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Tagebuchaufzeichnungen von Georg Luber
Item 11
Transcription: Erlösung sei nun sehr nahe. So erfolgte dieselbe auch am 12. II. 20 wo wir in Dun den Transportzug bestiegen. Die Freude, die lebhaften Gesichter solltet ihr gesehen haben. Aber leider durfte der ersteren nicht Luft gemacht werden, denn singen u. lachen war schwer verboten. Dennoch kamen wir am nächsten Tag glücklich in Ludwigshafen (Baden) an, woselbst wir in Hände deutscher Offiziere übergeben wurden. Nach einer kleinen Pause kam der Zug wieder ins Rollen u. nun gings über den Rhein, aber welchen Anblick unser Jubel u. die Begeisterung der Zivilbewohner, die durch Schwenken der Taschentücher, jubeln von Wiedersehen u. singen der Kinder zum Ausdruck gebracht wurde war unbeschreiblich. O, wie sich unsere bedrückten Herzen erquickten, als sie wieder deutsche Worte hörten. Endlich kamen wir im Durchgangslager Mannheim an, wo wir mit hellem Jubel u. Musik empfangen wurden. Hier gab es viel zu erledigen u. am 17. II. 20 wurde ich mit einem neuen Anzug u. entsprechend Löhnung entlassen. Am 18. II. früh 7 Uhr kam ich mit unbeschreiblicher Freude fast unverhofft zu Hause [unleserlich], so daß ich meinen lb. Angehörigen mit Freuden u. gesund die Hand reichen konnte. Gg. Luber.
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Tagebuchaufzeichnungen von Georg Luber
Item 10
Transcription: hatten Essen u. Bekleidung wie die Soldaten selbst u. waren auch sehr zufrieden damit. Auch dies sollte unser letzter Platz noch nicht sein, denn am 20. Dezember fuhren wir ab von hier u. kamen nach Vaubecourt-Lou Mer Mont. Auch von hier ging es wieder weiter am Silvester 1918 u. kamen am 2. Jan. 1919. in Montmedy an. Dies ist eine alte Festung im Jahre 1432 fertig gebaut. Natürlich in diesem Krieg konnte sie keinen Widerstand leisten. In einem Lazaret [sic], das von den Deutschen im Kriege erbaut wurde, fanden wir unser Unterkommen. Da gab es viel Arbeit in der Stadt u. umliegende[unleserlich] Orten wie: Ire le Prè - Ire le Lac-Grand Vaniel Ecuvieze - Thanne le Pre - Chauvency u. drgl. Es schien, als ob eine bessere Zeit für uns beginnen wollte, denn das Essen u. alles wurde hier besser. Aber als der Frühling kam da stieg einem jeden das Heimweh in den Kopf u. macher suchte Gelegenheit zu entfliehen. Bald aber wurden Friedensverhandlungen eingeleitet und man tröstete uns, der Tag der Heimkehr sei sehr nahe. Dies sollte auch diesmal zur Unwahrheit werden, denn am 14 Juli wanderten wir eine Strecke von 18 km weiter westl. u. kamen nach Stenay ebenfalls eine Stadt, im Krieg das große Hauptquartier des deutsch. Kronprinzen. Hier gab es dieselbe Arbeit wie vorhin, nur in Boudon u. Mouzay gab es viele Erabeiten [sic] zu verrichten. Hier wurde unsere Comp. aufgelöst u. wir wurden der Comp. N° 450 P.G.R.L. zugeteilt. Das Essen war hier so schlecht, die Arbeit so groß, daß wir am 11. Aug nicht mehr zur Arbeit gingen u. streikten. Da uns unsere Wünsche für erfüllt erklärt wurden, gingen wir noch hungrig zur Arbeit. Der Erfolg war zwecklos u. die deutsch. Vorgesetzten wurden mit 30 Tg. Arrest zu einer Strafkompagnie versetzt. So verging ein Mt. um den andern u. Weihnachten kam heran. Diesmal wurde es ja mit den Liebesgaben vom Rot. Kreuz nichts mehr, wie denn die vorhergehenden Jahre. So trösteten wir uns mit der Botschaft [unleserlich] Herrn Dr. Traut, deutsch Major in Paris, der uns mitteilte, die Std unserer
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Tagebuchaufzeichnungen von Georg Luber
Item 9
Transcription: Pakete von der Heimat an, was uns große Freude machte, aber zum Schrecken diese bloß sehen durften u. dann wieder gehen konnten. Es war eine Gegenmaßregel u. dauerte 14 Tg. bis die meisten Pakete von Ratten vernichtet wurden. So blieben wir in diesem Lager, nachdem wir den Winter hinter uns hatten, bis zum 21. III. [unleserlich] wo die nächste deutsch. Offensive an der Westfront begann u. wir deswegen ausreißen mußten. Kamen deshalb nach Dival, um dort auf der Eisenbahn zu arbeiten. Schon nach 14 Tg. ging es von hier wieder ab, 45 km zu Fuß nach Francault dort bekamen wir Waldarbeit, welche uns besser gefiel als die Frontarbeit. Als wir die Wälder in der Umgebung abgetrieben hatten, zogen wir von einer Ortschaft zur andern u. kamen nach Basenay, Bardonay, Bous, Pouy u. Rigny. wo wir dieselbe Arbeit verrichteten. Am 11. Nov. 18 in letzterer Ortschaft angekommen trat der lang ersehnte Waffenstillstand in Kraft. Infolgedessen mußten wir unser Arbeit einstellen u. glaubten recht bald unsere Heimat wieder zusehen. Aber auch diesmal sollten wir uns wieder einmal verrechnet haben, denn in 3 Tg. ging es schon wieder auf Reisen über 2 volle Tg. waren wir auf der Bahn u. hatten große Kälte auszustehen. Aber jetzige Bestimmungsort war St. Dizier eine große Stadt. Aber was sollten wir hier alles erfahren? Sogleich am 1 Tg. meldeten sich 6 Mann mit hohem Fieber krank. Mir war selbst schon ganz schwindelich [sic] u. am 2 Tg. meldete ich mich ebenfalls mit noch 68 Kameraden krank. Nach Aussage des Arztes war die Krippe [sic] über uns gekommen; die in solchem Maße auftrat, daß bis in 3 Tg. über 150 Mann schwer krank dalagen. Die Baracke, die als Revier oder Lazarett gelten sollte, war eißkalt [sic]. Da kam eines Tages ein Oberarzt u. bestimmte gleich über 40 Mann ins Lazarett wovon einige schon unterwegs starben u. ungefähr noch 20 Mann im Lazarett. Nachdem wir 10-12 Tg. so dalagen wurden wir wieder dienstfähig gemacht. Nun waren auch Amerikanische Truppen da, die auch 1 Komp. deutsch. Gefangene hatten, denen es aber weit besser ging wie uns. Dieselben
