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Radtke | Paul Tagebücher 6

Item 39

Transcription: -  74  - Hat d, Junge nicht Recht? - Heute müssen wir unsern Bedarf an Kartoffeln anmelden. Für 30 Wochen sind auf d. Kopf 3 Zentner vorgesehen. Der Preis ist auf 4,75 M festge- setzt. Wo bleibt aber Treff? Sophie macht sich schon jetzt d. größten Sorgen, wie sie ihn durch d. Winter bringen soll. - 230 Verwundete, darunter 192 Schwerverletzte sind gestern nacht hier angekommen; die Schmidthorstner Notkirche ist jetzt auch als Krankensaal ein- gerichtet worden. - Es ist so empfindlich kühl geworden, daß wir gestern d. Ofen anzün- den mußten. Auch in d. Schule war heute ge- heizt. Im Vorjahre wurde erst am 20. Oktober d. Heizung angemacht.          Montag, 25. Septb. Trotz d. Beschlagnahme waren in G. noch  Pflaumen zu bekommen. 10 Pfund schöner, süßer Pflaumen brachte ich Sophie, als ich zu- rückkam, mit. Dazu 3 Feldhühner, 2 junge u. ein altes. Sophie war sehr zufrieden mit mir. Unter den Hühnern war ein hellbraunes mit goldgelben Tritten, wie ich schon vor 3 Jahren eins an der Löhner Grenze schoß. Geflügelt fiels in d. Korbweide und plumpste nach                     -  75  - einem Schuß in den Rhein, aus dem Treff  es holen mußte. - Nach Krapohls Mitteilun- gen werden in Mehrum zahlreiche Hasen eingegangen gefunden Es scheint eine Seuche, wie vor 25 Jahren zu herrschen. Da können wir nur aufpassen und alles  Kranke ausmerzen. Jetzt wären ein paar Füchse als Gesundheitspolizei wohl zu dulden. - Nachdem Sophie u. ich morgens Frau Ender zu ihrem Geburtstag gratu- liert hatten, machten wir nachmittags mit unsern Nachbarinnen einen kleinen Ausflug nach Walsum u. Orsoy. Der Herbsttag war zu schön, um ihn in d. 4 Pfählen zu- zubringen. - 3 Luftschiffe haben vorgestern Hamborn überflogen Z 31, 32 & 33. Wahrschein- lich auf d. Fahrt nach England, das ja gestern nacht wieder "hohen" Besuch gehabt hat. Zur Antwort haben 2 feindl. Flieger gestern nach- mittag gegen 3 Uhr Essen mit Bomben be- legt. Am Steeler Tor soll großer Sachschaden angerichtet sein. Die Essener Volkszeitung bringt über d. Besuch nichts. Wäre ich gestern besser bei Kasse gewesen, so würde ich mit Sophie wahrscheinlich nach E. gefahren sein.

