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Radtke | Paul Tagebücher 6

Item 26

Transcription: – 48 – Was er gewünscht hat, hat er erreicht. Er ist jetzt L. d. L. Aber die Luft da draußen ist ihm doch zu „dick“. Aus d. Dammer Jagd- gesellschaft ist er ausgeschieden. Die Pacht ist von 2800 auf 6900 M gestiegen. Die Rotwildparzelle kostet jetzt 6000 M. Ein Holzhändler aus Dorsten ist Höchstbietender.                     Mittwoch, 2. August. Gestern war ein wichtiger Tag. Seit ge- stern ist d. Kleiderkarte eingeführt. Zugleich ist d. erhöhte Posttarif in Kraft getreten. In d. letzten Tagen soll d. Andrang d. kau- fenden Publikums in Konfektions- u. Wä- schegeschäften geradezu unheimlich gewesen sein. Jeder suchte noch schnell vor Toresschluß seinen Bedarf zu decken. Man scheut es, einen Bezugsschein zu beantragen. Apotheker Hassel aus Dbg.-Beeck ist als Mit- jäger in Görsicker eingetreten. Heute waren wir in G. Es gab allerlei Sumpfvö- gel zu sehen. Leider keine Enten. Ich schoß 2 Kiebitze. Gegen 7 kam Sophie mit unse- ren kleinen Nachbarinnen. Der Abend am Rhein war wundervoll. Erst um 1108 fuhren wir alle nach Hause. In H. traf                               – 49 – ich mit Koll. Mocken, Leutnant u. Kompagnie- führer im 53. Regiment, zusammen. Die Eroberer von Fort Vaux sind d. 53-er. Sie hatten das Fort überrannt und fanden, als sie nach dem Sturmlauf im dasselbe zurück- kehrten, die 158. (?) darin vor, welche sich als Eroberer u. Herren v. Vaux aufspiel- ten. So hat uns d. Leutnant X. den Orden pour le mérite gestohlen, sagte M. Unser al- ter Schüler Brinkmann, der als erster Hamborner sich das Eiserne Kreuz 2. Kl. holte, hat bei dieser Gelegenheit vom Kron- prinzen das Eiserne I. erhalten. Er hat seine Kompagnie, als alle Offiziere gefallen waren, zum Sturm geführt u. ist mit ihr zuerst in V. eingedrungen. Dabei ist er noch immer Gefreiter.       Donnerstag, 3. August. Morgen giebts Ferien. Sie werfen ihre Schatten voraus. Sie stecken den Rangen schon jetzt in allen Gliedern. Zur Arbeit müssen sie gezwungen werden. Das Rechnen ist eine Qual. Was wird das erst nach d. Ferien werden! Uns sind schon aller- lei schöne Ferienaufgaben aufgehalst worden.

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Radtke | Paul Tagebücher 6

Item 25

Transcription: – 46 – neue dedizieren. Mir solls recht sein.                 Samstag, 29. Juli. Endlich ists Sommer geworden. Seit Mitt- woch wurde es täglich wärmer. Und gestern hatten wir das erste beneficium caloris. Morgens 9 Uhr waren unsere Klassen zu einer Lichtbildervorführung bei Renner zugunsten des Invalidendank geführt worden. Nachmittags gab‘s hitzefrei. Ein feiner Tag! – Wilhelm Schmitz ist gestern telegraphisch nach d. östl. Kriegsschauplatz beordert worden, nachdem er seit Beginn d. Krieges als Sanitätsunteroffizier im W. gewesen war. Das VII. Korps soll nach dem O. geworfen sein. Wir müssen un- sere lieben Bundesbrüder wieder ein- mal heraushauen. – Aug. Thyssen beschäftigt in Mühlheim 14.000 Arbeiter, im Frieden 1200! Monatlich werden v. Mühlheim 500 Mi- nenwerfer u. 200 Geschütze abgeliefert. Im Frieden wurde nur Kleineisen gewalzt. Krupp soll imstande sein, täg- lich ein Unterseeboot abzuliefern. Mög- lich ists schon. – Ganz unerwartet ist gestern Ender, der dienstlich in Oberhausen zu tun                         – 47 – hatte, zu Besuch gekommen. Er wußte vieles aus dem Leben in seinem Gefan- genenlager zu erzählen. Sobald d. Ernte eingebracht ist, sollen alle Gefangenen in der Industrie beschäftigt werden.            Sonntag, 30. Juli. Sammlung von Altpapier zum Besten des Roten Kreuzes durch d. Jugendwehr. Es sind im Stadtgebiet rund 750 Zentner Papier gesammelt worden. Ich habe allein mehr als 1 Zentner an Zeitungen und alten Bü- chern geliefert. Sophie war froh, den alten Ballast loszuwerden.              Montag, 31. Juli. Die Hitze ist noch gestiegen. Schon um 10 Uhr hatten wir gegen 25° C in d. Klasse. Nach- mittags war darum hitzefrei, und auch am Abend wars derart schwül, daß d. stellvertret. Leiter d. Fortbildungsschule d. Unterricht zu schließen anordnete. Uns wars schon recht. Abends traf ich Fritz Wilms, der seit einigen Tagen von d. belgischen Front in Urlaub ge- kommen ist. Er wußte vieles von den Luftkämpfen an d. Westfront zu erzählen. Mehrmals ist d. Tod nahe an ihm vorübergegangen.

