Transcriptions (62,950 Items)
0% NOT STARTED
0% EDIT
0% REVIEW
100% COMPLETED
Kriegstagebuch vom Kriegsfreiwilligen Paul Kopp
Item 44
Transcription: item 44 linke Seite Bahnhofskom. von Günzburg & bat ihn, weiter- fahren zu dürfen, was er ohne weiteres (wahrschein- lich hatte er uns gar nicht verstanden) erlaubte. Unterwegs ersah ich aus einem entliehe- nen Kursbuch daß wir auf der gleichen Strecke zurückfahren müßten & so beschlossen wir, um die strenge Kontrolle Ulms zu vermeiden, in Neu Ulm schon auszusteigen. Aber da kamen wir erst recht in die Traufe. Vom Schaffner zum Bahn- hofskom. gebracht, erklärte uns der an Hand eines ganz neuen Erlasses, daß er uns behalten müsse u. stellte uns sodann dem als äußerst grob be- rüchtigten Oberst der Etappenkomandantur vor. Dieser erklärte, daß er, wenn es der Arzt erlaube gar nichts dagegen habe, daß wir nach Hause führen er könne diese Verantwortung aber nicht auf sich nehmen & ehe wirs uns versahen hatten wir einen Lazarettaufnahmeschein & befanden uns auf dem Wege dorthin. Da wurden wir aber sehr freundlich empfangen u. ich glaube, kaum jemals schonender verbunden worden zu sein als damals. Nun vereinigten wir unsere Bitten rechte Seite um fortzukommen mit Erfolg & nachdem wir uns in der Küche des M. G. Laz. gesättigt hatten, gin- gen wir, bewaffnet mit einem Schrieb: "daß unserer Weiterreise ärztlicherseits nichts im Wege stünde" wieder auf den Bahnhof. Der Herr Oberst dort empfing uns zwar gar nicht recht freundlich aber schließlich gab er doch nach & 1 Stunde später fuhren wir mit dem 7h Schnellzug II. Klasse nach München. Dort freundlicher Empfang, Wurst & Bier & ein Nachtlager. In aller Frühe gings am anderen Morgen weiter u. nach- dem ich in Landshut Krach mit einem Bahnsekretär gehabt, der mich trotz meiner Erlaubnis nicht Schnellzug hatte fahren lassen wollen & mich mit gepumpten Golde M 1. - Zuschlag zahlen ließ, kam ich gegen 11 nach Straubing. Der Empfang war sehr überraschend u. großartig & 1 Stunde später wußte bereits die ganze Stadt um meine Ankunft. Mittags ging ich nach dem Garn. Laz, wo man mir schon Essen aufgehoben hatte
0% NOT STARTED
0% EDIT
0% REVIEW
100% COMPLETED
Kriegstagebuch vom Kriegsfreiwilligen Paul Kopp
Item 43
Transcription: item 43 linke Seite durch die Stellung & mit meinen wunden Füßen fiel ich alle Augenblicke wieder in den tiefen Schlamm. Da nun als ich den hintern Wald erreicht u. ein Stück da- rinnen war gingen mit einem Male 5 Wege aus einander. Welchem nun folgen!? Ich ging erst ein Stück nach rechts ( → R ) bemühte mich vergebens über einen alten Schützengraben ( x - x ) der durch ein Brett überbrückt war, zu gelangen & gab endlich den Versuch auf, setzte mich am Kreuzungspunkte unter einen Baum, warte- te, betete & fror. Gegen morgen kam einer von den Preußen zurück um zum Arzt zu gehen & der nahm mich dann mit. Der Arzt erklärte meinen Verband für gut, ließ mich auf einen eben abfahrenden Kran- kenwagen sitzen & mit den seligsten Gefühlen in d. Brust, fuhr ich von dannen. Am Truppenverbandplatz angekom- men, erhielt ich dann einen neuen Verband u. meinen Zettel umgehängt, suchte mir unter einem Berg von Torni- stern meinen Rucksack (der das Tagebuch enthielt) hervor & trollte von hinnen, nach Comin. Dort aber konnte man uns nicht brauchen, man rechte Seite schickte uns auf die Bahn & bald fuhren wir Lille ent- gegen. In Lille gabs Kartoffelsuppe, Kakao & Brötchen, ich erwische noch ein Plätzchen in einem Leichtver- wundetenzug & in tiefer Nacht fuhren wir ab, der Heimat entgegen. Sonntag 15. Nov. 14 - Mittwoch 18.11.14. Die Fahrt verlief durch Belgien so endlos lang- sam, daß ich Angst hatte, meine Wunde könnte verheilen, noch ehe wir nach Deutschland kämen. Später gings allerdings etwas schneller & wir wurden reichlich verpflegt & bewirtet. Wie die Fahrt ging ist mir nicht mehr erinnerlich. Ich weiß nur, daß alle Augenblicke ein anderes Ziel (bald Würzburg, dann Nürnberg & schließlich sogar München angegeben wurde. Die Meisten trugen sich gleich mir mit Fluchtgedanken & viele verschwanden unterwegs. Endlich begann der Transport, sich in Villingen, Lauingen, Günzburg aufzulösen & jetzt mußte ich Ernst machen, wenn ich noch auskneifen wollte. Ich ging daher mit 6 Genossen zu einem Ob.Ltn., dem
