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Kriegserlebnisse von Helmuth Schellenberg an der Westfront (nach Tagebuch erstellt)

Item 76

Transcription: Von der Z i v i l b e v ö l k e ru n g  dem  Z i v i l                 -------------------------------------------------------------------        Man kommt um das Mitleid nicht herum,besonders da man über- all mit den zurückgebliebenen Bevölkerung gut steht.Es war all- gemein üblich,dass man im Fall der Einquartierung in einem be- wohnten Haus abends mit den Bewohnern zusammen sass und so gut es ging parlierte;wenn man mit Wäsche, oder sonst etwas zu tun hatte, so bekam man einen Kaffee.Jch weiss nicht,wie es gegangen wäre,wenn wir irgendwie in schlechter Lage gewesen wäre,aber so konnte man sie nur bedauern..Vor allem konnten Sie nie wissen,  ob nicht der Krieg bis zu ihnen kommen würde,Annay,Winglis,St. Quentin,St. Thomas,wo ich mich mit den Hausleuten noch unterhielt, sind geräumt und zerstört.       Die Räumung Corbény April 17 sollte einige Tage früher statt- finden, als es tatsächlich sein konnte.Das Gerücht verbreitete sich schnell,wer konnte ging hin und um zu requirieren aber die Einwohner waren noch da und riefen den in die Häuser eindringen- den entgegen: nix parti.        Jn Malincourt Okt.16 war bei der Abendunterhaltung immer eine Freundin zugegen,sie brachte die Rede gern auf ein Mädchen,dass es mit den Offizieren halte:"Mademoiselle un franc"war die immer in der Unterhaltung wiederkehrende Bezeichnung.Man kann sich aus- malen was das nach dem Krieg gibt.         Jn Anney als ich die Pont maudit an der Kanalbrücke der Stras- se ens-Caroin Wache hatte,traf ich eine Frau die - es war etwa im März - seit den ersten Gefechten im Sept.Okt. von ihrem 8 jäh- rigen Kind keine Nachricht mehr hatte;plötzlich waren Granaten im Dorf eingeschlagen,die Leute in der Verwirrung,teils wie sie in d den Keller teils (wie sie hoffte auch ihr Bub) über alle Berge nach Frankreich.Nachrichten über ihn waren bis dahin noch nicht  zu bekommen.         Schlimm waren damals die Verwahrlosungen der Kinder ."Msieur Chocolat" bettelten nur die ganz Kleinen, von 6-7 Jahren an hiess es " Cigarettes" und sie rauchten wenn sie'sbekamen.Uebrigens hörte ich einmal kleine Buben singen:"Drumm grüss ich dich mein  Badner Land," was sie wohl dem Gehör nach aufgeschnappt hatten.          Mitte Oktober 18 in Sons.Ein Teil der Bewohner waren abtran- sportiert,da kam wegen dem Waffenstillstandsangebot Prinz Max eine Pause.Die noch dagebliebenen wussten nicht,ob sie fort oder nicht,sie fragten sich und uns in einer Aufregung und konn- ten an den verlassenen Häusern sehen wie unsere Leuten mit den Sachen umgingen. " O c'est tristes de voir ces pillages" sagte nie ohne Scheu eine Frau,die aus der Wohnung von Verwandten einige Habseligkeiten,ich glaube auch Pflanzen rettete-vorläufig, denn vermutlich kam sie auch noch weg.Bis dahin bekam man immer noch Kaffee bei ihnen,auch noch Ende Oktober in Monceau oder Malzy s/ Oise hinter Guise.Hier stellte sich im Gespräch heraus,dass die Leute schon aus der Gegend von Soissons 1915 weggebracht worden waren und sich jetzt notdürftig wieder einigen Hausrat zusammen- gebracht hatten.Jetzt erarteten sie-wohl mit Recht-dass der Krieg wieder über ihre Gegend weggehen werde. Aber sie wollten diesmal lieber das Art.Feuer aushalten, als noch einmal fliehen.

