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Radtke | Paul Tagebücher 5

Item 37

Transcription: item 37    linke Seite                     – 70 – Über Marxloh fuhren wir heim. Ich wollte noch bei Traudchen R. vor= sprechen, um zu hören, ob Dores et= was d. Jagd wegen hinterlassen hät= te. Dort war aber schon alles ge= schlossen. Das mag wohl das erste Mal gewesen sein, daß schon nach 10 Uhr Fei= erabend gemacht wurde. Auch ein Zeichen d. Krieges. – Auf d. Rathaus- platz trafen wir B. Neuhaus, der mich für übermorgen zur Treibjagd einlud -  Ich nahm an. Hoffentlich bestellt er gut Wetter!        Samstag, 8. Januar. Der Himmel versprach gestern abend für heute gutes Jagdwetter. Aber wie wurden wir enttäuscht! Schon um 6 19 fuhren wir nach Möllen. Auf dem Wege nach Görsicker überfiel uns ein heftiger Platzregen. Naß wie d. Katzen kamen wir in G. an. Dort schlief noch alles. Wir mußten d. Wirtsleute bei B. erst heraustrommeln. In d. kalten Wirts= stube wars auch recht ungemütlich. Erst als d. Ofen brannte u. eine Kanne  rechte Seite                         – 71 – heißen Kaffees auf d. Tisch stand, kamen wir wieder in Stimmung. Und Sturm u. Regen u. Hagelschauer wechselten mit Sonnenschein d. ganzen Tag hindurch ab. Die Strecke war demnach recht mä= ßig. 11 Hasen mit 9 Flinten. Auf rund 40 hatte Neuhaus gerechnet. Es war rätselhaft, wo die Unmenge von Hasen, die wir finden sollten, geblieben war.              Sonntag, 9. Januar. in der Stadthalle ist seit gestern gro= ße Kaninchenschau. Über 500 Tiere sind ausgestellt, darunter ein Tier mit 400 M Verkaufswert ausgezeichnet. Das ist für „billige Volksnahrung“ doch etwas reichlich viel. Mein alter Kollege Matthi= as Dennesen war heute auch hier, um mit seinen beiden Söhnen d. Ausstellung zu besichtigen. Wir verbrachten einige Stunden zusammen u. frischten man= che Erinnerung an d. gemeinschaftlich in Straelen verbrachte Dienstzeit auf.             Montag, 10. Januar. Heute habe ich einen ganz ver= pfuschten Jagdtag hinter mir. Krapohl

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Radtke | Paul Tagebücher 5

Item 35

Transcription: item 35    linke Seite                – 66 – machte mir mehr Vergnügen, und wie ich später hörte, hat d. Verlauf d. Treibjagd viel zu wünschen übrig gelassen, Nach herzl. Abschied von meinen Straelener Freun= den fuhr ich um 5 Uhr wieder mit d. gan= zen Corona heim. Als ich im Zuge saß, riefs draußen auf einmal: „R-e, aussteigen! R-e aussteigen!“ Als ich zum Fenster hinaus= blickte, winkte mir ein Kurassier mit einem Zettel, ich möchte d. Zug wieder verlassen. Traudchen R. hatte an Henn telephoniert, ich möchte Freitag mit ihrem Schwager Dores in Capellen jagen.  Sophie hätte ihren Segen dazu gegeben. Leider wars zu spät. Treff u. ich waren auch hundemüde. Wir zogen es vor, wieder heimzufahren. – Sophie hatte inzwischen trübe Tage verlebt. Zahnschmerzen und Ärger über d. Zahnarzt, der ihr mit aller= hand Nachforderungen für seine Rechnung kam, hatten ihr trübe Stunden verursacht. Als ich aber meine Herrlichkeiten vor ihr ausbreitete, war aller Kummer verges= sen. Lange hat uns kein Butterbrot so ge- mundet, wie Freitag abend.  rechte Seite                          – 67 – Samstag, 1. Januar 1916. Den Jahreswechsel haben wir schla- fend verlebt. Von Sylvesterfeiern hat man nichts gehört. Bei Loer, wo wir den Anbruch d. neuen Jahres früher festlich zu begehen pflegten, war keine Men= schenseele. Ein jeder unserer Tafelrunde feierte still für sich zu Hause. Und wie viele liegen draußen! Mit welchen Gefühlen mögen sie das neue Jahr be= grüßt haben? Renneberg liegt typhus= krank in Spaa, Dr. Th. schwerverwundet in Düsseldorf. Wo mögen d. alten Ge= nossen unseres „Runden Tischs“ alle wei= len? – Mit Sturm u. Regen begann das neue Jahr. Es sind schlechte Aussichten für d. noch kommenden Ferientage. Aus al= len Wünschen, d. heute eintrafen, klingt es heraus: „Möchte d. neue Jahr uns end= lich d. dauernden u. ehrenvollen Frieden bringen!“ Wer möchte diesen Wunsch nicht teilen? Wie groß mag d. Friedens= sehnsucht erst bei unsern Gegnern, die bisher nur Niederlagen erlitten haben, sein!

