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Kriegserlebnisse von Helmuth Schellenberg an der Westfront (nach Tagebuch erstellt)
Item 38
Transcription: item 38 - 32 - comme il faut." Hoffentlich gehörte icn zu den letzteren. Wir waren mit unseren Gedanken naturgemäss immer be den kommenden Ereignissen, aber in dem Bewust- sein,dass wir eben auch einmal dran mussten. Wir wurden im Automobil vorgefahren bis Ruaulcourt, das etwa 10 Klm. hin- ter der Front lag und noch nicht beschossen war. Jmmer mehr Truppen sah man unterwegs, dazu Stapelplätze Kolonnen Laza- rette, allmählich sah und hörte man auch das Feuer von vorn. Hier liessen wir unsere Tornister und empfingen Stahlhelme und eiserne Portionen für drei Tage. Der Stahlhelm sass mir infolge der Polsterung sofort angenehmer als der Lederhelm. Noch in der gleichen Nacht rückten wir vor. Ich hatte eigent- lich keinen Zug zu führen, sondern war beim Leutnant, der den ersten Zug führte. Da derselbe oft anderes zu tun hatte und nicht gern aus seinem jeweiligen Unterstand herausging und nach einigen Tagen wegkam, hatte ich so ziemlich die Führung des Zuges in der Hand. Wir kamen durch Bertincourt und Barastre. Einzelne Einschläge in der Nähe krach ten un- heimlich und besonders erschreckte der plötzliche Abschuss eines eigenen Geschütz. Jn der sog. R.2 Stellung (3. Linie) vor Barastre löste wir eine Kompagnie ab, oder vielmehr sie war schon weg.Ein unten schlammiger Graben wurde mir vom Führer gezeigt, darin gingen etliche Truppenstolleneingänge hinunter, meist wie sich später herausstellte 15-20 Stufen tief. Mit Mühe brachte ich die Gruppe meines Zuges zusammen, die sich in der Dunkelheit und beim Uebersteigen eines Draht- verhaues verlaufen hatten und hatte für jede Gruppe 1-2 Stol- leneingänge und für die Zugführer auch einen. Jm Zug war eine Stelle, wo das Wasser an einigen versoffenen Stollen einen langen Spiegel bildete und mir bei Versuch durchzukommen in den Stiefel hinein zu laufen drohte.Die Herrichtung gelang auch in den folgenden Tagen nicht recht, da die Arbeit durch öftere Beschiessung unterbrochen wurde. Meist waren es mitt- lere Kaliber, ich erinnere mich, dass ich einmal in einen Stollen hineinschlupfte, in dem dauern vom Luftdruck der Einschläge das Kerzenlicht auging. Am dritten Tag setzte längerer Regen ein, der in der Nacht anhielt. Während ich in dieser Nacht vorübergehend stark unwohl war, brach an einer andern Stelle ein See, der sich vor der Brustwehr angesam- melt hatte in den Graben ein und floss weiter, ein Stollen wurde rechtzeitig geräumt, im zweiten waren die Leute eben beim Zusammenpacken, als das Wasser plötzlich als Bach die Treppe herunterspritzte, dass die Bewohner heraussprangen so wie sie waren alles Gepäck, Gewehr, Gasmasken z.T.so- gar Soldbücher verloren, am nächsten Tage mussten sie zur Neuausrüstung zurück geschickt werden.Wir kamen mit allen unsern Sachen noch leidlich heraus, in der Zeit als das Was- ser den Stollen ausfüllte, dann wurde der Graben glücklich zugeschüttet. Die nächste Nacht rückten wir vor in die zweite Linie, das war für uns der Kreidestollen in Le Transloy. Im- mer in Gefahr vorn den Führer oder hinten ein paar Leute,die einen Priesterwerfer schleppten zu verlieren, rückten wir im Dunkeln nach Le Transloy. Am Eingang des weitläufigen Ortes begegneten wir abgelösten Truppen, wodurch die Kompagnie ret- tungslos abriss. Ich hatte das Vergnügen in ständiger Gefahr
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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Ostergrüße und Bericht von der Osterfeier
Item 2
