (recrutării) el cere să fie primit nu în miliţia ardeleană, unde erau recrutaţi de obicei românii, ci în marina austro-ungară. Terminând şcoala de marină, după o călătorie la Viena, este îmbarcat ca Geschützvormeister (“primul îndreptător de tun”) pe vasul SMS Kaiserin Elisabeth, cu destinaţia Asia. Prins de război în Marea Chinei, crucişătorul Kaiserin Elisabeth participă la câteva bătălii navale, pentru ca în 2 noiembrie 1914 să se hotărască scufundarea lui. Echipajul pierde şi lupta terestră, este luat prizonier de japonezi şi transportat în arhipelagul nipon. Timp de zece luni, ţăranul-marinar din Năsăud va fi prizonier într-o mănăstirea buddhistă din Himeji, iar apoi mutat într-un lagăr, construit special pentru prizonierii germani şi austrieci, la Aonogahara, nu departe de Kobe, unde va rămâne până la sfârşitul anului 1919.

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Potrošačka kartica prezime Škreblin

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Description: Potrošačka kartica sadrži podatke o osobama koje su se prijavljivale radi raspodjele živežnih namirnica u Zagrebu tijekom Drugog svjetskog rata. Sadrži podatke o podnosiocu prijave (ime i prezime, adresa) te osobama koje se nalaze u kućanstvu, njihova imena, godine rođenja, odnos prema podnosiocu prijave, zanimanje i mjesto rada.

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