0% NOT STARTED
0% EDIT
0% REVIEW
100% COMPLETED
Kriegstagebuch vom Kriegsfreiwilligen Paul Kopp
Item 42
Transcription: item 42 linke Seite raden nun in tiefer Finsternis meine Metwurst. Den letzten Bissen hatte ich im Munde da ging die Gaudi los. Die Franzosen griffen an! Urra! Urra! ertönte es, dazwischen erschallte gräulich das fran- zösische Angriffssignal, der Stadel halbrechts brannte & ungefähr aus dieser Richtung kam der Angriff. Ich be- merkte noch, daß auf der Wiese rechts unseres Wal- des, wo unsere Stellungen etwas weiter zurück lagen ( e - e ) auch angegriffen wurde. Und nun gabs einen Riesentumult bei uns. Die Preußen hinter uns wollten schießen, kein war sich klar was jetzt tun u. von einer Führung war überhaupt nichts zu bemerken. Zum Glück wurde mein Ruf: "Eine Kette bilden!" weitergegeben & auch befolgt. Der franz. Angriff hatte sich verdichtet & auf einmal stand uns ein stattlicher Haufen Alpen- jäger, von uns halbkreisförmig eingeschlossen ge- genüber. Sie dachten uns gefangen zu nehmen, waren aber dann im Nu erschossen. Nun mußten wir unserer eigenen Sicherheit wegen aber vor rechte Seite und wir legten uns in den Straßengraben am Wald- rand ( N - N ). Ich war ziemlich weit rechts. Da ich nun wußte daß rechts rückwärts von uns auch noch Feinde waren drang ich auf Abstellung einer rechten Seitendeckung & kam schließlich selbst hinaus. x U Dort lagen wir nun einige Stunden bis nach Mitternacht. Da entdeckte ich aber daß mein Gewehr nicht mehr schoß (wahrscheinlich war die Schlagbolzenspitze gebrochen.) So lagen wir da, wachten u. & froren & wie so oft, wenn ich immer Zeit hatte - ich betete. Es war halb 2 h u. ich war gerade mitten in einem Ave Maria, von Gottes Schutz felsenfest über- zeugt, da - Feuer springt von den Augen, ich spüre einen festen Schlag vor den Kopf, - ich war verwundet . x V - Prellschuß über dem rechten Auge. Ein Verband war schnell angelegt, ich zog mich erst zu den anderen & ging dann, in der ständigen Furcht, auf Franzosen zu treffen, mit wankenden Schritten zurück. Am Waldrand ( y ) traf ich eine Ordo- nanz, die mir als den Weg zum Verbandplatz riet, einfach dem Weg nachzugehen. Das wäre nun ganz schön ge- wesen, wenn ich nur hätte gehen können. Aber schwindlig
0% NOT STARTED
0% EDIT
0% REVIEW
100% COMPLETED
Kriegstagebuch vom Kriegsfreiwilligen Paul Kopp
Item 41
Transcription: item 41 linke Seite Waldrand. Ich fand sie, als ich genug in dem Schlamm herumgerutscht war, in schmierigen Löchern, wo aber nirgends mehr für mich ein Platz war. Ich verstaute mich, etwas ab- seits dann auch in so einem Loch, wieder einträchtig neben einem toten Schwarzen, da ich aber nicht wollte, daß mir wieder die Komp. durchging & es in meinem Loche in gleichem Maße wie draußen Wasser, Schlamm regnete kroch ich wieder hervor & setzte mich, mit einem Leidensge- nossen in eine gefundene Zeltbahn gewickelt, unbeach- tet des strömenden Regens & des Art. Feuers auf einen kleinen Erdaufwurf & verzehrten seelenruhig, aber vor Frost klappernd den Inhalt ein paar gefundener Tor- nister. Eine halbe Metwurst rettete ich dabei für kom- mende Tage. Bald gings wieder zurück an den rück- wärtigen Waldrand in den Straßengraben, wo uns die Herren Franzosen mit