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Radtke | Paul Tagebücher 5

Item 36

Transcription: item 36    linke Seite                    – 68 – Mittwoch, 5. Januar. Der Neujahrssturm will sich nicht legen. Doch hat er sein Gutes. Seit ge= stern trocknet er gewaltig d. nassen Boden auf. Die Luft ist lind wie im März. Bäume u. Sträucher laufen aus. In d. Weiden blühen d. Marien= blümchen. Am Rhein sollen d. Aprikosen blühen. Mit Albert Buß war in gestern nach Görsicker zur Jagd. Die Hasen hielten nicht. Albert, der sonst vorzüg= lich schießt, pudelte 2 Krumme. Ein Hase war unsere ganze Strecke. En= ten u. wilde Gänse sahen wir in großer Zahl. Darnach scheint uns Käl= te bevorzustehen. – Heute wurde in Straelen d. Jagd neun verpachtet. Vor 18 Jahren war d. Verpachtung an un= serm Hochzeitstag. – Einer, der an die= sem Tage trotz d. Verbots d. Ehrenbürger= meisters lustig durch d. Dachpfannen am Markt in Straelen  , als wir d. Kirche verlassen hatten, ist plötzlich aus dem Leben abberufen worden. Vor 8 Tagen haben wir noch vergnügt beim Bier  rechte Seite                      – 69 – zusammen gesessen und alte Erinnerun= gen ausgetauscht. Carl Thennissen ist gestern morgen infolge eines Schlag= anfalls plötzlich verschieden. Es packte mich ordentlich an, als ich heute abend seine Todesanzeige empfing. R. i. p.! Er war mir ein alter, lieber Freund. Die Alten in Straelen sind alle dahin. Jetzt kommen schon d. Jungen an die Reihe.          Donnerstag, 6. Januar. Der heutige Festtag verregnete wieder einmal gründlich. Trotzdem machten S. u. ich einen Ausflug nach Duisburg. Der Schaufensterbummel wurde uns durch d. Muselregen ver= eitelt. Also ins Kaffeehaus. Dort tra= fen wir Craß u. Familie. Fritz, sein Leutnant, war unerwartet in Ur= laub gekommen. Wir verlebten einige vergnügte Stunden zusam= men. Fritz, der beim Oberkommando d. V. Armee (Kronprinz) in Stenay liegt, wußte manche interessante Einzelheit aus d. Felde zu erzählen.