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Tagebuchaufzeichnungen von Georg Luber
Item 8
Transcription: Als dies derselbe verneinte, blieben wir beisammen u. noch am selben Tage gind ein Transport v. 500 Mann ab wo auch ich eingereiht wurde. Vor dem Abmarsch wurde uns bekannt gegeben viel Wasser zu trinken, denn die Reise würde lange dauern und unterwegs gäbe es keines. So tranken wir einfach drauf los, wie die Kamele vor einer 8 tägigen Wüstenreise. Die Fah[unleserlich] dauerte 3 Tage u. Nächte, sodaß schon meist ein jeder am 2 Tg. kein Stckch. Brot mehr hatte. Wie es aber inzwischen in den Viehwägen wo wir zu 45 mann hineingepreßt waren u. alles luftdicht verschlossen war ausschaute u. zuging kann ich hier unmöglich aufführen. Am 3 ten Tag nachts 11 Uhr kamen wir am Ziele an. Es war ein großes Sammellager namens Canandre. Als uns die Ruhestätte in den Baracken angewiesen war, ging es aufs Wasser los, u. ein jeder rieb sich vor allem zuerst die Augen aus, die schon über 4 Wch. kein Wasser mehr gesehen hatten. Am nächsten Tag wurden wir gekleidet, konnten uns baden, erhielten frische Wäsche u. was uns sonst noch fehlte, wie Decken, Zelt u. Strohsack, Eßgeschirr u. Löffel nicht zu vergessen, denn das war uns das Liebste. Das Essen war ausreichend u. wir erholten uns einigermaßen wieder, da wir uns nebenbei alle Tage waschen u. reinigen konnten. Das dauerte bis zum Pfingstsonntag wo wir zur Komp. 124. zusammengestellt wurden. Seit meiner Gefangennahme wussten sie zu Hause nichts als vermißt bis wir am 20. Mai die erste Karte schreiben konnten. Als wir das Lager verließen, hatten kamen wir nach einer ebenfalls 3 täg. Bahnfahrt in einen Buchenwald wo nach 10-14 Tg unser Lager aufgestellt wurde. Wir waren nun im Frontgebiet das die Deutschen im März geräumt hatten, nämlich Cariere Martin. Hier gab es Stacheldraht aufzurollen u. Gräben einzufüllen. Behandlung war sehr schlecht, da der preuß. 18 jährige Feldwebel der auch noch auf französischer Seite stand seine eigenen Kameraden ins Unglück stürzte u. in Aresst sperren ließ. So dauerte es bis 25. Aug., wo wir von hier abzogen und nach Plemont kamen bei Thiescourt einer beschädigten Ortschaft die wir wiederherstellen mußten. Die andere Arbeit war wie die vorhergehende. Indessen kamen auch
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Tagebuchaufzeichnungen von Georg Luber
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Description: Tagebuchaufzeichnungen („Meine Militärzeit und Kriegserlebnisse!“) von Georg Luber aus Bernricht, der als Soldat in Frankreich und bis Februar 1920 dort in Kriegsgefangenschaft war.
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Schreiben von Sophie Sautier an die Großherzogin Luise; Entlassung von Personal; Probleme der Frauen aus dem Elsaß; Situation des Arbeitsmarktes; Versuch Clara Sieberts für das Zentrum in den Landtag gewählt zu werden; Gründung eines sozialdemokratischen Frauenrates durch den Arbeiter- und Soldatenrat
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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Soziales, Wohltätigkeit >> Badischer Frauenverein >> Geschäftsberichte >> Berichtserien >> Dr. Sophie Sautier [Präsidentin von Abteilung V]
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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Bericht von einem Fest für die Kinder; Berichte über einzelne Schwestern
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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]
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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Genese der Großherzogin; Verehrung der Kinder für die Großherzogin und Bericht von einzelnen Schwestern
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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]
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Tagebuchaufzeichnungen von Georg Luber
Item 11
Description: Part of the handwritten memories of Georg Luber, soldier in Bav. RIR 14 regarding his experiences at Western front and as prisoner of war in France
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Item 10
Description: Part of the handwritten memories of Georg Luber, soldier in Bav. RIR 14 regarding his experiences at Western front and as prisoner of war in France
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Item 9
Description: Part of the handwritten memories of Georg Luber, soldier in Bav. RIR 14 regarding his experiences at Western front and as prisoner of war in France
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Item 8
Description: Part of the handwritten memories of Georg Luber, soldier in Bav. RIR 14 regarding his experiences at Western front and as prisoner of war in France
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