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Radtke | Paul Tagebücher 6

Item 38

Transcription: – 72 – Das Pfund Bohnen kostete hier 40 Pfg., in Strae- len 38 Pfg. Freund E-r hat aus seinem Land- wirtschaftsbetrieb junge Hähnchen, eine Ente, etwas Fleisch u. schönes Gemüse geliefert. So- phie schwamm in Wonne aber auch in Arbeit. Unsere Nachbarinnen traten uns ein Stück ihres Speckvorrats ab. Wir können, wenn wir noch mit Kartoffeln versorgt sind, dem Winter mit Ruhe entgegensehen. Kohlen sind auch da. Und auch für Treff hat E. bestens gesorgt. Er hat Kartoffelflocken u. Erbsmehl gesandt. Von Tantes Fleischmehl ist noch eine Menge da. Wir werden ihn schon durchfüttern. Eine Sorge ist nur, alle Schätze vor Dieben u. Neugierigen zu schützen. Keller-u. Nahrungs- mitteldiebstähle sind an der Tagesordnung. Es wäre zu schade, wenn unsere schönen Sachen in einem Spitzbubenmagen ver- schwinden würden.                 Montag, 18. Septb. Mit einem Mal ists Herbst geworden. Seit Freitag ists empfindlich kühl. Regenschauer melden den Herbst an. Samstag nachmittag hellte es sich etwas auf. Also mit Treff nach G. Hassel kam mit, blieb aber in G. Er litt                 – 73 – bös am „pötjen“ u. beschränkte sich darauf, Pflau- men einzukaufen. Zu seinem Glück. Denn seit vorgestern sind Pflaumen u. Äpfel beschlag- nahmt, um d. Heeres-u. Volksversorgung sicher zu stellen. Trotz d. Höchstpreise von 0,10 M wur- den von d. Bauern 0,20 M für d. Pfund gefordert u. v. d. Käufern glatt bezahlt. Ich schoß 4 Hühner. Krapohl & Neuhaus, die seit 8 Uhr in ihrem gro- ßen Revier gejagt hatten, hatten zusammen auch nur 4 Hühner erlegt. – Abends war Jo- seph Bojert unerwartet aus Walm herüber- gekommen. Das „Rosenknöpfchen“ von Rees war auch da. Wir verlebten bei B. einen gemütlichen Abend. – Mackensen‘s Sieg in d. Dobrutscha brachte uns heute einen schul- freien Tag. Leider regnete es den ganzen Tag Bindfaden. Er konnte daher nicht aus- genutzt werden. Es war so kalt, daß wir d. Gasofen anzünden mußten. Kluge Leute prophezeien einen frühen u. strengen Winter.             Donnerstag, 21. Septb. „Wie nennt man 1000 Millionen?“ fragte ich heute meine Jungen. „Kriegsanleihe!“ bekam ich von einem Pfiffikus zur Antwort.

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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Eltern holten ihre Kinder ab; Hoffnung darauf | den Schulbetrieb im Januar wieder aufzunehmen

Item 9

Transcription: bar und nicht froh genug sein! Wie wundervoll ist solch ein in Gott verankertes Vorbild! Das wird in alle Ewigkeit  dreben  belohtn werden. Gott segne Eure Königliche Hoheit mit allem, was Er an Frieden und Bereichen Seiner beseligenden Höhe geben kann. Eurer teuren Königlichen Hoheit in tiefster Ehrfurcht ergeben  dankbarste und treue   Emily Göler                                               8,2

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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Eltern holten ihre Kinder ab; Hoffnung darauf | den Schulbetrieb im Januar wieder aufzunehmen

Item 8

Transcription: lichen Hoheit. Außer dem Engelschutz von oben sind Eure Königliche Hoheit umgeben von  ...    ... Liebe und treuen Gebe- ten in inniger Verehrung und Bewunderung, auch jetzt "im tiefsten Leiden  ...   ... einhergend", wie  es in jenem Liede heißt, sind Euer Königlichen Hoheit mehr denn je ein Vorbild der Glauben- stärke und des Gottesvertrauens. Wir können kaum die Frage un- terdrücken:  . warum muss unsere heißgeliebte, schon so schwerge- grüßte Frau Großherzogin Luise das noch erleben? Eure König- liche Hoheit aber leben uns die Antwort vor "dein Wille geschehe", denn er ist heilig! Dafür können wir nicht dank-

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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Eltern holten ihre Kinder ab; Hoffnung darauf | den Schulbetrieb im Januar wieder aufzunehmen

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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]

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Schreiben von Emilie Göler von Ravensburg an Großherzogin Luise; Anzahl der Kinder in der Pension

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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]

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Schreiben von Emilie Göler von Ravensburg an Großherzogin Luise; Die Notwendigkeit einer Einrichtung wie das Viktoria-Pensionat in der aktuellen Zeit

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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]

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Schreiben von Emilie Göler an die Großherzogin Luise; Reflexionen über die von der Großherzogin angemahnte Verantwortung; Berichte über das Benehmen einzelner Schwestern

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Description: Hierarchie: Großherzogliches Familienarchiv (Eigentum des Hauses Baden) und Markgräfliches/Großherzogliches Familienarchiv: Nachträge >> Einzelne Angehörige des Hauses Baden >> [13 A] Luise Großherzogin von Baden (1838-1923) >> Familie, Hof, Regierung >> Erziehung, Schulen >> Victoria-Schule und -Pensionat >> Berichtserien >> Emilie Göler von Ravensburg [?-?, Oberin des Viktoria-Pensionats Karlsruhe und der Filiale Baden-Baden 1917-1920/1923]

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