Transcription: Linke Seite bendem, das uns, und vielleicht am meisten mir, in den letzten Monaten durch unsere vielgeliebte hohe Herrin zu teil geworden, muß ich immer wieder aus tiefstem Herzen danken! Daß wir Eurer Königlichen Hoheit manche "gute Stunde", wie Eure Königl. Hoehit zu sagen geruhten, bereiten durften durch unsere lieben Kinder, ist unendlich beglückend für uns! Ich meine, es war noch nie so schön im lieben V.P. wie jetzt, wo wir so viel von Eurer Königl. Rechte Seite Hoheit haben durften! Gestern, am Karfreitag, war ich im Geiste in der trauten Schloßkapelle. Leider konnte ich hier nicht zur Kirche gehen, so erbaute ich mich an den tief innigen Paul Gerhard-schen Liedern, die ich in meiner Stille wahrhaft erlebte. Je älter man wird, desto intensiver erlebt man die großen Feste des Kirchenjahres, von denen eines immer köstlicher, tröstlicher und stärkender wird als das andere. Heute tönt es noch in mir nach: "Nun, ich kann nicht viel geben
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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Ostergrüße und Bericht von der Osterfeier
Item 1
Transcription: Heidelberg d. 15. 4. 22. Durchlauchtigste Großherzogin, Allergnädigste Fürstin und Frau, Aus meiner köstlichen Stille im lieben Josefshause möchte ich eurer Königlichen Hoheit die allerwärmsten, untertänigsten Ostergrüße und Wünsche senden in treusten, ehrfurchtsvollem Gedenken. Noch ganz erfüllt von so viel Gutem, Schönem und Erhe-
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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Ostergrüße und Bericht von der Osterfeier
Item 3
Transcription: In diesem armen Leben, Eins aber will ich tun: Es soll Dein bittres Leiden Bis Leib und Seele scheiden Mir tief in meinem Herzen ruhn". Und morgen heißt es über allen Gräbern unserer Lieben "Ich lebe, u. Ihr sollt auch leben." Dazu scheint die langentbehrte Sonne als köstliches Gottesgeschenk, an dem auch Eure Königliche Hoheit unendliche Freude haben werden. Dar ich mich auch den Großherzoglichen Herrschaften untertänigst zu Füßen legen? Fleiner wollte heute an Eure Königl. Hoheit schreiben Die Schwestern waren hochbeglückt über Eurer königlichen Hoheit gnädige Grüße. Ich bin in tiefster Ehrfurcht Eurer teuren Königlichen Hoheit untertänigste, gehorsamste Dienerin Emily Göler. [36]
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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Ostergrüße und Bericht von der Osterfeier
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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]
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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Ausrichten von Grüßen und Dankesbekundungen; Einleben der neuen baltischen Kinder; Anzahl der Kinder
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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]
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Schreiben von Sophie Sautier an die Großherzogin Luise; Besuch bei General Ebert und seiner Gemalin und Erfahrungsaustausch über die Tätigkeit des Vaterländischen Frauenvereins in Berlin | Wilmersdorf
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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Soziales, Wohltätigkeit >> Badischer Frauenverein >> Geschäftsberichte >> Berichtserien >> Dr. Sophie Sautier [Präsidentin von Abteilung V]
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Schreiben von Sophie Sautier an die Großherzogin Luise; Entlassung von Personal; Probleme der Frauen aus dem Elsaß; Situation des Arbeitsmarktes; Versuch Clara Sieberts für das Zentrum in den Landtag gewählt zu werden; Gründung eines sozialdemokratischen Frauenrates durch den Arbeiter- und Soldatenrat
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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Soziales, Wohltätigkeit >> Badischer Frauenverein >> Geschäftsberichte >> Berichtserien >> Dr. Sophie Sautier [Präsidentin von Abteilung V]
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