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Kriegserlebnisse von Helmuth Schellenberg an der Westfront (nach Tagebuch erstellt)

Item 30

Transcription: item 30                                             - 24 - Vonhier ab geschrieben August bis November 1917. (26. August 1914). Die paar Stunden schliefen wir noch mit et- was Stroh, teilweise in leichtem Regen.. Am Tage rückten wir von der rechten (westlichen) Seite des Dorfes auf die linke und bezogen in dem Gelände, wo wir Tags zuvor anmarschiert waren, verschiedene Stellungen hinter den Hängen, da die Franzo- sen mit Artillerie etwas in der ganzen Gegend etwas herum- streuten, es wurden verschiedene Sicherungen gegen das Wald- gebiet links abgesandt die teilweise erst nach langem Suchen wieder gefunden wurden. Der Tag verging so schnell als der, der vorangehende lang war, da wir den Schlaf nachholten.Auch nachts wurde geschlafen, obwohl es in der Dämmerung wieder anfing etwas zu regnen. Man zog seinen Mantel um, legte sich auf den moosigen Waldboden und schlief fest ohne den gering- sten Schaden zu nehmen, nur machte der nasse Mantel am näch- sten Tag den Tornister etwas schwer. Es schien am 27. zunächst mit dem Herumziehen in den Stellungen dort weitergehen zu wol- len, da bekam die erste Gruppe, zu der ich allmählich infolge verschiedener Ausfälle aufgerückt war, den Auftrag mit den links jenseits des Waldgebiets kämpfenden 112 oder 142ern die Verbindung aufzunehmen. Von den Franzosen wusste man weiter nichts, als dass sie auch irgendwo in der Gegend waren. Jhre Artillerie schoss dauern in der Gegend herum. Wir trafen aber nur anfangs einige weggeworfene Patronentaschen, dann zogen wir in breiter Schützenlinie und als uns das später zu umständlich wurde, hintereinander lang bergauf und bergab im Wald herum. Schliesslich kamen wir an eine Wiese mit einem Hof, an den wir uns vorsichtig heranmachten.Es war von Franz- osen aber nur ein Toter mit vielen umgehängten Feldflaschen da und sonst nur eine Kompagnie 169er, die schanzten. Jhr Führer wusste weder von den Franzosen, noch von den 142er et- was, hatte auch keine Karten. Um eine solche zu bekommen und um seine Anwesenheit zu melden, wurde ein Gefreiter (Bloch) und ich zurückgeschickt. Die andern zogen weiter nach Osten. Wir fanden uns mit unserm Kompass sehr schnell zurück, eine Karte war natürlich nicht zu bekommen und so blieben wir bei der Kompagnie, die zunächst wie am Vortage herumlag. Am Nach- mittag ging es allgemein vor, wir rückten als Reserve durch das Dorf und von einem Hang zum andern. Südlich vom Dorf la- gen wir eine Weile hinter einem Hang, so hoch, dass wir eben nicht mehr drüber wegsehen konnten und jenseits war schon ein gewaltiges Geknatter. Das ist nicht sehr angenehm, wenn man nichts zu tun hat, als zu denken, jetzt kommt man auch bald in das Geschiesse hinein. Wir zogen uns aber noch einmal in das Wäldchen hinein. Ein Zug wurde vorn eingesetzt, wir hör- ten nur das endlose Schiessen und gelegentlich Hurra rufen, ohne dass die Entfernung sich merklich änderte. Eigene Ar- tillerie schoss einem unangenehm in die Nähe, sodass wir da- rum oder auf Befehl scliesslich auch nach vorn rückten,hin-

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Kriegserlebnisse von Helmuth Schellenberg an der Westfront (nach Tagebuch erstellt)

Item 29

Transcription: item 29                                             - 23 - schliesslich der Arzt genug Leute von seinem Regiment, so- dass er uns entlassen konnte. In einer Wirtschaft schritt eben ein Offizier energisch gegen das Plündern ein. Die Einwohner holten ihr Vieh heraus, manche fragten: Qu´est ce q´ona fait?" Manche erwiderten: "Lew habitants ohnt tirés sur nous." Ich dagegen war derselben Ansicht, wie ein Offi- zier, der sich auf dem Rückweg eine Weile mit uns unterhielt. Er erzählte, der Kirchturm sei eine Stunde vorher von den vordersten Truppen frei vom Feind befunden worden, man habe gleich nach Beginn der Schiesserei ein Dutzend Franzosen von den letzten Häusern nach dem Wald davonspringen sehen, das weitere Schiessen sei daher gekommen, dass überall die eigenen Truppen mit oder ohne Befehl dahin geknallt hätten, von wo es ihnen gefährlich schien, dass die so weit ver- breiteten Gerüchte, es hätten Verwundete, Einwohner, Sani- täter auf uns geschossen, mindestens zum allergrössten Teil falsch seien. (Später hörte ich auch, die Franzosen hätten von einer Seite her einen Ueberfall  versucht) .                  Die Kompanie blieb über Nacht auf der Stelle,  um Mitternacht kam die Feldküche wieder mit Essen und Kaffee. Am nächsten Tag lagen wir gefechtsbereit im Wald halblinks hinter St. Barbe, das etwa zu einem Drittel verbrannt war. Der Divisionsgeneral hatte die Brandlegung aufhören lassen.

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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Planung der Abschiedsfeier und Andacht

Item 6

Transcription: Die Austretenden haben ihr Abschiedsbild von Eurer Königl. Hoheit bekommen. Darf ich erwähnen, daß alle Damen das V.P. Album haben mit Aufnahme des Hauses von außen und von innen? Düfte ich vielleicht untertänigst vorschlagen, daß Eure Königliche Hoheit jeder Dame ein Bild schenken möchte von den vielen eingerahmten, die im Hause, im Korridor od. in den Wohnzimmern hängen, und daß die Damen es sich selbst wählen dürften?  Dürfte vielleicht auch  jeder der Lehrer und Lehrerinnen ein solches Bild als Andenken erhalten oder einen Gegenstand aus den Wohnzimmern?  Ich glaube, das würde sehr erfreuen. [16,1]

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Emy Destinnová’s postcards || Pohlednice Emy Destinnové

Item 1

Transcription: Má Či! Posílám zde malý přís= pěvek do hospodářství, děkuji za znejmilejší psaníčko, které co ne= vidět zodpovím a raduji se z toho,    image of a chicken

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Emy Destinnová’s postcards || Pohlednice Emy Destinnové

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Description: Pohlednice E. Destinnové z Německa psané sestře. || 30115-142605-a25823_predek.jpg

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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Planung der Abschiedsfeier und Andacht

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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]

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Schreiben von Sophie Sautier an die Großherzogin Luise; Unfall der Großherzogin und Anteilnahme daran

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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Soziales, Wohltätigkeit >> Badischer Frauenverein >> Geschäftsberichte >> Berichtserien >> Dr. Sophie Sautier [Präsidentin von Abteilung V]

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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Eltern holten ihre Kinder ab; Hoffnung darauf | den Schulbetrieb im Januar wieder aufzunehmen

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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]

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