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Radtke | Paul Tagebücher 5

Item 33

Transcription: item 33     linke Seite                    – 62 – Brief war mehrere Wochen unterwegs. Ich habe ihm heute 2 Paketchen mit Scho= kolade geschickt. An Wilhelm Schmitz ein Fläschchen Rum zu einem Neujahrs= grogk. Hoffentlich kommt alles in die richtigen Hände. Abends wurde auch ich einmal freudig überrascht. Die Post brachte mir ein großes Paket mit Zigarren u. Tabak ins Haus.  Ton  hatte sie geschickt. Ich habe sofort an ihn geschrie= ben, ob ich ihn bei meinem Besuch, den ich morgen in Straelen machen will, nicht dort treffen kann. Nach Lingsfort zu kommen ist unmöglich. Der Grenzschutz ist zu streng.          Freitag, 31. Dezember. Den Silvestermorgen habe ich ganz und gar verschlafen. Bis 11 ½ Uhr! Ich war aber auch zu müde. Drei Tage hintereinander zu jagen, macht müde Knochen. Treff gings ebenso. Der arme Kerl hatte sich wieder ganz wundge= laufen u. humpelte gehörig. – Als ich Dienstag morgen schon um 6 19 nach Straelen abdampfte, tobte der Sturm,  rechte Seite                              -  63  - der tags vorher kräftig geblasen hatte, noch mit unverminderter Kraft fort. Doch das Barometer hatte besseres Wetter in Aussicht gestellt. Ich wagte also d. Reise und habe es nicht bedauert. Mittwoch u. Don= nerstag war das herrlichste Frühlingswet= ter, warm und lind, sodaß ich nicht wenig in meinem warmen Jagdanzug schwitzen mußte. - Meine erste Sorge in Str. war, meinem Versprechen, das ich Sophie gegeben hatte, auf d. Suche nach Butter zu gehen. Grete L. half mir aus alter Freundschaft u. besorgte mir von d. Straelener Molkerei 5 Pfund Süßrahmbutter. Von Frau H. auf Telemer-Hof wurden mir 2 Pfund Zentrifugenbutter geschickt. Margarine aus Holland und Kaffee, natürlich geschwärzten, bekam ich von Frau L. aus Lingsfort, dazu noch Palmin u. prachtvollen Käse, allerdings zu 2,30 M d. Pfund, von Guste. Nun, Sophie konnte zufrieden sein. Und sie war auch nicht wenig entzückt, als ich gestern abend meine Schätze vor ihr ausbreitete. Dazu brachte ich ihr noch einen schweren Hasen u. einen sehr fetten Fasan mit. Das gefiel ihr. Am Dienstag hatte ich über Mittag mit Tamvels Ältestem u.

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Ratne bojne dopisnice - Feldpost iz Prvog svjetskog rata

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Description: Ratne bojne dopisnice (Feldpost) bile su najfunkcionalnije sredstvo komuniciranja vojnika sa porodicom tokom Prvog svjetskog rata. Većinom su bile cenzurisane i na njima se nalazio pečat vojne cenzure, regimentalni pečat i pečat vojne pošte. Na velikom broju dopisnica nalazila su se sva tri pečata, međutim, nerijetko se nalazio samo jedan ili dva. Poznato je da su vojnici bili strogo kažnjavani ukoliko su svjesno pisali bilo šta što otkriva vojne tajne. Pisati su mogli samo vojnici. Sve što bi napisali davalo bi se vojnom cenzoru da to pregleda i tek kad on odobri moglo se poslati porodici. Čitajući pisma, može se uvidjeti da su ona poprilično štura, te da su dobro pazili o svemu šta je napisano, upravo iz razloga da bi izbjegli probleme sa nadređenim. Feldpost sistem Austro-ugarske Monarhije, omogućavao je vojnicima da komuniciraju sa svojim najbližima. Sačuvane razglednice i pisma pružaju lični pogled na to kako su pojedini vojnici doživljavali sukobe. || Devet bojnih dopisnica (Feldpost)

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Dumitru Nistor prizonier de război în Japonia

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Description: Este un volum de jurnal din cele trei deţinute de Biblioteca Judeţeană Octavian Goga Cluj. || Dumitru Nistor, ţăran din satul Năsăud s-a născut în 1893. Visând din copilărie să călătorească şi să vadă ţări străine, în 1912, când vine vremea “număraşului” (recrutării) el cere să fie primit nu în miliţia ardeleană, unde erau recrutaţi de obicei românii, ci în marina austro-ungară. Terminând şcoala de marină, după o călătorie la Viena, este îmbarcat ca Geschützvormeister (“primul îndreptător de tun”) pe vasul SMS Kaiserin Elisabeth, cu destinaţia Asia. Prins de război în Marea Chinei, crucişătorul Kaiserin Elisabeth participă la câteva bătălii navale, pentru ca în 2 noiembrie 1914 să se hotărască scufundarea lui. Echipajul pierde şi lupta terestră, este luat prizonier de japonezi şi transportat în arhipelagul nipon. Timp de zece luni, ţăranul-marinar din Năsăud va fi prizonier într-o mănăstirea buddhistă din Himeji, iar apoi mutat într-un lagăr, construit special pentru prizonierii germani şi austrieci, la Aonogahara, nu departe de Kobe, unde va rămâne până la sfârşitul anului 1919.

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Potrošačka kartica prezime Škreblin

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Description: Potrošačka kartica sadrži podatke o osobama koje su se prijavljivale radi raspodjele živežnih namirnica u Zagrebu tijekom Drugog svjetskog rata. Sadrži podatke o podnosiocu prijave (ime i prezime, adresa) te osobama koje se nalaze u kućanstvu, njihova imena, godine rođenja, odnos prema podnosiocu prijave, zanimanje i mjesto rada.

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