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Kriegserlebnisse von Helmuth Schellenberg an der Westfront (nach Tagebuch erstellt)

Item 73

Transcription: 67 blieb schwer verwundet liegen. Die Melder,die erst das Gewehr um- hängten,fanden die Franzosen schon am Kellereingang, es sollen übrigens Tschechen gewesen sein.Das Unglück pflanzte sich fort noch weit ins erste Batl.hinein.Die Batl.Stäbe wurden erst durch einzelne Flüchtlinge aufgeschreckt und konnten nichts tun als sich mit einer Nachhut zurückziehen.Noch vor Tagesanbruch wurden die Adjutanten zum Reg.bestellt wobei ich mitging.Man konnte den Reg,Adjutanten kaum durch Rütteln wachbekommen und brachte ihn au auch so ungern in die Wirklichkeit zurück.Die Stärkemeldungen der Komp. waren auch zu schlimm.Unteroffz.  1Mann,oder 5 Mann waren Komp.Stärkeen.Nur die M.G.Komp.die teilweisen rückwärtige Nester besetzt hatten zählten noch bis 20 Mann.Das ganze Regiment,mit den Manschaften und Stäben hatte etwa 120 Mann.Jeder war wie vor den Kopf geschlagen.Gerade die frische Tapferkeit der letzten Zeit machte die Verluste so schwer.Man hatte bei den Gefechten vor Origny das Reg.noch einmal besonders schätzen gelernt,sich mit Stolz dabei beheimatet gefühlt,noch am Morgen der schönste Erfolg und am Abend war das Reg. vernichtet.Die einzelnen tapfer- en Taten von denen auch erzählt wurde,von den M.G.Leuten,die sich mit M.G.dann mit Gewehr und schliesslich mit Revolver ge- wehrt hatten,machten die Verluste nur schmerzlich.Und doch blieben diese 120 Mann - einige Dutzend Versprengte mögen noch dazu ge- kommen sein - noch weiter im Gefecht.Sie wurden eben neu eingeteilt An Herausziehen war bei den neuerlichen Verlusten noch weniger zu denken als früher.Bald stand das Regiment wegen Abwehr von Tank- angriffen im Tagesbericht.Diese neuen Kämpfe erlebte ich nicht mehr an der Front.BatlStab brauchte man höchstens einen,darum wurden wir mit 1/464 gleich wieder zurückgeschickt.Es ging zu Fuss,da die Pferde schon weg waren.Wieder überraschte einem hin- ten die Fülle von Artillerie und Tross im Gegensatz zu der zusam- geschmolzenen Frontinfanterie.Die Oisebrücke wurde zum Spren- gen eingerichtet,Man sah wieder Civilisten,die ihre Habselig- keiten auf Kinderwagen usw,fortschafften.Die ganze Gegend war zu- dem mit Flüchtlingen aus früheren Kriegsjahren bevölkert.Die,bei denen wir in Moncan Kaffee tranken,wollten diesmal bleiben und ich glaube,es fand diesmal keine zwangsweise Abbeförderung statt weil die Arbeit zu gross gewesen war,Die Franzosen brachten in die letzten Kriegswochen noch viel Elend auch auf ihre Mitbürger, unnötigerweise,in der vergeblichen Hoffnung einen Zusammenbruch unserer Front zu erleben.Mich beschäftigte aber zunächst mein Urlaub.Den Schein hatte ich schon lang und jetzt die Erlaubnis sofort bei oder der angekündigten Aufhebung der Urlaubssperre wer- de verlängert(wie es auch kam).Den Befehl wollten wir (noch ein Kamerad vom 1.Batl. war in der gleichen Lage) nicht abwarten,wir nahmen also noch ein Reisetag mehr dazu,verabschiedeten uns schrift lich vom Regiment und fuhren gleich am nächsten Morgen an die Bahn nach La Capelle.Der angebliche 7 Uhr Zug fuhr aber nicht,über haupt kein Zug mit Sicherheit,so fuhren wir mit unserm Gespann weiter nach Hirson auf der Strasse,auf der später die Waffenstill-- standsparlamentäre fuhren,jetzt noch Etappe mit Molkereien und Pferdelazaretten.Jn Hirson ging auch sobald kein Zug,man traf nur Offiziere die aus dem Urlaub kamen.Z.B.unsern Rittmeister.Einige Fliegerangriffe fanden noch am Nachmittag statt,dann konnte ich am Abend mit dem Kölner Schnellzug fahren.Jn Belgien bekam er 12 Std. Verspätung,fuhr aber dann schnell durch.Mit Aufenthalt in Köln &