anerkennenswertem Eifer ihre Schrapnells um die Ohren sausen ließen. Gegen Abend gings dann wieder vor, durch diesen Wald, einen Hang herunter & über eine sumpfige Wiese in einen großen Wald. Waren wir erst Reserve, so sollten wir ja jetzt vorderste Linie rechte Seite werden und weiter rückten wir vor, in ein kleines vorgeschobenes Waldstück, wo schon Preußen eingegra- ben waren P , u. über diese hinaus, wo wir uns dann ungefähr im vorderen Drittel einzugraben begannen. A - A Skizze Wir hatten noch vor Einbruch der Dunkelheit einen seichten Graben ( A - A ) fertiggestellt u. ich verzehrte mit ein paar Kame-
Story Metadata (32,265 Stories)
22 Items
55% NOT STARTED
36% EDIT
9% REVIEW
0% COMPLETED
Ratne bojne dopisnice - Feldpost iz Prvog svjetskog rata
22 Items
Description: Ratne bojne dopisnice (Feldpost) bile su najfunkcionalnije sredstvo komuniciranja vojnika sa porodicom tokom Prvog svjetskog rata. Većinom su bile cenzurisane i na njima se nalazio pečat vojne cenzure, regimentalni pečat i pečat vojne pošte. Na velikom broju dopisnica nalazila su se sva tri pečata, međutim, nerijetko se nalazio samo jedan ili dva. Poznato je da su vojnici bili strogo kažnjavani ukoliko su svjesno pisali bilo šta što otkriva vojne tajne. Pisati su mogli samo vojnici. Sve što bi napisali davalo bi se vojnom cenzoru da to pregleda i tek kad on odobri moglo se poslati porodici. Čitajući pisma, može se uvidjeti da su ona poprilično štura, te da su dobro pazili o svemu šta je napisano, upravo iz razloga da bi izbjegli probleme sa nadređenim. Feldpost sistem Austro-ugarske Monarhije, omogućavao je vojnicima da komuniciraju sa svojim najbližima. Sačuvane razglednice i pisma pružaju lični pogled na to kako su pojedini vojnici doživljavali sukobe. || Devet bojnih dopisnica (Feldpost)
160 Items
0% NOT STARTED
42% EDIT
58% REVIEW
0% COMPLETED
Dumitru Nistor prizonier de război în Japonia
160 Items
Description: Este un volum de jurnal din cele trei deţinute de Biblioteca Judeţeană Octavian Goga Cluj. || Dumitru Nistor, ţăran din satul Năsăud s-a născut în 1893. Visând din copilărie să călătorească şi să vadă ţări străine, în 1912, când vine vremea “număraşului” (recrutării) el cere să fie primit nu în miliţia ardeleană, unde erau recrutaţi de obicei românii, ci în marina austro-ungară. Terminând şcoala de marină, după o călătorie la Viena, este îmbarcat ca Geschützvormeister (“primul îndreptător de tun”) pe vasul SMS Kaiserin Elisabeth, cu destinaţia Asia. Prins de război în Marea Chinei, crucişătorul Kaiserin Elisabeth participă la câteva bătălii navale, pentru ca în 2 noiembrie 1914 să se hotărască scufundarea lui. Echipajul pierde şi lupta terestră, este luat prizonier de japonezi şi transportat în arhipelagul nipon. Timp de zece luni, ţăranul-marinar din Năsăud va fi prizonier într-o mănăstirea buddhistă din Himeji, iar apoi mutat într-un lagăr, construit special pentru prizonierii germani şi austrieci, la Aonogahara, nu departe de Kobe, unde va rămâne până la sfârşitul anului 1919.
1 Item
0% NOT STARTED
0% EDIT
100% REVIEW
0% COMPLETED
Potrošačka kartica prezime Škreblin
1 Item
Description: Potrošačka kartica sadrži podatke o osobama koje su se prijavljivale radi raspodjele živežnih namirnica u Zagrebu tijekom Drugog svjetskog rata. Sadrži podatke o podnosiocu prijave (ime i prezime, adresa) te osobama koje se nalaze u kućanstvu, njihova imena, godine rođenja, odnos prema podnosiocu prijave, zanimanje i mjesto rada.
1 Item
0% NOT STARTED
0% EDIT
0% REVIEW
100% COMPLETED
Enrichments (403,223 Items)
0% NOT STARTED
0% EDIT
0% REVIEW
100% COMPLETED
0% NOT STARTED
0% EDIT
0% REVIEW
100% COMPLETED
0% NOT STARTED
0% EDIT
0% REVIEW
100% COMPLETED
0% NOT STARTED
0% EDIT
0% REVIEW
100% COMPLETED
Previous
OF
100,806
Next