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Die Säugthiere in Abbildungen nach der Natur mit Beschreibungen: Umfassend die sechste und siebente Abtheilung, oder die Ein- und Vielhufer. Das Pferd. Der Elephant. Das Nashorn. Das Flußpferd. Der Tapir. Das Schwein: Nebst Tafel 308 bis 328 - 1835

Item 103

Transcription: item 103                                                  Equus.                                    83 Schrittgänger vor. Auch die meisten Schottländer sind klein, wiewohl von großer Ausdauer, nur die  c l y d e s d a l i s c h e n  haben eine ansehnlichere Größe und Stärke, weshalb sie, zumal da sie gutwillig sind, als Zug= pferde sehr geachtet werden.     Die Bastardschläge, welche aus der Kreuzung der inländischen Rassen mit ausländischen, namentlich arabischen, entstanden sind, lassen sich in folgende vier Abtheilungen bringen.     a)  R e n n p f e r d e  (Race - horses )  stammen von arabischen oder ber= berischen Hengsten und höchst veredelten einheimischen Stuten ab. Diese Veredelung wird dadurch bewerkstelligt, daß man inländische gute Stuten mit orientalischen  Hengsten paart; die aus dieser Vermischung erzeugten Stuten abermals von einem Orientalen beschälen läßt, und dieses Ver= fahren mit den folgenden Generationen wiederholt. Hiedurch erlangt man einen Bastardschlag, auf den die edlen Eigenschaften des Orientalen über= tragen werden, und der Engländer bezeichnet ihn mit dem Namen  B l u t = p f e r d  ( Blood - Horse ) . Diese Blutpferde sind so veredelt, daß von vor= züglichen Bluthengsten und Blutstuten ebenfalls Renner erzeugt werden. Diese Rasse zeichnet sich durch feine Füße und schmächtigen Bau aus, welcher durch strenge Diät befördert wird. Man kann die Renner nicht schön nen= nen, dafür sind sie aber von einer ungewöhnlichen Schnelligkeit und über= treffen in dieser Hinsicht selbst die Araber, welche es ihnen dagegen  an  Ausdauer zuvorthun.     Einige Beispiele von der Schnelligkeit solcher Renner mögen hier ihre Stelle finden. Der Starling durchlief mehrmals in einer Sekunde den Raum von 82½ Fuß. Eben dieses Pferd legte in der Zeit von 6 Minu= ten und 40 Sekunden den Raum von 4 engl. Meilen weniger 400 Ruthen  (die Meile  = 1760 Ruthen, und die Ruthe = 3 engl. Fuß) zurück. In dieser Schnelligkeit pflegte jedoch der Starling bald nachzulassen, da= gegen blieb sich ein anderer Hengst, Children genannt, der in der Sekunde nur 46½ Fuß zurücklegte, immer gleich, und übernahm sich nie. Einer der  berühmtesten Renner war der Eclipse, der in der Sekunde 58 Fuß durcheilte, indem er nämlich bei der größten Streckung 25 Fuß bedeckte und diese 2  1/3  mal in einer Sekunde wiederholte. Er war weder schön von Kopf, noch gut gestutzt, aber zu seiner Zeit der größte Renner in Eng= _________________________                                         11*

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Die Säugthiere in Abbildungen nach der Natur mit Beschreibungen: Umfassend die sechste und siebente Abtheilung, oder die Ein- und Vielhufer. Das Pferd. Der Elephant. Das Nashorn. Das Flußpferd. Der Tapir. Das Schwein: Nebst Tafel 308 bis 328 - 1835

Item 102

Transcription: item 102   82                                           Das Pferd. langung von leichten schnellen Pferden ist man schon frühzeitig darauf be= dacht gewesen, die einheimische Zucht durch Kreuzung mit bewährten auslän= dischen zu verbessern, und während in vielen andern Ländern die guten Schläge dadurch verschlimmert worden sind, haben die Engländer durch ein zweckgemäßes Verfahren die ihrigen auf eine ausgezeichnete Weise ver= edelt.  Zu diesem Behufe führte man unter der Regierung Heinrichs VIII.  und der Königin Elisabeth spanische Pferde ein, und die berühmtesten Ren= ner jener Zeit stammten von der Zucht derselben ab. Seit Jakob I. wurden Barben und Araber angekauft, und durch letztere ist es gelungen einen Pferdeschlag zu erzielen, der bis jetzt in Europa seines Gleichen nicht hat. Auch deutsche und flämische Pferde der schweren Art wur= den zu verschiedenen Zeiten eingeführt, und haben Antheil an den großen Schlägen, welche in manchen Grafschaften einheimisch sind.      Wie bei den meisten europäischen Pferden kann man die englischen in einheimische Landesrassen, und in die durch Kreuzung derselben mit ausländischen Rassen hervorgebrachten Bastardschläge abtheilen.     Unter den seit ältern Zeiten in England einheimischen Rassen zeich= nen sich die  c l e v e l ä n d i s c h e n  P f e r d e   aus, welche meist von brauner Farbe, groß und gut gebaut sind, und daher zum Ziehen schwerer Lasten sehr geschätzt werden. Sie werden vorzüglich in Yorkshire gezogen, wo überhaupt die Kunst der Pferdezucht am weitesten gebracht ist. Auch die Reitpferde, welche im östlichen Theil dieser Grafschaft zum Vor= schein kommen, gehören zu den besten ihrer Art.     Ein anderer Schlag sind die  S u f f o l k = P u n c h e s  aus der Grafschaft Suffolk, welche meistentheils Füchse sind, und wegen ihrer Stärke, ob= schon sie keine schöne Gestalt haben, als Pflug= und Karrenpferde allge= mein geschätzt werden.     Ein dritter Schlag sind die  s c h w e r e n  s c h w a r z e n  P f e r d e ,  welche vorzüglich in Leicestershire, Warwickshire, Staffordshire und Derbyshire gezogen werden, und von holländischen Pferden abstammen sollen, Sie kommen von verschiedener Größe vor; die größten werden nach London als Kar= renpferde verkauft, und die kleinern dienen als Pflug=, Kutschen= und Ka= valleriepferde.    Im gebirgigen Wallis kommen kleine, aber sehr gute und dauerhafte