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Kriegserlebnisse von Helmuth Schellenberg an der Westfront (nach Tagebuch erstellt)

Item 75

Transcription: item 75                                                       69                                             Pa t r u i l l e n                                         ----------------------------            Der ganze Winter ist die Zeit,wo im Hinblick auf die et- waige Frühjahrsoffensive zur Feststellung der gegenüeberliegen- den Truppenteile gewaltsame Patruillenvorstösse gemacht werden. So kam auch 16/17,als wir am Chemin des Dames waren von oben der Befehl dazu und das Regiment beauftragte die Batl.und diese die Komp.die Möglichkeiten dazu auszuarbeiten.So erkundeten wir schon in unserer ersten Stellungsperiode bei der 2.Komp., wenigstens noch das Drahtverhau,es war so dicht,dass man den Verlauf seiner Teile oder das Zwischengelände bei Tag nicht sehen konnte,ausser von bestimmten erhöhten Punkten,etwa Artilleriebeobachtungen,die Posten konnten nichts sehen.           Eines Abends - ich mochte wohl Grabenaufsicht haben-ent- schloss ich mich kurz und suchte im Draht den Ausgang und klet- terte eine Weile im Draht herum,was mir beinahe schlecht bekommen wäre,da dem nächsten Posten die Geschichte merkwürdig vorkam,er schoss allerdings nicht,die Treffaussichten im Dunkeln sind auch glücklicherweise sehr gering.Jn zweien der folgenden Nächte kroch ich dann mit Begleitung,darunter Albert Schmidt von Efringen,den ich damals zuerst kennen lernte,stundenlang im Vorgelände herum. Es stand kein Mond am Himmel und es war leicht neblig,sodass man Drahtverhau nur aus vielleicht 2m.Entfernung gegen den Schimmer vom Himmel sah.Pfähle allerdings weiter.Man orientierte sich ungefähr nach dem Drahtverhau.Am nächsten Tag stiess ich schon 25 Schritte vor unserm Drahtverhau auf eine Schnelldrahtrolle,die ich für eine vorgeschobene eigene hielt,da ich glaubte,die Fran- zosen hätten keinen solchen Draht.(Er wird an Ort und Stelle ein- fach wie eine Ziehharmonika auseinander gezogen).Jch wollte durch was aber nicht recht gelang,da noch weitererDraht  dahinter folgte Es war,wie ich das nächste mal feststellte.doch der franz.Draht, den ich bis zu einem Eingang zur franz.Stellung verfolgte.          Sehr gefährlich waren nach meinem Gefühl diese Patr.nicht, da die franz.Posten hinter einem wohl 50mdichten Wald von Draht sassen und wenig hören konnten,nur Zufälligkeiten können Unglück bringen.                                         ----------------------------

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Diary 10: April - December 1941

