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Kriegstagebuch vom Kriegsfreiwilligen Paul Kopp

Item 49

Transcription: item 49    linke Seite   brauchen wollte & so kams, daß wir ganze Abende bei- sammen saßen, in die tiefsinnigsten Gespräche versun- ken. Und das war die Zeit, da Mariechen mein rein- stes Ideal wurde. So dumm es war & so wenig ich es mir damals eingestehen wollte, ich schwärmte für sie. Natürlich nicht im landläufigen Sinne, sondern es war mehr eine Art verehrender Anbetung oder anbetender Ver- ehrung. Leider trieb ich die Verehrung so weit, daß  ich nicht wagte, ihre verlockenden Lippen zu küssen, was ich so überaus gerne getan hätte. Ich war damals wirklich der reine Knabe. Alles so zart & so fein & gar nicht so pro- saisch wie man sein müßte um zu genießen. Ich glaube auch daß ich durch meine allzugroße Zurückhaltung nicht in ihren Augen gestiegen bin.     Das direkte Gegenteil war Anny Reinhold. Ein paar Jahre älter als ich, war sie ein äußerst vernünf- tiges Mädel, mit dem man auch menschlich reden konnte, ein Mädel, die das Leben nicht mit der gefärbten Brille sah, sie war es auch die mir später den Kopf zurecht sezte. Doch davon genug.     Am 5. II. 15 besuchte ich abends in Nürnbg. H.Ltn. Schmidt, meinen ehem. Komp. Führer von der 8ten. Er war sehr erfreut mich zu sehen & versprach mir, auf meine Bitte, sich bei meinem Komp. Führer & dem Batl. Adj. zu verwen- den daß ich in den bevorstehenden Kurs, den nachmals so berühm- ten Elsenborner Leutn.Kurs käme. Doch zu spät: am anderen Mittag wurde ein Transport zusammengestellt, ich sollte mit & da all mein Wehren nichts half, meldete ich mich freiwillig mit.  rechte Seite       Der letzte Abschnitt, von Mitte November - mit 6. 3. 15 ist leider nur sehr allgemein gehalten. Diese Eintragungen mache ich 2 Jahre später  während eines Heimats-Urlaubes am 1. + 2. Dez. 16. Daß da durch die lange Zeit meine Erinnerung gelitten, ist leicht erklärlich. Warum ich nicht eher dazugekommen, nachzutragen weiß ich selber nicht. Es hat mir an Stimmung & Zeit dazu gefehlt. Den nun folgenden Abschnitt 7. 3.15. bis Anfang Juli 15 lasse ich nach meinen damals gemachten Notizen möglichst wörtlich folgen.     Für die Zeit meines Lazarettaufenthaltes in Brüssel & die folgende Zeit kann ich wieder nur einen Überblick geben. Ab 4.12.16. wer- de ich mir aber wieder, soweit zweckmäßig Aufzeichnungen machen. _________________________________________________________________________________-                                   Sonntag 7. 3. 15.     In der Frühe hatte ich mich noch im Revier verbinden lassen ging von ½ 10h  - ½ 11 h  in die Kirche & darauf in den Weißengarten ohne jedoch von Mariechen herzlicher als die Form es zuläßt Abschied genommen zu haben. Meine Eltern kamen nicht. Von ½ 4 - ½ 5h war ich bei Meerwalds u. wartete sodann bis ¾ 6h an der Stadtgrenze ob nicht doch jemand käme, aber ohne Erfolg. Abends aß ich bei Reinholds & ging dann zu Mariechen. Sie war aber nicht so wie sie hätte sein sollen zu einem der vielleicht für immer Abschied nimmt. Offz. Stellv. Bauer war auch anwesend,  mit dem sie  beinahe über Gebühr schäkerte. Auch Frl. Anni Reinhold war da. Der Abschied, der mir - hatte doch der Abend so viele bittere Enttäuschungen gebracht - sehr schwer wurde u. bei dem ich vielleicht einen Augenblick meine beste