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Die Säugthiere in Abbildungen nach der Natur mit Beschreibungen: Umfassend die sechste und siebente Abtheilung, oder die Ein- und Vielhufer. Das Pferd. Der Elephant. Das Nashorn. Das Flußpferd. Der Tapir. Das Schwein: Nebst Tafel 308 bis 328 - 1835

Item 100

Transcription: item 100   80                                             Das Pferd. Waldregion am Nordabhang der Gebirgskette von Abyssinien bewohnen, haben ebenfalls keine Pferde.     Man findet demnach bei den Negervölkern Hochafrika´s nur am Nord- und Nordwest=Rande diese Thiere; während sie südwärts vom Aequator fast durchgängig zu fehlen scheinen, und nur hie und da an den Küsten= strichen von den Europäern eingeführt worden sind. Am Kap, wo man sie zuerst aus Persien und Java einbrachte, sind jetzt die geschätztesten die spanischen, die man im letzten Viertel des vorigen Jahrhunderts aus dem südlichen Amerika bezog.      I I I.   D i e  e u r o p ä i s c h e n  P f e r d e  sind von einer großen Mannigfaltigkeit, indem die Kreuzung der einheimischen Rassen mit aus= ländischen viele Mittelschläge hervorgebracht hat. Die Pferde, welche in den fürstlichen Landgestüten oder von reichen Privaten gezogen werden, sind daher gewöhnlich sehr verschieden von den eigentlichen Landesschlägen, und die Nationalpferde bestehen meistens aus mehreren Varietäten. Die folgende Darstellung ist, wie die vorhergehende, nach den Nationalpferden eingetheilt, deren wichtigste Rassen jedesmal aufgezählt werden.     19)  D i e  s p a n i s c h e n  P f e r d e , welche ihrer Schönheit und ihres Feuers wegen so hoch geschätzt waren, daß ihnen der erste Rang unter den  europäischen Zuchten eingeräumt wurde, sind in neuerer Zeit durch die langwierigen Kriege, durch Fahrlässigkeit und zweckwidrige Anordnungen, sowohl in der Menge als in  der Güte sehr herabgekommen 11).  Sie sind Nachkömmlinge arabisch=maurischer Pferde, oder doch mit ihnen gemischt.     Von ihnen gilt folgende Schilderung: der Kopf ist ziemlich groß, bis= weilen mit etwas starken Ganaschen, der Nasenrücken ist gewöhnlich ge= bogen, die Ohren sind manchmal zu niedrig angesetzt und meist lang, aber wohlgestaltet; die Augen sind feurig; der Hals ist zwar ein wenig zu flei= schig, jedoch gut gebaut und mit einer vollen feinhaarigen Mähne geziert; Schultern und Brust sind breit und voll; die Lenden stark und bisweilen niedrig, die Seiten rund und oft etwas bauchig. Die Füße sind schön                                                                                                      und _____________________________     11)  Mém. sur les chevaux espagn. par  A.  de  M o u s s y .  Par. 1811.  -  Mitgetheilt in S c h w a b ´ s   Taschenb.  d. Pferdekunde. 1817. S. 88.

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Medical recipe collections || Medizinische Rezeptsammlungen

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Description: Shelfmark: Universitätsbibliothek Heidelberg, Cod. Pal. germ. 802

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Kreuter Buch : Darin Vnderscheid, Würckung vnd Namen der Kreuter, so in Deutschen Landen wachsen, Auch der selbigen eigentlicher vnd wolgegründter gebrauch inn der Artznei (Kräuter-Buch)

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Description: From the Cretaceous underscheid/Von der kraffte und Würckung. (Teuffels-Abbiß/Ordöhnliche Teufelsabbis, Wolffswurcz and Ysenhütlein/Eisenhut also assault hat, Akonit, formerly Wolfswurz) Leaf 94 verso and 95 recto aus: Bock, Jerome: Cretaceous book: In it Vnderscheid, stranglehold of the creatures, growing in German lands, even the rare real vnd wolf-based use in the Artznei. Strasbourg: Rihel, 1546. Dresden: SLUB Botan.59 || || in color, quer || Von der kreiiter underscheid / Von der kraffte und würckung. (Teuffels-Abbiß / Gewöhnlicher Teufelsabbiss, Wolffswurcz und Ysenhütlein / Eisenhut auch Sturmhut, Akonit, früher Wolfswurz) Blatt 94 verso und 95 recto aus: Bock, Hieronymus: Kreuter Buch : Darin Vnderscheid, Würckung vnd Namen der Kreuter, so in Deutschen Landen wachsen, Auch der selbigen eigentlicher vnd wolgegründter gebrauch inn der Artznei. Straßburg: Rihel, 1546. Dresden: SLUB Botan.59

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