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Radtke | Paul Tagebücher 6

Item 21

Transcription: – 38 – Stickstoffmitteln durch d. Stadt jederzeit er- folgen. – Über 2 000 000 Mann Verluste sollen wir Deutschen bisher im Kriege erlitten haben. Das wären ca. 18 % d. eingezogenen Mannschaften, d. auf 12 000 000 beziffert werden. Über 700.000 Mann sollen wir an Toten zu beklagen haben. Welche Opfer! Ob der Friede dieselben lohnen wird? Ich zweifle sehr daran.                     Mittwoch, 5. Juli 53 Jahre werde ich heute alt. Früher war ich geneigt, einen Mann von diesem Alter für einen Mummelgreis anzu- sehen, und jetzt muß ich mich wundern, wie jung man sich noch fühlt. Wenn nicht der quälende Husten wäre, ich fühlte mich so frisch, als wäre ich noch 20 Jahre jünger. Gestern war ich genötigt, eine Reise nach Wesel zu machen. Mei- ster Heyer aus Holt, mein alter Freund, war dorthin gekommen, mir 100 Eier zu überbringen. Da d. Ausfuhr aus dem Kreise Geldern verboten ist, so mußte d. Lieferung persönlich erfolgen. „Nou habbe sey alles saat, en nix te ääte!“ hat                            – 39 – seine Schwiegertochter Miekske gesagt, und den alten 75- jährigen Schwiegervater voll Mitleid auf d. Reise geschickt. Für das Stück zahlte ich „nur“ 23 Pfennig, „völs te völ!“ sag- te Meister H. Aber bei uns kostet ein Ei, sage u. schreibe, 35 Pfennig im freien Ver- kauf, und so habe ich sie noch 12 M billiger bekommen. Zu den 100 Eiern hat Freund Jan von Grasemer-Hof 50 Eier beigesteuert. In Straelen werden 27 Pfg. bezahlt. Auf d. Bahnhof W. war ich Zeuge einer widerlichen Szene. 3 Landsturmleute brachten einen laut jammernden u. weinenden Russen an, dem man eine Zwangsjacke angelegt hatte. Der Kerl sah scheußlich aus, den Kopf mit blutigen Binden umwunden, das Gesicht eine schwar- ze entstellte Masse. Er hatte sich an einem Wachmann vergriffen u. war natürlich niedergeschlagen worden. Jetzt sollte er der Heilanstalt Bedburg b. Cleve zuge- führt werden. Ob man in Feindesland unter ähnl. Verhältnissen auch so viele Umstände gemacht haben würde? Ich bezweifle es. Und ob der Attentäter so unbehelligt geblieben wäre, wie bei uns? Ein Wolken-