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Kriegstagebuch vom Kriegsfreiwilligen Paul Kopp

Item 48

Transcription: item 48    linke Seite   lernte dort Mariechens Cousine Anny Reinhold kennen, ein sehr patentes & vernünftiges Mädel u. muß mich dort, wie mir später im Vertrauen gesagt wurde, sehr übel, besonders gegen Lotte be- nommen haben. Was ich gesagt & getan wußte ich schon eine Stunde später nicht mehr. Erinnerlich ist mir nur noch daß ich mir ein Glas Wasser erbeten.     Also ich fuhr nach Hause u. - legte mich sterbenskrank aufs Sofa. Das Bezirkskommando ver- fügte auf Vaters Anmeldung hin  meine sofortige Aufnahme ins Garnisonslazerett & da lag ich nun wieder, wegen Halsentzündung oder sowas. Meine anfangs sehr hohe Temperatur flaute allmählich wie- der ab; es ging schön langsam wieder & so anfangs Februar dampfte ich wieder von neuem nach Fürth.     Die Zustände in d. Garnisonskomp. waren die gleichen, auch meine Besuche machte  ich wieder & diesmal hatte ich 8 Tage Urlaub erhalten. Diese benützte ich fleißig zur Zahnreparatur, traf dabei beim Dr. Oftnloch auch mit d. Bauer Irma ein paar mal zusammen & verkürzte mir dann meinen Urlaub selber dadurch daß ich so am 5. Tag ein Verlängerungsge-  rechte Seite   such, wegen nicht vollendeter Zahnbehandlung eingab, u. wurde dann telegr. geholt.     Man schickte mich 2 od. 3 x nach Nürnberg zur Zahnstation & dann gegen Ende Februar wurde ich zur 4. Feldkomp. Quartier "Fleischmann & Blödel" Nürn- bergerstraße versetzt.  Dort erst erfuhr ich was so ein "Einj. Kriegsfreiw. Gefr. " eigentlich für ein feiner Hund ist. Wir rückten ständig ohne Tornister aus, erhielten Mittag gedeckt u. serviert & ich durfte mir sogar eine eigene Bude wählen. Das tat ich denn auch & hatte bei einer Fr. L. Alber, einer Chauffeursgattin in der Geiertr. 5 I. ein ganz nettes Zimmerl & sehr liebenswürdige Hausleute.     Mein alter Vz. Feldw. Schedlbauer & Staufer Willi von d. 8ten waren auch da. Schedlb. behandelte mich sehr anständig u. ließ mir mehr als einmal die ganze Komp.exerzieren. Ihm verdanke ich eine gewisse Gewandt- heit in der Kommando-Abgabe. Auch so eine Art Einjähri- gen Kurs hatten wir. Es war aber nichts dahinter & weil ich eines großen Abszesses an d. l. Unterarm wegen Schonung hatte war ich sehr wenig dabei. Ich erfuhr aber, daß in näch- ster Zeit ein Offz. Afg. Kurs stattfinde & bemühe mich wie unten folgt, dazu zu kommen.     Unterdessen hatte ich aber auch das "damische" nicht vergessen. Die Meerwalds besuchte ich zwar seltener, desto öfter aber im Weißengarten. Die Eltern Mariechen schenkten uns viel Vertrauen, das ich auch keineswegs miß-

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Kriegstagebuch vom Kriegsfreiwilligen Paul Kopp