Item 82

Transcription: Left page   Monday, September 1st 1941 The Russo-German war is in its tenth week and it certainly has surprised most of the World and I should say the Germans too. They have gained substantial territory and claim fantastic captures, but Russian resistance is unbroken and there is no sign so far of a collapse. The Germans have invested Odessa and are making slight progress towards Moscow and Leningrad. The campaign weather will cease at the end of this month. There seems reasonable prospect to assume that the potential of Russian resistance will remain. This is a new phase of the war and quite likely to be of great importance. Iran has been occupied by Russian-British forces as providing a line of communications other than Vladivostock. Massigli, French ex-Ambassador, said to me the other day, he thought the armistice would be signed in November 1942. Too optimistic No one has been much surprised that a young Frenchman has shot Laval, whose condition is serious. The boy had joined a small volunteer force which was to go to fight the Russians and they were being inspected in Paris by Laval.- The Germans are said to have taken 25% at least of their occupying troops from France for the Eastern front. I met Politis at luncheon on Saturday. He is more talkative than ever because he has become more deaf and does not like anything but a monologue. Very interesting however, especially on his impressions in France. He is not pro-German now if ever. He was talking a lot about the reforms being carried out in France by the Vichy Government when Rappard managed to intervene and said that it seemed a pity Vichy should make decrees now perhaps for reforms which were in themselves good but which would be discredited in the eyes of the French people simply because they had been made by a régime in which the people had no confidence. I had myself been trying to say, not so well, that anything Vichy did in this way at the moment was completely unimportant. Rappard went a little further. Darlan, presumably replying to Sumner Welles and the American press, which begins to have favourable articles on the League, and perhaps to the "Democratic Charter" - the eight points drawn up by Roosevelt- Churchill, gave an interview to the Gazette de Lausanne.  Right page   Having repudiated the suggestion that he and Hitler were planning that France would take over the Suisse Romande, he added that there was one thing in Switzerland he disliked very much and that was the League and then proceeded with an attack. This is a change from non-interventionist policy in international politics and is virtually an invitation to the Swiss to get rid of us. Loveday, who saw Jacklin in Montreal, says he has improved beyond recognition. This rather confirmed the better impression I have had lately. The cure is the result of getting amongst his own people again. Even the English Bank Manager here remarked to me the other day a propos of some trouble about the control of the banking accounts, that before he left Jacklin had been in the jitters with stories of the Gestapo following him. Roger Makins was also sent to be in attendance at the Supervisory meeting at Montreal. I think this was a gesture in view of my expressed opinion as to Jacklin's political competence. On the whole, the thing went off well, the ILO being of course much better treated than the Secretariat. At any rate we have a budget adopted for 1942 and can probably find the money to cover that year. Nevertheless, I have been asked to save 20% of a budget which was already based upon what seemed to be the minimum actual expenditure. I have just taken ten days at Mülhen in the Grisons, 1460 metres, and spent a few days fishing the Julier river up to 1660 metres. Marvellous country and fishing unusual and interesting; trout seem to average about 3/4 of a pound; I got ten in six days up to a pound; dry fly fishing difficult owing to broken water. Also visited Zurich and Rheinfelden and passed through Bâle. A Zurich manufacturer at the hotel at Mühlen whom I asked as to how opinion on the war was divided in Zurich answered simply: "there is no division" a contrast to Geneva. The Chief Censor at Bermuda has sent apologies to me and has explained that the so-called "watch list" contains people from the whitest white to the blackest black, etc.

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Schreiben von Sophie Sautier an die Großherzogin Luise; Zusendung eines Protokolls; Regelung der Vertretung für Clara Siebert; Gedanken zum Ende des Krieges und der kommenden Zeit

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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Soziales, Wohltätigkeit >> Badischer Frauenverein >> Geschäftsberichte >> Berichtserien >> Dr. Sophie Sautier [Präsidentin von Abteilung V]

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Schreiben von Sophie Sautier an die Großherzogin Luise; Sonderausbildung für die Schwestern | die sich mit der Tuberkulose beschäftigen

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From Bulford Camp

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Description: Marriage certificate Autograph album || Family brought along just a marriage certificate and an album and drawings.

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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Dank für einen zugesendeten Brief und Bericht über die eigene Gesundheit

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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]

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