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Radtke | Paul Tagebücher 6

Item 22

Transcription: --  40 -- bruch hielt mich 1 1/2 Stunde in d. Nähe des Bahnhofs auf. Doch kam ich ziemlich trocken nach Hause. Hier waren nur wenige Tropfen gefallen. Sophie nahm mich am Bahnhof in Empfang. Für 100 Eier kann man schon etwas tun! – Um 3 Uhr war b. Rosental in Marxloh eine große Lehrer- versammlung. Kreisarzt Dr. L. sprach über Ernährungsfragen im Kriege. Über die in d. Schule gemachten Beobachtungen sollte ei- ne Aussprache stattfinden. Unser Oberbürgermei- ster gab umfassende Aufschlüsse über die Ver- sorgung Hamborns mit Lebensmitteln. Ich konnte d. Versammlung nicht beiwoh- nen. Ein Platzregen hielt mich zu Hause fest. Man sagte mir später, ich hätte nicht viel versäumt.           Donnerstag, 6. Juli. Vorgestern habe ich d. Kollegen Dammer aus Schmidthorst in die Kriegsversiche- rung mit 4 Anteilscheinen aufnehmen lassen, und heute kam schon d. Nachricht, daß er gefallen sei. Er ist der erste von 25 Versicherten. Möge er auch der letzte sein.                 – 41 –            Montag, 10. Juli. Vorgestern abend habe ich unfreiwillig ein tüchtiges Bad nehmen müssen. Mit Be- kannten war ich nachmittags nach Friedrichsfeld gefahren, der Jagdverpachtung d. Spellener Ge- meindejagd beizuwohnen. Alle Parzellen brachten einen bedeutend höheren Pachtzins auf, teilweise über das Doppelte (430 M-960 M.) Nach einem erfolglosen Karnickeltreiben gingen wir nach Vörde, spielten b. Helmich einen kleinen Skat u. trennten uns dann. Bernhard N. & M. fuhren um 830 heim. Sie wollten eine Erdbeerbowle ansetzen. Krapotl suchte d. Jagdvorsteher v. Löhnen auf u. ich pirschte an d. Weidenhecken vorbei auf Wild- tauben. Gegen 9 Uhr gelang es mir, eine prächtige Ringeltaube zu schießen, und wanderte dann, da feiner Regen einsetzte, nach Görs., wo ich Kr. wiederfand. Gegen ½ 11 Uhr brachen wir zum Bahnhof auf. In d. Ferne gewitterte es, doch hofften wir, den Bahnhof vor Ausbruch d. Wetters noch erreichen zu können. Es kam aber an- ders. Schon nach  5 Minuten fing es an zu regnen. Das Gewitter kam unheimlich

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Ratne bojne dopisnice - Feldpost iz Prvog svjetskog rata

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Description: Ratne bojne dopisnice (Feldpost) bile su najfunkcionalnije sredstvo komuniciranja vojnika sa porodicom tokom Prvog svjetskog rata. Većinom su bile cenzurisane i na njima se nalazio pečat vojne cenzure, regimentalni pečat i pečat vojne pošte. Na velikom broju dopisnica nalazila su se sva tri pečata, međutim, nerijetko se nalazio samo jedan ili dva. Poznato je da su vojnici bili strogo kažnjavani ukoliko su svjesno pisali bilo šta što otkriva vojne tajne. Pisati su mogli samo vojnici. Sve što bi napisali davalo bi se vojnom cenzoru da to pregleda i tek kad on odobri moglo se poslati porodici. Čitajući pisma, može se uvidjeti da su ona poprilično štura, te da su dobro pazili o svemu šta je napisano, upravo iz razloga da bi izbjegli probleme sa nadređenim. Feldpost sistem Austro-ugarske Monarhije, omogućavao je vojnicima da komuniciraju sa svojim najbližima. Sačuvane razglednice i pisma pružaju lični pogled na to kako su pojedini vojnici doživljavali sukobe. || Devet bojnih dopisnica (Feldpost)

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Dumitru Nistor prizonier de război în Japonia

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Description: Este un volum de jurnal din cele trei deţinute de Biblioteca Judeţeană Octavian Goga Cluj. || Dumitru Nistor, ţăran din satul Năsăud s-a născut în 1893. Visând din copilărie să călătorească şi să vadă ţări străine, în 1912, când vine vremea “număraşului” (recrutării) el cere să fie primit nu în miliţia ardeleană, unde erau recrutaţi de obicei românii, ci în marina austro-ungară. Terminând şcoala de marină, după o călătorie la Viena, este îmbarcat ca Geschützvormeister (“primul îndreptător de tun”) pe vasul SMS Kaiserin Elisabeth, cu destinaţia Asia. Prins de război în Marea Chinei, crucişătorul Kaiserin Elisabeth participă la câteva bătălii navale, pentru ca în 2 noiembrie 1914 să se hotărască scufundarea lui. Echipajul pierde şi lupta terestră, este luat prizonier de japonezi şi transportat în arhipelagul nipon. Timp de zece luni, ţăranul-marinar din Năsăud va fi prizonier într-o mănăstirea buddhistă din Himeji, iar apoi mutat într-un lagăr, construit special pentru prizonierii germani şi austrieci, la Aonogahara, nu departe de Kobe, unde va rămâne până la sfârşitul anului 1919.

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Potrošačka kartica prezime Škreblin

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Description: Potrošačka kartica sadrži podatke o osobama koje su se prijavljivale radi raspodjele živežnih namirnica u Zagrebu tijekom Drugog svjetskog rata. Sadrži podatke o podnosiocu prijave (ime i prezime, adresa) te osobama koje se nalaze u kućanstvu, njihova imena, godine rođenja, odnos prema podnosiocu prijave, zanimanje i mjesto rada.

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