Item 44

Transcription: item 44    linke Seite   Bahnhofskom. von Günzburg & bat ihn, weiter- fahren zu dürfen, was er ohne weiteres (wahrschein- lich hatte er uns gar nicht verstanden) erlaubte.     Unterwegs ersah ich aus einem entliehe- nen Kursbuch daß wir auf der gleichen Strecke zurückfahren müßten & so beschlossen wir, um die strenge Kontrolle Ulms zu vermeiden, in Neu Ulm schon auszusteigen. Aber da kamen wir erst recht in die Traufe. Vom Schaffner zum Bahn- hofskom. gebracht, erklärte uns der an Hand eines ganz neuen Erlasses, daß er uns behalten müsse u. stellte uns sodann dem als äußerst grob be- rüchtigten Oberst der Etappenkomandantur vor. Dieser erklärte, daß er, wenn es der Arzt erlaube gar nichts dagegen habe, daß wir nach Hause führen er könne diese Verantwortung aber nicht auf sich nehmen & ehe wirs uns versahen hatten wir einen Lazarettaufnahmeschein & befanden uns auf dem Wege dorthin. Da wurden wir aber sehr freundlich empfangen u. ich glaube, kaum jemals schonender verbunden worden zu sein als damals.     Nun vereinigten wir unsere Bitten  rechte Seite   um fortzukommen mit Erfolg & nachdem wir uns in der Küche des M. G. Laz. gesättigt hatten, gin- gen wir, bewaffnet mit einem Schrieb: "daß unserer Weiterreise ärztlicherseits nichts im Wege stünde" wieder auf den Bahnhof.     Der Herr Oberst dort empfing uns zwar gar nicht recht freundlich aber schließlich gab er doch nach & 1 Stunde später fuhren wir mit dem 7h Schnellzug II. Klasse nach München. Dort freundlicher Empfang, Wurst & Bier & ein Nachtlager. In aller Frühe gings am anderen Morgen weiter u. nach- dem ich in Landshut Krach  mit einem Bahnsekretär gehabt, der mich trotz meiner Erlaubnis nicht Schnellzug hatte fahren lassen wollen & mich mit gepumpten Golde M 1. - Zuschlag zahlen ließ, kam ich gegen 11 nach Straubing.     Der Empfang war sehr überraschend u. großartig & 1 Stunde später wußte bereits die ganze Stadt um meine Ankunft.     Mittags ging ich nach dem Garn. Laz, wo man mir schon Essen aufgehoben hatte

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Kriegstagebuch vom Kriegsfreiwilligen Paul Kopp

Item 43

Transcription: item 43    linke Seite   durch die Stellung & mit meinen wunden Füßen fiel ich alle Augenblicke wieder in den tiefen Schlamm. Da nun als ich den hintern Wald erreicht u. ein Stück da- rinnen war gingen mit einem Male 5 Wege aus einander. Welchem nun folgen!? Ich ging erst ein Stück nach rechts ( → R ) bemühte mich vergebens über einen alten Schützengraben ( x - x ) der durch ein Brett überbrückt war, zu gelangen & gab endlich den Versuch auf, setzte mich am Kreuzungspunkte unter einen Baum, warte- te,  betete & fror. Gegen morgen kam einer von den Preußen zurück um zum Arzt zu gehen & der nahm mich dann mit.     Der Arzt erklärte meinen Verband für gut, ließ mich auf einen eben abfahrenden Kran- kenwagen sitzen & mit den seligsten Gefühlen in d. Brust, fuhr ich von dannen. Am Truppenverbandplatz angekom- men, erhielt ich dann einen neuen Verband u. meinen Zettel umgehängt, suchte mir unter einem Berg von Torni- stern meinen Rucksack (der das Tagebuch enthielt) hervor & trollte von hinnen, nach Comin. Dort aber konnte man uns nicht brauchen, man  rechte Seite   schickte uns auf die Bahn & bald fuhren wir Lille ent- gegen. In Lille gabs Kartoffelsuppe, Kakao & Brötchen, ich erwische noch ein Plätzchen in einem Leichtver- wundetenzug  & in tiefer Nacht fuhren wir ab, der Heimat entgegen.             Sonntag 15. Nov. 14 - Mittwoch 18.11.14.     Die Fahrt verlief durch Belgien so endlos lang- sam, daß ich Angst hatte, meine Wunde könnte verheilen, noch ehe wir nach Deutschland kämen. Später gings allerdings etwas schneller & wir wurden reichlich verpflegt & bewirtet. Wie die Fahrt ging ist mir nicht mehr erinnerlich. Ich weiß nur, daß alle Augenblicke ein anderes Ziel (bald Würzburg, dann Nürnberg & schließlich sogar München angegeben wurde. Die Meisten trugen sich gleich mir mit Fluchtgedanken & viele verschwanden unterwegs.     Endlich begann der Transport, sich in Villingen, Lauingen, Günzburg aufzulösen & jetzt mußte ich Ernst machen, wenn ich noch auskneifen wollte. Ich ging daher mit 6 Genossen zu einem Ob.Ltn., dem

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Ratne bojne dopisnice - Feldpost iz Prvog svjetskog rata

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Description: Ratne bojne dopisnice (Feldpost) bile su najfunkcionalnije sredstvo komuniciranja vojnika sa porodicom tokom Prvog svjetskog rata. Većinom su bile cenzurisane i na njima se nalazio pečat vojne cenzure, regimentalni pečat i pečat vojne pošte. Na velikom broju dopisnica nalazila su se sva tri pečata, međutim, nerijetko se nalazio samo jedan ili dva. Poznato je da su vojnici bili strogo kažnjavani ukoliko su svjesno pisali bilo šta što otkriva vojne tajne. Pisati su mogli samo vojnici. Sve što bi napisali davalo bi se vojnom cenzoru da to pregleda i tek kad on odobri moglo se poslati porodici. Čitajući pisma, može se uvidjeti da su ona poprilično štura, te da su dobro pazili o svemu šta je napisano, upravo iz razloga da bi izbjegli probleme sa nadređenim. Feldpost sistem Austro-ugarske Monarhije, omogućavao je vojnicima da komuniciraju sa svojim najbližima. Sačuvane razglednice i pisma pružaju lični pogled na to kako su pojedini vojnici doživljavali sukobe. || Devet bojnih dopisnica (Feldpost)

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Dumitru Nistor prizonier de război în Japonia

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Description: Este un volum de jurnal din cele trei deţinute de Biblioteca Judeţeană Octavian Goga Cluj. || Dumitru Nistor, ţăran din satul Năsăud s-a născut în 1893. Visând din copilărie să călătorească şi să vadă ţări străine, în 1912, când vine vremea “număraşului” (recrutării) el cere să fie primit nu în miliţia ardeleană, unde erau recrutaţi de obicei românii, ci în marina austro-ungară. Terminând şcoala de marină, după o călătorie la Viena, este îmbarcat ca Geschützvormeister (“primul îndreptător de tun”) pe vasul SMS Kaiserin Elisabeth, cu destinaţia Asia. Prins de război în Marea Chinei, crucişătorul Kaiserin Elisabeth participă la câteva bătălii navale, pentru ca în 2 noiembrie 1914 să se hotărască scufundarea lui. Echipajul pierde şi lupta terestră, este luat prizonier de japonezi şi transportat în arhipelagul nipon. Timp de zece luni, ţăranul-marinar din Năsăud va fi prizonier într-o mănăstirea buddhistă din Himeji, iar apoi mutat într-un lagăr, construit special pentru prizonierii germani şi austrieci, la Aonogahara, nu departe de Kobe, unde va rămâne până la sfârşitul anului 1919.

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Potrošačka kartica prezime Škreblin

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Description: Potrošačka kartica sadrži podatke o osobama koje su se prijavljivale radi raspodjele živežnih namirnica u Zagrebu tijekom Drugog svjetskog rata. Sadrži podatke o podnosiocu prijave (ime i prezime, adresa) te osobama koje se nalaze u kućanstvu, njihova imena, godine rođenja, odnos prema podnosiocu prijave, zanimanje i mjesto rada.

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